Frauen in Führung und Verantwortung - Netzwerk fif in Stormarn

Frauen in Führung, v. li. Birte Kruse-Gobrecht - Sigrid Stephenson
Frauen in Führung, v. li. Birte Kruse-Gobrecht - Sigrid Stephenson
Netzwerk fif mischt mit. Frauen in Führungspositionen lernen voneinander - im Dialog, bei Seminaren und Festen. Weibliche Ressourcen finden Wertschätzung.

Das Netzwerk fif - Frauen in Führung und Verantwortung in Stormarn besteht seit 2005. Es bietet Frauen eine Plattform zum Austausch. Hier werden berufliche Fragen diskutiert, Verbindungen geknüpft, Interessen gebündelt und durchgesetzt. Mehr als 300 Frauen sind in diesem Netzwerk bereits organisiert. Es geht ihnen nicht darum, gegen die Männer zu kämpfen, sondern die besonderen Fähigkeiten von Frauen als wertvolle Ressource zu erkennen, die es einzusetzen gilt - gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

"Viele Frauen haben den Weg in die Selbstständigkeit gewählt, weil ihnen Jobs in der Wirtschaft nicht die richtigen Rahmenbedingungen bieten", erklärt Birte Kruse-Gobrecht, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Stormarn. "Das gilt besonders für die Frage der Kinderbetreuung." Wirtschaftsunternehmen gehen auf diese Weise hochqualifizierte Fachfrauen als Mitarbeiterinnen verloren.

Buntes Jahresprogramm beim Frauen-Netzwerk "fif" - 100 Jahre internationaler Frauentag

Das Jahresprogramm der engagierten Frauen beinhaltet Vorträge, Lesungen, Seminare, bewusst aber auch zwei Feste, die ausreichend Raum für den persönlichen Austausch bieten. Das ist zum einen der jährliche Neujahrsempfang, zum anderen das Sommerfest. Alle zwei Monate, jeweils am zweiten Dienstag, finden Veranstaltungen statt. Am 8. März 2011 wird das Zusammentreffen unter dem Titel "Starke Frauen im Norden" in Rathaus und Handelskammer Hamburg stattfinden. Es steht vor dem Hintergrund von "100 Jahre internationaler Frauentag".

Neue Sichtweisen durch Selbstcoaching von Frauen - Seminar mit Lindner und Pijl

"Selbstcoaching - Veränderung durch neue Sichtweisen" - unter diesem Titel führen Unternehmensberaterin und NLP-Trainerin Conny Lindner und Kommunikationstrainerin Ulrike Pijl im Juni 2011 ein Seminar durch. Der Hintergrund: Frauen in führenden Positionen befinden sich noch immer in der Minderheit. Tag für Tag müssen sie sich mit vorgegebenen Machtstrukturen auseinander setzen. Zwar wird Frauen auch immer wieder die Chance eingeräumt, große Projekte zu leiten. Doch statt partnerschaftlich zusammen zu arbeiten, lasse man die Frauen mit dieser Aufgabe oft allein stehen, nach dem Motto: "Mal sehen, wie die das hin kriegt.". Das soll anders werden. Es geht darum, das Know-how und die Kompetenzen von Frauen durch den gegenseitigen Austausch zu potenzieren und sich dadurch rechtzeitig auf den demografischen Wandel vorzubereiten. Fachkräfte werden dringend gebraucht und ein Teil dieser gut ausgebildeten Profis müssen und werden Frauen sein.

Frauen sind anders als Männer - Rollenbilder neu klären, neurobiologische Unterschiede nutzen

Um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, bedarf es vorbereitender Maßnahmen. Rollenbilder müssen neu geklärt, die Wahrnehmung geschärft, die Kommunikation verbessert, persönliche Ressourcen weiter entwickelt werden. Frauen sind anders als Männer - wer wüsste das nicht. Wie anders sie sind, beweisen zahlreiche neurobiologische Studien. Quasi zum Nulltarif bringen Frauen durch ihre Sozialisierung viele Voraussetzungen bereits mit, die - auch für eine funktionierende Wirtschaft - dringend benötigt werden, wie

  • Einfühlungsvermögen
  • Flexibilität
  • Kommunikationsstärke
  • Kreativität
  • ein feines Gespür für Stimmungen und Strömungen im Team
  • die Gabe, persönliche Eigenheiten bewusst und produktiv in den Arbeitsprozess einzubauen

Faire Chancen für starke Frauen in einer noch von Männern dominierten Arbeitswelt

Es geht den fif-Frauen nicht darum, gegen Männer zu kämpfen. Doch in einer von Männern dominierten Arbeitswelt fehlt etwas. Hier werden männliche Stärken wertgeschätzt und genutzt, weibliche Stärken jedoch noch weitgehend außer Acht gelassen. Doch es gibt Veränderungen. Viele Unternehmen setzen bereits, gerade aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus, verstärkt auf Frauen, die aktiv in strategisch wichtigen Positionen agieren. Dass es unklug wäre, auf die Hälfte der geschlechtsübergreifend bestehenden Talente zu verzichten, liegt auf der Hand.

Die Netzwerk-Frauen kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Positionen. Fif-Frau Christine Düster, Diplom-Sozialwirtin, weiß zu berichten, warum sie sich gut aufgehoben fühlen in diesem Netzwerk: "Die Frauen finden ein nettes Ambiente vor, hochprofessionelle Vorträge, ein gutes Miteinander, Wertschätzung und einen unglaublich regen Austausch.“

Sigrid Ruth Stephenson, Sigrid Ruth Stephenson

Sigrid Stephenson - Als Zehnjährige begann ich, meiner kleinen Schwester aus dem Stegreif Geschichten zu erzählen. Etwas später setzte unser ...

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