
- Ein Platz zum Ausruhen, Schauen und Speisen. - Kuchenbecker
Peter Pfertner ist von Beruf her eigentlich Architekt. Ein Architekt, der sich für Kunst interessiert, sie vermittelte, sie weitergab. Seine Liebe zu Räumen, zum Minimalismus und zu seiner Familie haben ihn heute zu einem Galeristen werden lassen – einem mit einem ganz besonderen Konzept: Minimalistische Kunst mit großen kulinarischen Genüssen.
Das Motto lautet: 6 x Minimalismus pur
pp projects – so heißt die Galerie von Peter Pfertner in der Hamburg. Der 47-Jährige zeigt hier sechs Ausstellungen im Jahr. Sie haben meist einen minimalistischen Charakter, denn bei Pfertner ist alles klar und minimal: beim Mobiliar ebenso wie in der Kunst. Und so zieht sich dieses Motto auch durch das Galeriekonzept. „Es war ein Traum von mir, eine Galerie mit einer Gastronomie zu verbinden“, sagt Pfertner. Im Juli 2007 erfüllte er sich diesen.
Die Galerie besteht aus einem einzigen, großflächigen Raum, der minimalistisch möbliert ist. Sie bietet so noch mehr Raum für noch mehr minimalistische Kunst. Dabei heißt es nicht, dass die Werke bei pp projects klein und übersehbar sind. Nicht immer. Werke können auch schon mal aus bis zu 150 Einzelteilen bestehen, von denen das Auge „denkt“ es sei nur ein einziges Element, weiß Pfertner. Das Besondere hierbei: die Kunst wirkt „nutzbar“.
Kunst und Gastronomie verschmelzen in einem Raum
Wer sagt denn, man dürfe in Galerien nicht essen? Essen und Kunst haben vieles gemein. Und bei pp projects teilen sie sich eine Bühne. Obwohl die Galerie aus nur einem großen Raum besteht, wirkt sie doch unterteilt. Während im vorderen Teil die Gastronomie mit einzelnen Kunstwerken angesiedelt ist, ist der hintere Bereich vollständig auf die Kunst ausgerichtet.
Über dem Essbereich zieren Ausstellungsstücke die Wände – was der Gemütlichkeit keinen Abbruch tut. Im Gegenteil. Durch die Kombination Galerie mit einem BarCafé werden auch andere Besuchergruppen, wie junge Menschen, angesprochen und kommen lebendig mit Kunst in Berührung. Bei hausgemachter Pasta und selbstgebackenem Kuchen wird Kunstgenuss zelebriert.
Der Galerist und seine Künstler kennen sich gut
Galerist Peter Pfertner kennt „seine“ Künstler gut: „Bei mir stellen Künstler aus, die ich seit Jahren kenne.“ So auch Silky Thoss, Nils Kistner und Irina Rohpeter oder auch Maren Schimmer, Doris Marten und Dorothee Joachim. Auch Katharina Kohl gesellt sich in diesen Kreis. Die Künstlerin zeigt derzeit ihre Ausstellung „Blickraum“ in den Räumen von pp projects.
Die Ausstellung „Blickraum" ist bei pp projects (Wexstraße 38, 20355 Hamburg) bis zum 30. Mai 2009 von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonnabend von 12 bis 15 Uhr geöffnet.
