
- Fu Hu u Schnee - Tiergarten Schönbrunn
Über 25.000 Fans des schwarzweißen Fellknäuels haben auf der Internetseite des Tiergartens Schönbrunn ihre Stimme abgegeben. Bis zum Schluss blieb es spannend. Am 22. November 2010 war es soweit: Der Name des kleinen Pandabären ist: "Fu Hu".
Die Namenswahl für den kleinen Pandabären
Das bereits 11 Wochen alte, kugelrunde 4,5 Kilogramm schwere schwarz-weiße Fellknäuel sollte nun einen Namen erhalten. Wie auch bei Panda-Brüderchen Fu Long durfte sich das Publikum an der Namenssuche beteiligen. Vom 9. November bis 21. November konnte man im Internet per Voting mit bestimmen.
Folgende drei chinesische Namen standen zur Wahl:
- Fu Hu = glücklicher Tiger (2010 ist das chinesische Jahr des Tigers.)
- Ao Kang = gesunder österreichischer Bub
- Wei Xing = Freude Wiens
Am 22. November 2011 ist die Entscheidung gefallen: "Fu Hu" hat das Rennen für sich entschieden. Die Hälfte der Stimmen (50,1 Prozent) ging bis gestern Mitternacht an den chinesischen Namen "Fu Hu", der übersetzt "glücklicher Tiger" bedeutet. An die zweite Stelle kam "Wei Xing" ("Freude Wiens") mit 40,8 Prozent.
Die favorisierten Namen der Zoomitarbeiter
"Bei der Namenswahl für seinen Bruder war "Fu Long" von Beginn an klar in Führung. Diesmal hatte auch bei uns im Tiergarten jeder Mitarbeiter einen anderen Favoriten. Mir hat Fu Hu auch am besten gefallen, weil es kurz und einprägsam ist. Außerdem passt Fu Hu zu Fu Long und wir haben in Schönbrunn nach einem glücklichen Drachen nun einen glücklichen Tiger", sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Die offizielle Namensgebung für den kleinen "Fu Hu" am 13. Dezember 2010
Mit einer Beteiligung einer chinesischen Delegation wird der kleine Pandabär Anfang Dezember seinen Namen offiziell erhalten. Gemäß der chinesischen Tradition darf das Pandababy seinen Namen frühestens 100 Tage nach der Geburt erhalten.
Was allerdings abseits von Aberglauben und bösen Omen auch seinen Sinn macht, denn frühestens dann kann man das Pandababy für kurze Zeit von seiner Mutter entfernen, ohne dass es nachher zu Komplikationen kommt.
Von der Geburt bis heute: Die Entwicklung des Pandababys Fu Hu
Genau am dritten Geburtstag von Fu Long, dem 23. August 2010, war im Tiergarten Schönbrunn das neue Pandababy zur Welt gekommen. „Yang Yang hat die Wurfbox am Vormittag nicht mehr verlassen. Um 9.45 Uhr haben wir das Einsetzen der Wehen am Monitor mit verfolgt und den Bildschirm danach keinen Moment mehr aus den Augen gelassen", sagte Zoologin Eveline Dungl, die auch Fu Long die zwei Jahre in Wien begleitet hat.
Das Pandababy war rund 10 bis 12 Zentimeter groß und wog etwa 100 Gramm, ein winziges Würmchen. Um Yang Yang und ihrem Jungen die nötige Ruhe zu gönnen, wurde sogar das Pandahaus bis auf weiteres geschlossen. Nur Papa Long Hui konnte man immer wieder im Außengehege beobachten.
Kamera in die Wurfbox - für Besucher aus aller Welt
Regelmäßige Einblicke per Video in die Wurfbox, auch für die Zoobesucher gleich beim Eingang in den Tiergarten, dokumentierten jedoch die liebevolle Aufzucht durch Mutter Yang Yang. Nach einigen Wochen konnte man, ebenfalls per Video, eindeutig erkennen, dass es ein männliches Jungtier war.
Anfang November wurde der kleine Panda erstmals gewogen. Der Pandabub war ein stattliches Kerlchen. Er brachte 4.540 Gramm auf die Waage und ist damit um rund ein Kilogramm schwerer als sein Bruder Fu Long in diesem Alter. "Wir verfolgen die Entwicklung des Jungtieres vor allem via Monitor und versuchen die Beziehung zwischen Panda-Mutter und Nachwuchs so wenig wie möglich zu beeinflussen.", so Direktorin Dagmar Schratter.
Die Tierpfleger haben das Pandajunge in der Zwischenzeit wieder einmal gewogen und auch erstmals vermessen. Fu Hu wiegt bereits 5,6 Kilogramm und misst 63 Zentimeter. Wirklich ein "glücklicher Tiger", der kleine Fu Hu.
Die ersten Schritte von Fu Hu
Aufgeweckt tapst Klein-Fu Hu bereits durch den Raum, in dem sich die Wurfbox befindet. Dieser Bereich hinter den Kulissen des Pandahauses ist für die Besucher nur sehr spärlich durch eine Tür einsehbar. „Die erste Mini-Runde vor der Wurfbox hat Fu Hu ohne Yang Yang gedreht. Mittlerweile hat sie ihn aber auch schon aus der Wurfbox getragen oder er ist ihr selbstständig gefolgt“, berichtet Zoologin Eveline Dungl. Es ist also nur mehr eine Frage von wenigen Tagen oder Wochen bis er für die Besucher zu sehen sein wird.
Ein kleiner glücklicher Pandabär im April 2011
Mit etwas Glück ist der kleine Racker auch für die Zuschauer zu sehen, denn er krabbelt schon eifrig herum. So ab dem späten Vormittag ist seine aufgeweckteste Zeit.
Zum ersten Geburtstag eine Fete in Schönbrunn
So wünscht der Zoo Fu Hu alles Gute!
Fu Hu und sein erster Schnee im Januar 2012
Nachdem es in Wien endlich auch geschneit hat, steht dem Wintervergnügen nichts mehr im Wege. Der kleine Panda Fu Hu tapst durch das verschneite Gehege im Tiergarten Schönbrunn. Wie alle Tierkinder kugelt er vergnügt im Schnee herum, klettert auf die verschneiten Baumstämme und schnuppert neugierig an der Schneedecke. Es ist der erste Schnee in seinem Leben. Den vergangenen Winter hat der kleine Panda noch in der Wurfbox verbracht. Da Pandabären im rauen Klima Chinas leben, ist es für ihn ein natürliches Element.
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Quelle: Tiergarten Schönbrunn, Wien
Bildnachweis: Tiergarten Schönbrunn/Renate Haider, Daniel Zupanc, Norbert Potensky
