Friedhöfe und -Krematorien für die Bestattung von Haustieren

Was tun, wenn das geliebte Haustier stirbt? - Rembert König
Was tun, wenn das geliebte Haustier stirbt? - Rembert König
Das Interesse an Friedhöfen und Krematorien als Alternative zur Beerdigung von Haustieren im Garten wächst. Was ist bei Tierbestattungen zu beachten?

In Deutschland leben viele Haustiere. Entsprechend groß ist auch die Anzahl an verstorbenen Vierbeinern oder gefiederten Freunden. Wenn Hund, Katze und Co. versterben, sind die sterblichen Überreste häufig ein Fall für Tierkörperverwertungsanstalten oder -Beseitigungsanlagen. Auch wenn es Menschen gibt, die nicht nachvollziehen können, dass verstorbenen Haustieren ein besonderes Interesse gelten kann, behagt diese Variante nicht allen Haustierbesitzern. Für alle, die einem von ihnen gegangenen tierischen Liebling auf eine spezielle Art und Weise gedenken und einen Ort für ihre Trauer haben möchten, gibt es inzwischen eine Reihe von Alternativen.

Beerdigung von Haustieren im eigenen Garten

Wer einen eigenen Garten hat und ein verstorbenes Haustier wie etwa einen Hund, eine Katze, einen Vogel oder einen Hamster hier begraben möchte, kann dies generell tun, muss jedoch vorher beim jeweils zuständigen Veterinäramt anfragen, unter welchen Voraussetzungen dies möglich ist und ob ein Antrag gestellt werden muss. Es müssen zudem einige Auflagen erfüllt und Vorschriften eingehalten werden. Beispielsweise dürfen etwa nur Einzeltiere vergraben werden, muss der Tierkadaver mit mindestens 50 cm Erde bedeckt werden und in Wasserschutzgebieten oder nahe öffentlichen Wegen oder Plätzen ist die private Tierbestattung verboten. Auch seuchenverdächtige oder –erkrankte Tiere gehören in eine Tierkörperverwertungsanstalt. Derartige Vorschriften und weitere nützliche Informationen im Falle eines Heimtier-Todes finden sich bei vielen Landkreisen inzwischen auch im Internet, wie etwa beim Landkreis Ludwigsburg.

Tierfriedhöfe für verstorbene Haustiere

Nicht jeder kann oder will einen verstorbenen tierischen Liebling im eigenen Garten beerdigen und in diesen Fällen kann sich ein Tierfriedhof als Alternative erweisen. In vielen Großstädten wie etwa Berlin, Düsseldorf, Hamburg oder Frankfurt gibt es inzwischen spezielle Tierfriedhöfe. Aber auch in ländlichen Regionen nimmt die Anzahl zu. Dabei bieten viele Tierfriedhöfe eine ganze Reihe an Dienstleistungen an. Interessierte können häufig zwischen verschiedenen Grabformen wählen, zudem gibt es spezielle Tiersärge und auch Grabsteine und –Schmuck sind erhältlich. Einzelgräber sind in der Regel etwas teurer als Sammelgräber.

Tierkrematorien – Haustiere im Tierkrematorium einäschern lassen

Eine weitere Alternative sind Tierkrematorien. Hier werden die geliebten Haustiere eingeäschert. Die Asche kann dann in einer Urne mit nach Hause genommen oder auf einem Tierfriedhof beigesetzt werden. Hinsichtlich der Kosten verhält es sich bei der Einäscherung ähnlich wie bei den Gräbern und Särgen. Je größer und schwerer das verstorbene Tier ist, desto teurer wird es. Sammeleinäscherungen sind meist preiswerter als Einzeleinäscherungen. Im Vergleich zu den Tierfriedhöfen gibt es allerdings noch nicht so viele Tierkrematorien.

Bestattungsfirmen für Tiere

Da es immer mehr Menschen wichtig ist, ein verstorbenes Haustier zu begraben oder einzuäschern und ihm somit gedenken zu können, wächst das Interesse an Alternativen zu Tierkörperbeseitigungsanlagen. Da verwundert es wenig, dass es inzwischen auch Bestattungsfirmen gibt, die sich ganz auf Dienstleistungen rund um die letzte Ruhestätte von Tieren spezialisiert haben. In jedem Fall ist es ratsam, sich zunächst gründlich zu informieren und verschiedene Anbieter zu vergleichen. Zudem sollte sich stets an die geltenden Vorschriften zur Tierbestattung gehalten werden, da ansonsten hohe Bußgelder drohen können.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Rechtsanwalt - nicht ersetzen kann.

Rembert König - Gern möchte ich mich ein wenig vorstellen: Ich bin Anfang 30 und selbständig tätig. Bisher habe ich nur als Hobby ab und ...

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