Fußball – Die neuen Stars der Liga 2009/2010

Die deutschen Bundesligisten haben neue Qualität verpflichtet

Deutsche Fußball-Fans dürfen sich in der Saison 2009/2010 über neue Attraktionen in der Bundesliga freuen. Die Vereine haben international erfahrene Spieler verpflichtet.

Mit Spielmacher Diego (von Werder Bremen zu Juventus Turin) und Abwehrspieler Lucio (FC Bayern München zu Inter Mailand) hat die Fußball-Bundesliga im Sommer 2009 zwei überragende Spieler der letzten Jahre verloren. Doch für Nachschub ist gesorgt. Die Vereine haben auf dem Transfermarkt zugeschlagen und dabei Spieler verpflichtet, die sich auf internationaler Ebene einen Namen machen konnten. Auf ein Sextett können sich die Anhänger in der Saison 2009/2010 besonders freuen.

Pavel Pogrebnyak beim VfB Stuttgart

Im UEFA-Pokal 2007/2008 schoss sich der Russe ins Rampenlicht. In 13 Spielen erzielte er für Zenit St. Petersburg zehn Tore. Das musste auch der FC Bayern München leidvoll erfahren. Im Halbfinal-Rückspiel knipste Pogrebnyak im Doppelpack zum 4:0-Erfolg. Beim Finalsieg gegen die Glasgow Rangers (2:0) musste der 25-Jährige jedoch passen. Nur in der Nationalelf will es noch nicht ganz so gut klappen. Da ist er hinter Andrey Arshavin (FC Arsenal) und Roman Pavlyuchenko (Tottenham Hotspur) nur Angreifer Nummer drei.

Anatoliy Timoshchuk beim FC Bayern München

Einen alten Teamkollegen wird Pogrebnyak in den Duellen mit dem FC Bayern München treffen. Dort soll Anatoliy Timoshchuk in der Zentrale Regie führen. Zwei Jahre war der Ukrainer Führungsfigur in St. Petersburg. Zuvor stand er neun Jahre bei Schachtjor Donezk unter Vertrag. Er gilt als Leadertyp. Seit sieben Jahren spielt der 30-Jährige in der ukrainischen Nationalmannschaft.

Maniche beim 1. FC Köln

Seine Verpflichtung war die große Überraschung am Geißbockheim. Der 31-Jährige ist langjähriges Mitglied in Portugals Nationalelf. Auf Vereinsebene sammelte er internationale Erfahrung bei Atletico Madrid, Inter Mailand und dem FC Chelsea. Er gilt als Führungspersönlichkeit mit guter Technik, der aus dem zentralen Mittelfeld Akzente setzen kann. Allerdings gilt er als schwieriger Charakter. Deshalb wurde er zuletzt in Madrid suspendiert und ist seit April ohne Spielpraxis.

Obafemi Martins beim VfL Wolfsburg

In vielen Bundesligavereinen hätte der Nigerianer seinen Stammplatz sicher. Beim VfL Wolfsburg muss er sich erst einmal hinter Grafite und Edin Dzeko anstellen, die in der letzten Saison mit zusammen 54 Toren einen neuen Bundesligarekord aufstellten. Auf seine Spiele wird Obafemi Martins in den drei Wettbewerben (Liga, DFB-Pokal, Champions League) trotzdem kommen. Auf zehn Tore, die er jeweils in den letzten drei Jahren für Newcastle United in der Premier League erzielte, sollte er kommen. Der 24-jährige Nationalspieler zählte zudem schon drei Jahre lang zur Stammelf von Inter Mailand.

David Rozehnal beim Hamburger SV

Aus Italien kommt auch David Rozehnal in die Bundesliga. Beim Hamburger SV soll er neben Joris Mathjisen das neue Innenverteidiger-Duo bilden. Der beidfüßige Tscheche zählt zum festen Inventar in der Nationalmannschaft seines Landes. Auch im Verein hat er sich in den letzten Jahren einen Namen als starker Abwehrspieler gemacht. Sowohl bei Paris St. Germain, Newcastle United und Lazio Rom war er Stammspieler. Diese Erfahrung soll er nun in der Hansestadt einbringen.

Lucas Barrios bei Borussia Dortmund

Lucas Barrios kommt als aktueller Welttorjäger auf Klubebene in den Ruhrpott. Im letzten Jahr erzielte der 24-jährige für Colo Colo in Chile beeindruckende 37 Tore. In lediglich 38 Spielen. Damit lasten große Erwartungen auf den Nachfolger von Alexander Frei (FC Basel). Bisher spielte er nur in Mittel- und Südamerika (Mexiko, Argentinien und Chile). Nationaltrainer Diego Maradona nominierte ihn jüngst in die Nationalmannschaft Argentiniens.

Sami Hyypiä bei Bayer 04 Leverkusen

Sein Karriereende wird Sami Hyypiä wohl in Leverkusen erleben. Mit 35 Jahren zählt er nicht mehr zu den Jünsgten. Dafür kann er sein Schnelligkeitsdefizit dank großer Erfahrung durch geschicktes Stellungsspiel ausgleichen. Der Hühne (1,93 Meter) gilt als kompromisslos im Zweikampf, aber gleichzeitig überaus fair. Zudem ist er treu. Vor seinem Engagement bei Bayer 04 stand er zehn Jahre in der Abwehr vom FC Liverpool. Zudem ist er noch immer fester Bestandteil der Nationalmannschaft.

Andre Gierke, Andre Gierke

Andre Gierke - Ich arbeite seit einiger Zeit nebenberuflich als Freier Journalist für diverse Sport-Publikationen und betreibe im Internet meine ...

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