
- Faltblatt zum Fürst-Pückler-Weg - Tourismusverband Niederlausitz
Der rund 500 Kilometer lange Fürst-Pückler-Weg ist nur einer unter vielen Radwegen durch das Land Brandenburg. Er verbindet die Projekte der Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land 2000 – 2010 miteinander. Dazu ist dieser Rundweg durch die Lausitz mit vier Sternen des Allgemeinen Deutschen FahrradClubs zertifiziert und gehört zu den längsten Radrundwegen in Deutschland. Am Fürst-Pückler-Weg gibt es 340 Bed & Bike-Unterkünfte. Das macht eine einfache Tourenplanung möglich.
Die Idee zum Fürst-Pückler-Weg
Seit vielen Jahrzehnten wird in der Lausitz Braunkohle gewonnen. Die Tagebaue haben nachhaltig das Gesicht der Landschaft verändert. Heute entstehen im Rahmen der Bergbausanierung ausgekohlter Tagebaue wieder völlig neue Landschaften. Und in der Zeit zwischen Bergbau und Sanierung bieten die ehemaligen Tagebaue ganz eigene Reize. So bietet die Lausitz derzeit eine ganz besondere Mischung von alten Kulturlandschaften, aktivem Tagebau und neuem Land.
Das zentrale Thema der IBA Fürst-Pückler-Land 2000 - 2010 war die Lausitzer Landschaft und ihre Veränderungen im Zuge der Bergbausanierung. Als Namensgeber wurde Hermann Fürst von Pückler-Muskau gewählt. Der hat mit seinen Landschaftsgärten in Muskau und Branitz ungewöhnliche Ideen für die Gestaltung von Landschaften umgesetzt. Der Fürst-Pückler-Weg verbindet die besonderen Sehenswürdigkeiten des „Fürst-Pückler-Landes" mit fast allen der 30 IBA-Projekte zu Themen wie Industriekultur, Wasserwelt und Landschaftskunst miteinander.
Vorschlag für eine Runde über den Fürst-Pückler-Weg
In Großräschen bieten die IBA-Terrassen am Ilse-See einen Überblick über die Projekte der 10 Jahre dauernden Bauausstellung Fürst-Pückler-Land. Das ist der richtige Ort zur Einstimmung auf die Fürst-Pückler-Tour. Von Großräschen geht es auf die erste Etappe von rund 70 Kilometern. Erstes Ziel ist Pritzen. Dort sind in der Kunstscheune Objekte der Biennale zu bewundern. Bei Drebkau führt der Weg um den Gräbendorfer See mit den Schwimmenden Häusern. Über Altdöbern geht es nach Fürstlich Drehna mit dem Schloss und dem großen Landschaftspark.
Von Fürstlich Drehna führt die zweite etwa 80 Kilometer lange Etappe via Luckau zu der von der Heinz-Sielmann-Stiftung betreuten Naturlandschaft Wanninchen. Weiter geht es durch die Calauer Schweiz nach Raddusch. Hier sollte ein Besuch der Slawenburg Raddusch eingeplant werden. Dort werden die Zeugen der Vergangenheit, die die Archäologen vor dem Braunkohlebagger retteten, präsentiert. Dann geht es in den Spreewald zum Tagesziel Burg.
Die dritte Etappe von rund 50 Kilometern folgt der Spree durch liebliche Landschaften. Dann folgen harte Kontraste. Hinter Peitz taucht das weithin sichtbare Kraftwerk Jänschwalde auf. Dann führt der Weg nach Cottbus. Die größte Stadt der Lausitz bietet viel Sehenswertes. Und Folgen des Wandels der letzten zwei Jahrzehnte macht der Stadtumbau im Neubaugebiet Sachsendorf/Madlow deutlich.
Die vierte Etappe von 60 Kilometern führt durch die Werke des Fürsten Pückler: Sie beginnt im Park des Schlosses Branitz. Über die Tuchmacherstadt Forst mit ihrem Rosengarten geht es zum Tagesziel Bad Muskau mit dem Muskauer Park.
Mit knapp 50 Kilometer folgt eine Erholungsetappe durch den eiszeitlichen Muskauer Faltenbogen über Kromlau und Schleife nach Spremberg.
Von Spremberg führt die sechste Etappe mit rund 70 Kilometern Länge in das Lausitzer Seenland. Zunächst geht es durch Welzow mit dem noch aktiven Tagebau. Dann geht es in das Braunkohlesanierungsgebiet. Hier entsteht in der Lausitz eine völlig neue Landschaft. Die von den Tagebauen geschaffenen Restlöcher werden nun in eine Wasserlandschaft umgestaltet. Wenn alle Seen gefüllt sind, dann gibt es hier ungefähr 14.000 Hektar Wasserfläche. Im Zentrum werden die neuen Seen durch schiffbare Kanäle miteinander verbunden. Via Senftenberg und Großräschen führt diese Etappe nach Lauchhammer mit den markanten Biotürmen und dem Kunstgussmuseum.
Die siebte Etappe von rund 60 Kilometern folgt vor allem der Route der Industriekultur durch die Niederlausitzer Heidelandschaft. Da steht in Plessa ein historisches Kraftwerk. Über Elsterwerda und Bad Liebenwerda geht es nach Domsdorf mit der historischen Brikettfabrik Louise. Tagesziel ist Doberlug-Kirchhain.
Die achte Etappe misst nur noch rund 45 Kilometer. Erste Station ist Lichterfeld mit der Förderbrücke F 60. Ein Aufstieg auf diesen „liegenden Eifelturm“ sollte unbedingt eingeplant werden. Über Sallast geht es zurück zum IBA-Zentrum Großräschen. Hier am werdenden Ilse-See kann die Fürst-Pückler-Tour dann Revue passieren.
Führer über den Fürst-Pückler-Weg
- Elsterbauer: Fürst-Pückler-Weg. Verlag Esterbauer GmbH, ISBN 978-3-85000-285-5
Mehr Information zum Fürst-Pückler-Weg
- Tourismusverband Niederlausitz e.V.: Fürst-Pückler-Weg
- Tourismusverband Elbe-Elster-Land e.V.: Fürst-Pückler-Weg
- adfc: Fürst-Pückler-Weg
