Bis in die frühgeschichtliche Zeit kann die Fußreflexzonentherapie verfolgt werden, in der Druckanwendungen als vorbeugende und heilende Behandlungsmethode durchgeführt wurden. Die älteste Darstellung der Therapie kommt aus Ägypten. Die Inkas haben ebenfalls eine ähnliche Therapie entwickelt.
Die moderne Reflexzonentherapie
Dr.William H. Fitzgerald (1872-1942) ist der Begründer der modernen Reflexzonentherapie. Er war Arzt und in vielen Städten auf der Welt tätig. Er beschäftigte sich mit den Druckpunkten der Hautoberfläche. Er fand heraus, dass ein auf die Finger ausgeübter Druck zur Schmerzfreiheit in Hand, Schulter und Armen führen kann und bis hinauf zu Kiefer, Gesicht, Ohren und Nase reichen kann. Daraufhin unterteile er den Körper in 10 Zonen, die sog."Headschen Zonen" ein, die den Körper der Länge nach von Kopf bis Fuß durchziehen. Die Theorie war, dass Körperteile, die in einer bestimmten Zone liegen, miteinander durch einen Energiestrom verbunden sind, dadurch beeinflussen sich die Teile gegenseitig. Nach weiteren Nachforschungen und Verfeinerungen der Technik, trennte Eunice Ingham erstmalig die Reflexzonen der Füße von der Zonentherapie. Sie unterteilte die Füße entsprechend ihrer Zonen und Wirkung auf den Körper. So entwickelte sie eine Karte, die den gesamten menschlichen Organismus darstellt, der sich auf den Füßen wiederspiegelt.
Hanne Marquardt, Begründerin in Deutschland
Ende der 1950er Jahre brachte die Heilpraktikerin, Physiotherapeutin und Krankenschwester Hanne Marquardt die Reflexzonentherapie nach Deutschland. Sie wurde von ihr weiterentwickelt. Inzwischen gibt es zahlreiche Lehranstalten, in denen die Methode unterrichtet wird.
Wirkungsweise der Massage
Wissenschaftliche Studien bestätigen immer häufiger die Wirksamkeit der alten Lehren. So stellte man z.B. an der Universität in Würzburg mittels Ultraschall fest, dass gezielte Behandlung bestimmter Nierenzonen am Fuß die Nierendurchblutung positiv beeinflussen kann. Stimuliert wurden die in der Fußreflexologie angegebenen Nierenzonenpunkte. Reflexstellen daneben hatten keinen Einfluss. Die Reflexzonentherapie nutzt Übertragungswege im Körper, die nicht unbedingt den klassischen Nervenbahnen folgen. Es gibt drei grundlegende Thesen der Reflexzonentherapie:
1. Über die Haut können innere Organe beeinflusst werden.
2. Innere Erkrankungen sind organfern am Fuß ertastbar.
3. Vom Fuß her kann auf alle Organe gewirkt werden.
Folgende Erkrankungen lassen sich gut an den Reflexzonen therapieren
Akne, Allergie, Angina, Armbeschwerden, Arteriosklerose, Arthrose, Atembeschwerden, Erkrankungen der Luftwege, Augenbeschwerden, Bandscheibenbeschwerden, Blähungen, Blasenentzündung, Gallenblasenbeschwerden, Grippaler Infekt, Hexenschuss, Hüfgelenksschmerzen, Ischiasbeschwerden, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Muskelkater, Nierenbeschwerden, Rheuma, Übergewicht (diese Liste erhebt kein Anspruch auf Vollständigkeit).
Kontraindikationen für die Fußreflexzonentherapie
Akute Erkrankungen im Venen- und Lymphsystem, infektiöse und hochfieberhafte Erkrankungen, Gangrän (Gewebeschaden bis zur Nekrose durch Durchblutungsstörungen) am Fuß, Psychosen (außer die Kranken werden ärztlich gezielt betreut), Risikoschwangerschaft, Schwangerschaft im frühen Stadium, rheumatische Erkrankungen, die die Fußgelenke akut belasten.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
