Fünf ETFs, die den Euro Stoxx 50 nachbilden

Mit Indexfonds in europäische Standardaktien investieren

Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) werden auch bei Privatanlegern beliebter. Mit diesen fünf Fonds können Sie in die wichtigsten Aktien der Eurozone investieren.

Abgeltungssteuer hin, Finanzkrise her: ETFs (Exchange Traded Funds) sind in. Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge hatten Anleger Ende 2008 insgesamt 84 Milliarden in ETFs investiert – 17 Milliarden mehr als ein Jahr zuvor. Während ETFs lange Zeit vor allem von institutionellen Anlegern genutzt wurden, lassen sich zunehmend auch Privatanleger von Vorteilen wie den geringen Kosten der Fonds überzeugen.

Als Grundbestandteil ihres Depots wählen viele Anleger Indexfonds, die die Entwicklung des Euro Stoxx 50 nachvollziehen, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone umfasst. Suite101 stellt fünf ETFs vor, die diesen Index nachbilden.

1. Der iShares DJ Euro Stoxx 50 (DE) WKN 593395

Marktführer iShares hat einen in Deutschland aufgelegten ETF im Angebot, der den Euro Stoxx 50 über volle Replikation abbildet. Der ETF hält also tatsächlich alle im Index enthaltenen Aktien. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht (siehe unten).

Der iShares-ETF bildet den Euro Stoxx 50 als Preisindex nach, also ohne Dividenden. Die werden regelmäßig an die Anleger ausgeschüttet. Ein Vorteil ist die schiere Größe des Fonds. Die macht erstens eine Fondsschließung unwahrscheinlich und sorgt zweitens für eine ständige Handelbarkeit. Nach Angaben der Deutschen Börse wurden im vergangenen Jahr täglich im Durchschnitt Fondsanteile im Wert von 48,6 Millionen Euro gehandelt.

  • Auflagedatum: 3. Januar 2001
  • Fondsvolumen (30. Dezember 2008): 3,35 Milliarden Euro
  • Xetra-Liquiditätsmaß: 596,81
  • Maximaler Spread: 1 Prozent
  • Verwaltungsgebühr: 0,15 Prozent
  • Ertragsverwendung: ausschüttend

Daneben vertreibt iShares auch einen in Irland aufgelegten ETF auf den Euro Stoxx 50 (WKN 935927).

2. Der Lyxor ETF DJ Euro Stoxx 50 WKN 798328

Lyxor ETF, eine Tochter der französischen Großbank Société Générale, zählt zu den ETF-Pionieren auf dem deutschen Markt. Im Unterschied zu iShares setzt Lyxor bei der Nachbildung des Index auf synthetische Replikation: Sie nutzen Swaps, um die Entwicklung des Euro Stoxx 50 nachzuvollziehen. Das soll Kosten sparen und den so genannten Tracking Error minimieren – die Abweichung des Fonds vom Index, den er verfolgt.

Auffällig ist allerdings, dass die Verwaltungsgebühr höher liegt als bei allen anderen hier vorgestellten Fonds.

  • Auflagedatum: 29. November 2002
  • Fondsvolumen (30. Dezember 2008): 5,28 Milliarden Euro
  • Xetra-Liquiditätsmaß: 90,65
  • Maximaler Spread: 5 Prozent
  • Verwaltungsgebühr: 0,25 Prozent
  • Ertragsverwendung: ausschüttend

3. Der db x-trackers DJ Euro Stoxx 50 ETF – WKN DBX1EU

Auch die ETF-Tochter der Deutschen Bank bietet einen Indexfonds an, der den Euro Stoxx 50 abbildet. Der hat seinen Sitz allerdings – wie viele andere Investmentfonds auch – im liberalen Luxemburg.

  • Auflagedatum: 17. Januar 2007
  • Fondsvolumen (30. Dezember 2008): 1,22 Milliarden Euro
  • Xetra-Liquiditätsmaß: 153,67
  • Maximaler Spread: 3 Prozent
  • Verwaltungsgebühr: 0,15 Prozent
  • Ertragsverwendung: ausschüttend

Neben dem hier vorgestellten ausschüttenden ETF hat die Deutsche Bank auch einen thesaurierenden ETF (WKN DBX1ET) im Angebot, der die Entwicklung des Euro Stoxx 50 als Performance-Index nachvollzieht.

4. Der ETFlab DJ Euro Stoxx 50 – WKN ETFL02

Der deutsche Anbieter ETFlab setzt wie iShares auf volle Replikation. Kostennachteile versucht die Fondsgesellschaft auszugleichen, indem sie die Wertpapiere im Besitz des Fonds an instutionelle Investoren verleiht. Dadurch werden zusätzliche Einnahmen erzielt.

  • Auflagedatum: 31. März 2008
  • Fondsvolumen (30. Dezember 2008): 241 Millionen Euro
  • Xetra-Liquiditätsmaß: 31,62
  • Maximaler Spread: 1 Prozent
  • Verwaltungsgebühr: 0,15 Prozent
  • Ertragsverwendung: ausschüttend

5. Der ComStage ETF DJ Euro Stoxx 50 TR – ETF050

Die Commerzbank-Tochtergesellschaft Comstage führte ihre ETFs inmitten der Finanzkrise des Jahres 2008 auf dem deutschen Markt ein. Auch Comstage setzt auf synthetische Replikation des Euro Stoxx 50. Der ETF glänzt mit einer besonders niedrigen Verwaltungsgebühr von 0,1 Prozent und schüttet Dividenden nicht aus, sondern thesauriert sie.

  • Auflagedatum: 8. September 2008
  • Fondsvolumen (30. Dezember 2008): 228 Millionen Euro
  • Xetra-Liquiditätsmaß: 4,36
  • Maximaler Spread: 2,5 Prozent
  • Verwaltungsgebühr: 0,1 Prozent
  • Ertragsverwendung: thesaurierend

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen qualifizierten Anlageberater - nicht ersetzen kann.