Gärten und Parks in Lissabon

Jardim Botânico da Ajuda - Panoramio Jozhef
Jardim Botânico da Ajuda - Panoramio Jozhef
Das ganze Jahr über blüht es in Lissabon. Doch der Frühling ist besonders farbenprächtig.

Inmitten von verkehrsreichen Kreiseln bringen im Winter Schwertlilien und Rosen Farbe neben den Asphalt. Die Blüten von Orangen- und Zitronenbäumen verteilen ihr süßes Parfüm im Frühjahr an ihre Umgebung. Im Mai sticht das Lila der blühenden Jacarandas aus dem Häusermeer hervor. Im Sommer leuchten Bougainvillea und Oleander in vielen Ecken und Gassen. Neben Dauerblühern sind Mispeln im November an der Reihe.

Lissabons wichtigste botanische Gärten

Der Jardim Botânico da Ajuda, im gleichnamigen Stadtteil gelegen, ist der älteste. Barocke Treppenaufgänge und Brunnenteiche aus dem 18. Jahrhundert sind noch Zeugen seiner Entstehung. Ein Stück weiter unterhalb, in Belém, gleich neben dem Hieronymus-Kloster, lockt der Jardim Ultramarino mit exotischen Pflanzen aus Übersee.

Im Stadtteil Estrela, mit Blick auf die weiße Basilika, stehen dem Besucher die Tore des Jardim da Estrela offen. Er ist der älteste öffentliche Park der Stadt und einer, den die Lissaboner am meisten besuchen.

Oberhalb des Hauptverkehrsknotenpunkts der Stadt, dem Marquês de Pombal-Platz, breitet sich der Parque Eduardo VII. aus. Im Mai findet hier die Buchmesse statt. Ein ehemaliger Steinbruch, am westlichen Rand, wurde 1930 überdacht und mit tropischen Pflanzen ausgestattet. Die Estufa Fria.

Eine Oase im hektischen Verkehr von Lissabon ist der Park der Stiftung Gulbenkian, an der Praça de Espanha. Verschiedene Landschaften sind hier im Kleinformat nachgebildet. Der Besuch von Museen und Konzerten kann mit einem Mittagsschläfchen in der Sonne oder im Schatten kombiniert werden. Schließlich wartet im Zentrum des historischen Lissabon der Jardim Botânico von 1837 auf. Er gehört zur Universität für Naturwissenschaften, die auf ihre prächtigen Exotenbäume aus fünf Kontinenten stolz ist.

Exotische Bäume

Lissabons mildes Klima bewirkt, dass viele exotische Vertreter der weltweiten Flora sich hier wohl fühlen. Besonders interessant sind die großen Bäume, die das Stadtbild prägen. Für europäische Städte ist der Anblick von seltenen Araukarienarten nicht gerade gewöhnlich.

An vielen kleinen Grünanlagen spenden mächtige Ceiba-Arten wie der Florettseidenbaum aus Brasilien Schatten. Unter der ausladenden Baumkrone hängen kuriose Früchte.

Auch der Ombubaum aus Südamerika ist präsent. Sein dickes Laub ermöglicht dem schirmlosen Fußgänger bei Regen einen trockenen Unterstand.

Der gewöhnliche Gummibaum, der viele Wohnzimmer ziert, kann im Freien zum Riesen werden, wie es im Jardim Constantino der Fall ist.

Die Gärten alter Wohnpaläste in neueren Teilen Lissabons

Manche der Gärten alter Wohnpaläste, um die im Laufe der Zeit die Stadt gewachsen ist, bestehen weiterhin. Sie sind oft die letzten geschichtlichen Überbleibsel in den neueren Stadtteilen. Palmen, Zypressen, Orangen- und Olivenhaine vermitteln ein mediterranes Flair, das sowohl Einwohner als auch Besucher schätzen.

In einigen dieser früheren Landsitze sind auch öffentliche Einrichtungen untergebracht. Beispiele hierfür sind der Palácio Beau Séjour und der neue Parque do Bensaúde in Benfica oder der Parque do Monteiro-Mor in Lumiar, zu dem auch das Museu do Teatro gehört.

Rainer Dittmann - 1964 in Stuttgart geboren, hat mich der Wind früh Richtung Südwesten geweht. Spanien schien mir als der geeignete Ort für ...

rss