Für den Grillabend einkaufen

Eine kleine Warenkunde über Grills und Fleischsorten

Anstrengend: Das Putzen danach - pixelio.de
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Überlegen Sie sich gut, was Sie für ein Barbecue einkaufen. Das gilt für den Grill, und erst recht für das Fleisch. Denn jede Sorte hat ihre Besonderheiten.

Rind: Heiß und kurz

Für Rindfleisch muss der Grill richtig schön heiß sein. Verwenden Sie möglichst mit Fett durchwachsene oder marmorierte Stücke wie Rumpsteaks oder Lendenfilets. Beträufeln Sie das Fleisch kurz vorher mit etwas Öl, dazu kommt ordentlich Pfeffer, und grillen Sie es dann bei starker Hitze und nur für kurze Zeit: Die Garzeiten für ein 2,5 Zentimeter dickes Steak betragen zwischen zwei („rare“ – blutig) und sieben Minuten („well-done“– durchgebraten). „Medium“, also innen rosa, ist das Fleisch nach etwa vier Minuten.

Schwein: Am besten marinieren

Magere Stücke vom Schwein (etwa Koteletts und Rippchen) sollten Sie vor dem Grillen marinieren, dann bleiben sie schön saftig. Oder kaufen Sie Nackensteaks, die gelingen auch ohne Marinade, weil sie gut mit Fett durchzogen sind. Große Schweinefleischstücke sollten besser klein geschnitten und auf Spießen gegrillt werden.

Unser Tipp für eine leckere Marinade: Knoblauch, Pfeffer, Thymian, Chilipulver, Olivenöl und Balsamico-Essig verrühren und das Fleisch damit ungefähr zwei Stunden vorher einreiben. Auf dem Grill benötigt Schweinefleisch von jeder Seite etwa acht bis zehn Minuten bei mittlerer Hitze, dabei sollte es immer vollständig durchgaren.

Lamm: Das ideale Grillfleisch

Zum Grillen eignet sich Lammfleisch besonders gut, da es schön gleichmäßig durchwachsen ist und sich leicht vorbereiten lässt: Zunächst das überschüssige Fett abschneiden und bei größeren Stücken die dünne, durchsichtige Haut entfernen, die das Fleisch umgibt. Lammfleisch sollte bei mittlerer Hitze auf den Grill gebraten werden. Es ist servierfertig, wenn sich außen eine knusprige Haut gebildet hat. Innen darf Lammfleisch gerne noch etwas rosig, aber nicht mehr blutig sein.Besonders köstlich schmeckt Lamm, wenn es vor dem Grillen ein bis zwei Stunden lang in einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft und Rosmarin eingelegt wurde. So werden Lammkoteletts, -spieße und -keulen noch zarter.

Geflügel sorgt für Abwechslung

Mit Geflügel können Sie ein Barbecue wunderbar abrunden. Die Auswahl ist groß: Es eignen sich Hähnchenbrustfilets mit und ohne Haut, Hähnchenkeulen sowie -flügel, Teile von der Putenbrust, Entenbrüste, Wachteln und Stubenküken. Dabei sollte man bedenken, dass einige Spezialitäten eventuell nur in Fachgeschäften erhältlich sind oder vorbestellt werden müssen. Das Geflügelfleisch ist sehr mager, deswegen geht hier ohne Marinade gar nichts.

Kartoffeln gehören dazu

Kartoffeln dürfen auf keinen Fall fehlen, sie sind eine beliebte und gesunde Beilage. Ideal sind Folienkartoffeln, die in der Glut garen und Kartoffelhälften, die mit der Schnittfläche auf den Grillrost gelegt werden. Kochen Sie die Kartoffeln aber etwas vor, sonst kann der Abend lang werden. Dazu schmeckt Sour-Creme, Kräuterquark oder Zaziki.

Kohle, Gas oder Strom?

Gleich drei verschiedene Energiequellen stehen für einen Grillabend zur Verfügung. Dabei gibt es jeweils eine Vielzahl von Modellen aller Preiskategorien. Bei der Wahl des Grillgeräts sollten Sie zunächst Prioritäten setzen: Steht Gemütlichkeit und Romantik an erster Stelle oder der praktische Nutzen? Wichtig ist in jedem Fall, dass der Grills kippsicher und leicht zu montieren ist.

Romantik mit Holzkohle

Viele Grillfans schwören auf das klassische Holzkohlefeuer. Das Knistern und Knacken beim Anheizen sorgt für eine heimelige Stimmung, die an Lagerfeuer-Romantik erinnert. Ein weiterer Vorteil ist der meist günstige Anschaffungspreis: Kleine Wegwerfgrills sind schon für wenige Euro zu haben. Sie eigenen sich vorzüglich für spontane Aktionen, denn es gibt sie auch schon im Set mit Kohle und Anzündhilfe. Allerdings benötigen Holzkohlegrills eine längere Anheizzeit und sind nicht so leicht zu regulieren wie Gas oder Strom. Erst wenn die Kohle mit einer feinen weißen Ascheschicht überzogen ist, kann der Spaß beginnen. Das kann, je nach Grill, bis zu eine Stunde dauern. Holzkohlebriketts brauchen sogar noch etwas länger, dafür halten sie die Temperatur besser.

Gas und Strom – die Dauerbrenner

Für eine Gartenparty sind große Gas- und Elektrogrills ideal. Sie lassen sich einfach und schnell anheizen und halten die Temperatur. Die Grillzeit ist sozusagen unbegrenzt. Elektrogrills benötigen nur eine Steckdose (eventuell noch ein Verlängerungskabel) und können sogar in geschlossenen Räumen verwendet werden. Für das Grillvergnügen im Park oder am See scheiden Elektrogrills natürlich aus, aber dann ist Gas eine gute Alternative. Eine Gasflasche reicht meist für mehrere Grillpartys. Beachten Sie aber die Sicherheitsvorkehrungen. Ein Nachteil der Gas- und Elektrogeräte ist der größere Reinigungsaufwand. Die Geräte müssen auseinandergebaut werden, damit die Auffangwanne gesäubert werden kann.

Christine Lendt - Lebensmittel und Tauchsport haben viel gemeinsam. Zumindest, wenn man für einen Fachverlag textet und nebenbei anderen zeigt, wie das ...

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