
- Kochen im Römertopf: gesund, praktisch - kochtopf, flickr
In der dunkleren Herbst- und Winterzeit steigt die Lust auf gemütliche Essen mit Familie und Freunden. Um einen leckeren Braten zu genießen, muss man nicht auf hohe Feiertage warten, vor allem wenn man einen zeit- und aufwandsparenden Römertopf besitzt. Auch Liebhaber der französischen Art zu kochen haben mit diesem praktischen Küchengerät sehr gute Möglichkeiten. Es soll etwas Raffiniertes sein, Sie wollen ein bisschen Eindruck schinden, aber dafür nicht stundenlang in der Küche stehen? Kein Problem - wie wär's mit einer geschmorten Gemüse-Lammkeule auf französische Art?
Kürzere Küchenarbeit, längere Schmorzeit
Für ein Gericht im Römertopf müssen Sie weniger Arbeitszeit, aber mehr Schmorzeit veranschlagen, in diesem Fall etwa 2,5 Stunden. Verderben kann nichts, wenn Sie sich nicht auf die Minute genau daran halten, der Römertopf erlaubt 25 Minuten mehr oder weniger, ohne dass alles verbrutzelt. Rechnen Sie pro erwachsener Person etwa 250 bis 300 Gramm Fleisch, für Kinder die Hälfte.
Im Römertopf garen Fleisch, Gemüse, Kartoffeln zusammen
Denken Sie bei einer Einladung zum Römertopfessen immer daran, Ihre Gäste vorab zu fragen, ob sie Vegetarier sind! Da alles, auch Gemüse und Kartoffeln, in einem einzigen Topf serviert wird, wäre es peinlich, wenn jemand nichts davon essen könnte. Auch der typische Lammgeschmack, der für Gourmets das Nonplusultra darstellt, behagt nicht jedem, gerade ältere Menschen haben da manchmal Vorbehalte oder andere Gewohnheiten.
Zutaten für geschmorte Lammkeule für 4 bis 8 Personen
Eine Lammkeule zwischen 1000 und 2000 g schwer
2 Zwiebeln und 2-4 Knoblauchzehen
2 Tassen Rotwein oder 1 Tasse Brühe und 1 Tasse Rotwein
1-2 Esslöffel Calvados oder Cognac
50 g fettarme Kochsahne, saure Sahne oder Crème fraîche
Zitronen- oder Limettensaft
Salz, Pfeffer, etwas Olivenöl, getrocknete oder frische Minze
gehackte oder getrocknete Petersilie
reichlich frischer oder getrockneter Rosmarin, alternativ Kräuter der Provence
500 g neue Kartoffeln, klein oder halbiert
500-750 g Möhren, Erbsen, kleine Zucchini oder tiefgefrorenes Suppengemüse
Kleines Glas Preiselbeeren oder Tüte getrocknete Cranberrybeeren
Zubereitung im Römertopf
Die Lammkeule wird gewaschen und getrocknet, die Fettanteile werden abgeschnitten, meist ist das gar nicht nötig, weil Keulen oft mager sind. Die Keule wird rundum mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer eingerieben und in einer Pfanne mit Olivenöl kurz von allen Seiten angebraten. In den gewässerten Römertopf legen. Die Kartoffeln, das klein geschnittene Gemüse, die Brühe oder die Hälfte des Rotweins dazugeben. Deckel schließen, in den noch kalten Backofen stellen, von 0 auf 220 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft auf 180 Grad) erwärmen. Die Gewürze, die restliche Flüssigkeit, auch den Calvados, die Preiselbeeren oder Cranberrys erst in der zweiten Hälfte der Schmorzeit zugeben. Wenn Sie eine knackige Kruste haben möchten, können Sie den Römertopf-Deckel während der letzten 25 bis 30 Minuten abnehmen.
Der Römertopf steht dekorativ in der Tischmitte
Es könnte sein, dass Ihnen zum Schluss versehentlich zuviel Soße im Topf zurückbleibt. Dann schöpfen Sie vor dem Servieren vorsichtig etwas ab, am besten von oben mit einer Fettkelle. Der Römertopf kommt direkt heiß ohne Deckel auf den Tisch - schützende Unterlage nicht vergessen! Dazu passt ein kräftiger Rotwein und als Nachtisch etwas Fruchtiges, zum Beispiel ein Pflaumen- oder Mirabellenkompott oder schlicht Vanilleis mit Roter Grütze oder heißen Himbeeren. Wer auch hier ein exquisites französisches Dessert oder eine Käseplatte servieren möchte, kann in Frankreichs Kochrezepten reichhaltige Anregungen finden.
Geschmorte Lammkeule im Eisen- oder Edelstahlbräter
Die Lammkeule nach französischer Art kann natürlich auch im normalen Bräter bei 200 Grad Ober-/Unterhitze geschmort werden, man benötigt dann wesentlich mehr Flüssigkeit, am besten Brühe und erst gegen Ende Rotwein, man sollte das Gemüse erst in den letzten 20 Minuten hinzufügen und insgesamt nicht mehr als 1,5 Stunden Schmorzeit planen. Man muss wesentlich besser aufpassen, dass nichts anbrennt und immer genug Flüssigkeit in den Bräter nachfüllen.
