Während hierzulande warme Herbstbekleidung die Schaufenster der Kaufhäuser dominiert, wird auf den internationalen Laufstegen in New York, London und Mailand bereits die luftige Frühlingsmode 2012 präsentiert. Was im nächsten Frühjahr angesagt ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mode 2012: Schwarz-Weiß-Look, transparente Stoffe und optimistisches Grün

Feminine Kleider erleben bereits seit einigen Jahren ein echtes Revival. In der Frühjahrsmode 2012 dürfen sie natürlich nicht fehlen. Gucci setzt voll auf den Klassiker Schwarz und will die Frau von Welt in fließenden Gewändern mit leichter Transparenz sehen. Farblich wirkt alles sehr gedeckt, lediglich kräftiges Türkis und warmes Orange setzen optische Akzente. Grün ist schwer im Kommen. Kaum ein Designer, der die Farbe nicht für sich entdeckt hat. Von zartem Lindgrün bis zu tiefem Smaragdgrün ist die gesamte Farbpalette vertreten. Fendi favorisiert Klassisches und steckt seine Models in knielange Röcke und kurzärmelige Blusen mit kleinem Kragen. Aufgepeppt wird das bürotaugliche Outfit durch eine schmale Seidenkrawatte.

Auch Kontraste sind gefragt. Mit einer klassischen Schwarz-Weiß-Kombination kann frau im kommenden Frühjahr modisch gesehen nichts falsch machen. Nicht fehlen dürfen auch Nudetöne, die aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken sind. Nicht nur Max Mara hat eine Vorliebe für Nude und offeriert Abendkleider, Jacken und Mäntel in zartem Hautton. Auch pastelliges Türkis, das sowohl Blonden als auch Brünetten steht, ist gefragt. Das Label Elena Miro zeigt feminine Kleider in sämtlichen Braunschattierungen, wobei ein sattes Mocca dominiert. Die teilweise im Color-Blocking-Stil daherkommenden Kleider präsentieren sich dagegen in aufsehenerregenden Kombinationen wie Rot und Pink und dürften eher als Abendkleidung für Modemutige geeignet sein.

Sehr tragbar: Blumendrucke, Retrostil und hüftlange Jacken

Bluegirl lässt Blumen sprechen und schickt seine engelsgleichen Models in duftig-transparenten Kreationen auf den Laufsteg, die über und über mit kleinformatigen Blumen bedruckt sind. Sehr tragbar und ein optischer Hingucker sind vor allem die femininen Kleider und die hüftlangen Jacken im Retrostil, der sich klar an den 1960er Jahren orientieren. Viel Mut zur Farbe zeigt Designer Alberta Ferretti. Er hat nicht nur spektakuläre Grafikmuster im Angebot, sondern setzt mit pinkfarbenen Kleidern auch auffallende farbliche Highlights. Wer mit so viel Farbe nichts anfangen kann, greift auf Altbewährtes zurück. Mit einem klassischen Kleidungsstück wie einem Trenchcoat ist eine Frau im Frühjahr 2012 bei fast jeder Gelegenheit gut angezogen. Nur die wenigsten Frauen werden sich dagegen für die weitgehend transparenten Kreationen von John Richmond erwärmen können. Sie setzen nicht nur eine perfekte Figur, sondern auch eine kälteunempfindliche Trägerin voraus. Weitaus gefälliger sind dagegen seine nudefarbenen Abendkleider mit raffinierten transparenten Einsätzen und die Cocktailkleider im Pailettenstil mit asymmetrischen Schultern.

Der italienische Designer Rocco Barocco mag fließende Abendkleider im Schwarz-Weiß-Look, deren raffiniert geschnittene und opulent verzierte Oberteile ins Auge fallen. Dagegen erinnert sein kurzes weißes Cocktailkleid mit den üppigen Volants an den Ärmeln und am Oberteil eher an eine Gardine und schmuggelt seiner Trägerin locker zehn Kilo mehr auf die Rippen. Ob sich die schlankheitsbewussten Frauen von heute für diesen figurunfreundlichen Stil begeistern können?

Was in der Herbstmode 2012 angesagt ist, lesen Sie in diesem Artikel.