Frankreichs schönste Gärten: Les Jardins de Marqueyssac

Lustgarten von  Marqueyssac - Lou Avers
Lustgarten von Marqueyssac - Lou Avers
Wer gepflegte Lustgärten und Schlösser liebt, kommt in den Gärten von Marqueyssac ganz auf seine Kosten.

„Die hängenden Gärten von Marqueyssac“ (Les Jardins suspendus de Marqueyssac) heißt es in den Werbeprospekten der meistbesuchten Gartenanlage des Perigord. Hängend, weil das Schloss und der dazugehörende Lustgarten auf einem Felsplateau hoch über der Dordogne thronen. Die mehr als sechs Kilometer umfassenden Spazierwege in Marqueyssac führen auch zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Region. Vom Belvédère de la Dordogne schauen Besucher auf die Windungen des südfranzösischen Flusses, der einst im frühen Mittelalter die Grenze zwischen Frankreich und England bildete.

Was sind die “Les Jardins suspendus de Marqueyssac“?

Les Jardins suspendus de Marqueyssac sind ein Ensemble aus einem schlicht-schönen Schlösschen des 18. Jahrhunderts mit dazugehörigem denkmalgeschützten Lustgarten. Die gepflegte Gartenanlage zählt zu den gelungensten Grünanlagen Frankreichs des 19. Jahrhunderts. Julien de Cerval erbte das Anwesen 1861 und ließ die Gartenterrassen nach italienischem Renaissance-Vorbild anlegen. Runde, hohe, eckige oder gewundene Buchsbaumhecken und -büsche mit allerlei Motiven dominieren das Ambiente. Diese sind pflegeleicht und ideal für die trockenen Kalksteinböden der Region. Eine Handvoll Gärtner schneidet und pflegt die mehr als 150.000 Stauden und Beete. Aber auch Blumen, uralte Steineichen, Linden und Ulmen; Spazierwege, Rastplätze und Aussichtspunkte warten auf die zahlreichen Besucher. Vor allem im Sommer strömen Touristen aus aller Welt nach Marqueyssac. Seit den umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1997 ist Marqueyssac der meistbesuchte Schlossgarten der Region Périgord.

Sehenswertes in den Gärten von Marqueyssac

Wer die Ticketkasse mit Souvenirladen passiert hat, kommt zunächst am Naturpavillon und der Taubenvoliere vorbei. Taubenverschläge waren eine Tradition in Gartenanlagen des 19. Jahrhunderts. Ebenso zum Ambiente gehören die stolzen Pfauenhähne. Sie spazieren gemütlich durch die Anlage oder demonstrieren mit geöffnetem prächtigem Federkleid ihr Terrain. Das recht einfach anmutende Landschloss kann ebenso besichtigt werden. Einige Räume wie das Baldachin-Zimmer wurden originalgetreu restauriert. Danach heißt es wählen zwischen sonnigen oder schattigen Spazierwegen, flachen Alleen oder steilen Aufstiegen. Die knapp sechs Kilometer zählenden Wanderwege bieten für jedermann etwas. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann sich mit umfunktionierten Golfwägelchen die Grande Allée entlang chauffieren lassen. Der Spaziergänger trifft auf Esplanaden, kuriose Rasthütten wie die „Cabane en cloche“ in Glockenform, eine neugotische Kapelle, den Papstsitz oder das steinerne Refugium des Dichters (Asile du poète). Auch ein künstlich angelegter Wasserfall gehört dazu. Allein fünf verschiedene Themenwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen zur Verfügung. Alle führen zum Aussichtspunkt Belvédère de la Dordogne. Dort blickt man auf das grüne Flusstal und die umliegenden Felsendörfer Beynac und la Roque Gageac.

Lage und Informationen zu den Jardins de Marqueyssac

Schloss und Gartenterrassen von Marqueyssac breiten sich inmitten von Kalksteinfelsen hoch über dem Dordogne-Tal in der südfranzösischen Region Périgord aus. Wegen dieser besonderen Hanglage kam es zu dem Namen „Die hängenden Gärten von Marqueyssac“. Die Anlage ist in Privatbesitz und seit den 1950er Jahren nicht mehr bewohnt. Heute sind sowohl Schloss als auch die Gartenanlage der Öffentlichkeit zugänglich. Für einen Eintrittspreis von 7,20 Euro (Stand 2010) kann sich der Besucher stundenlang auf dem Gelände aufhalten. Es gibt auch ein Restaurant und eine Teestube. Im Sommer locken zahlreiche Veranstaltungen für Kinder und Familien, klassische Konzerte oder die Nachtbeleuchtung der Allen und Wege.

Sehenswertes in der Nachbarschaft der Jardins de Marqueyssac

In unmittelbarer Nachbarschaft von Marqueyssac tummeln sich noch andere Sehenswürdigkeiten. Allen voran die mittelalterlichen Burgen Château de Beynac und Château de Castelnaud. Im sehr malerischen Felsenort La Roque Gageac ankern die historischen „Gabarre“ – Ausflugsschiffe, mit denen Touristen die Dordogne rauf und runter schippern können.

Silvia E. Baumann, Lou Avers

Silvia Baumann - Herzlich Willkommen auf meiner Profil-Seite! Seit 18 Jahren nimmt mich meine Leidenschaft - das Reisen - voll und ganz in Anspruch. Als ...

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