Freiwillige Helfer – Arbeit als Volunteer im Ausland

Kinder in Namibia - Dieter Schütz  / pixelio.de
Kinder in Namibia - Dieter Schütz / pixelio.de
Fremde Länder und Kulturen entdecken und dabei noch etwas Gutes tun. Für junge Leute kann das eine tolle Möglichkeit darstellen, Erfahrungen zu sammeln.

Was tun, wenn man die Schule abgeschlossen hat und keinen Ausbildungsplatz findet oder einfach noch nicht weiß, was man überhaupt beruflich machen will? Eine tolle Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und das Leben aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten, sind die so genannten Volunteerjobs im Ausland. Ob man beim Bau einer Schule in Südamerika hilft, Löwenbabys in Namibia aufzieht oder Kinder in Ghana unterrichtet, eines haben alle diese Jobs gemeinsam. Man lernt, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als Shoppingcenter und die neuesten Kinofilme.

Erfahrungen als Volunteer im Ausland erfüllen junge Menschen mit Zufriedenheit

Jennifer K.: „Es war eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben und ich würde es jeder Zeit wieder machen! ... Es erweitert den eigenen Horizont und macht einen innerlich glücklich!“ Jennifer war auf den Galapagos Inseln und hat dort im Umweltschutz gearbeitet. "Es ist 'in' und 'cool', etwas Gutes zu tun", so Christina Wink, die Produktmanagerin für Freiwilligenprojekte bei STA Travel. Tatsächlich erfährt die Branche einen großen Zulauf an Interessierten. Die Aussicht, fremde Länder und Kulturen hautnah zu erleben, intensiver als jeder normale Urlaub es einem bieten könnte, und nebenbei noch etwas Gutes zu leisten, ist für viele junge Menschen verlockend. Ein Hauch von Abenteur schwingt dabei mit, doch Abenteuerlust allein sollte nicht der Motor für eine Entscheidung zur Volunteersarbeit sein. Die Bereitschaft, anzupacken, wo es not tut und mit ungewöhnlichen Situationen umzugehen, ist das wichtigste.

Das Leben in einem fremden Land kann sich grundlegend von dem in Deutschland unterscheiden. Oft braucht man ein wenig Zeit, sich an andere Gepflogenheiten und Bedingungen zu gewöhnen. Die hygienischen Bedingungen, das Klima und das häufige Fehlen von gewohnten Selbstverständlichkeiten wie Waschmaschine, Computer oder fließend Warmwasser kann eine gewisse Umgewöhnungszeit erfordern. Wer sich für eine Volunteerstelle im Ausland interessiert, sollte schon ein gewisses Maß an Anpassungsbereitschaft und Durchhaltevermögen besitzen. Man muss mit Herz und Seele bei der Sache sein, Menschen mögen und auch mal die Hände schmutzig machen können. Wenn man sich darauf einlassen kann, wird man aber auch reichlich belohnt. Das Lächeln eines Kindes oder der Dank einer von Armut geplagten Familie gibt ein warmes Gefühl, etwas geleistet zu haben und schafft eine innere Zufriedenheit.

Die richtige Wahl des Anbieters ist wichtig

Das Internet ist voll mit Anbietern, die Volunteerstellen im Ausland anbieten, doch die Konditionen sind sehr unterschiedlich. Zwar ist es durchaus üblich, dass man für seinen Flug selbst bezahlt, doch sollten Unterkunft und Verpflegung kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Viele Anbieter kassieren bald genauso viel wie für einen normalen Urlaub. Wer als freiwilliger Helfer oft acht oder mehr Stunden am Tag arbeitet, sollte zumindest mit Kost und Logis entschädigt werden. Man sollte im Vorfeld alle wichtigen Fragen mit dem Anbieter abklären: Was passiert, wenn der Teilnehmer krank wird und ärztliche Hilfe benötigt oder wenn er einen Unfall hat? Wie ist die Betreuung vor Ort geregelt, welche Ansprechpartner hat der Teilnehmer? Wird eventuell benötigte Arbeitskleidung oder Sicherheitsbekleidung gestellt und was für Impfungen sind erforderlich? Gibt es Möglichkeiten, sich mit ehemaligen Teilnehmern vorab auszutauschen, eventuell durch ein Forum oder Ähnlichem? Es kann ganz interessant sein, von den Erlebnissen und Eindrücken zu hören, die andere schon mit dem Anbieter gemacht haben.

Checkliste für Interessierte für die Auswahl einer Volunteerstelle

Hier eine Checkliste, was alles zu bedenken ist:

  • Für welche Länder besteht Interesse
  • Welche Einsatzgebiete (Umweltschutz, Bauprojekte, Kinderbetreuung etc) sind interessant
  • Welche Kenntnisse und Erfahrungen hat der Teilnehmer
  • Was kostet die An- und Rückreise und entstehen noch weitere Kosten (Unterkunft, Verpflegung)
  • Wie ist die Betreuung geregelt
  • Was passiert im Falle eines Unfalls oder einer Krankheit
  • Welche Impfungen sind notwendig
  • Wird spezielle Arbeitskleidung oder Sicherheitsbekleidung gestellt
  • Welche Erfahrungen haben frühere Teilnehmer gemacht
  • Sind irgendwelche Vorkenntnisse, Führerschein oder Ähnliches gefordert

Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Quelle: eigene Recherche

Afrika 2009, Stefanie und Jaroslaw Reszka

Sonja Hartwig - Ich bin Jahrgang 72 und lebe nach einem zweijährigen Aufenthalt in Afrika nun mit meiner Familie in Uk. Schreiben und Lesen ...

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