Galopp - der Rheinland-Pokal 2010 in Köln

Gute Chancen: Wiener Walzer ist Mitfavorit in Köln - M. Rühl
Gute Chancen: Wiener Walzer ist Mitfavorit in Köln - M. Rühl
Nach der Derbywoche treffen sich in Köln 2010 erstmals die Besten aller Jahrgänge auf Gruppe-1-Ebene im Kölner Rheinland-Pokal. Favorit ist Zazou.

Die Kölner Galopprennbahn in Weidenpesch ist eine der wichtigsten des Landes. Dementsprechend finden dort auch zwei der nur insgesamt sechs Rennen auf höchster Ebene in Deutschland statt. Den Auftakt macht am 15.08.2010 dies diesjährige Auflage des Rheinland-Pokals. Das Steherrennen über 2.400m ist mit insgesamt 155.000 Euro dotiert. Es war schon häufig die erste Anlaufstation des Derbysiegers nach dem Hamburger Sieg.

Derbysieger Buzzword fehlt in Köln

Das ist 2010 leider nicht der Fall. Der von Saeed Bin Suroor für den Godolphin-Stall im englischen Newmarket trainierte Buzzword schlägt eine alternative Route in seinem Heimatland ein. Dennoch ist sein mächtiger Stall in Köln vertreten. Denn mit dem von Weltklassejockey Lanfranco Dettori gerittenen Campanologist kommt ein anderer Godolphin-Kandidat ins Rheinland.

Der Fünfjährige könnte durchaus die Favoritenrolle im Rheinland-Pokal übernehmen. Immerhin gewann Campanologist zuletzt mit dem Deutschland-Preis in Hamburg bereits ein Gruppe-1-Rennen in Deutschland. In seiner Heimat ist er auf dieser Ebene aber noch nicht nach vorn gelaufen.

Interessant ist sicher auch der norwegische Gast Apple Au Maitre. Der Vertreter von Wido Neuroth ist in Deutschland kein Unbekannter. Er gewann in diesem Jahr bereits ein Gruppe-3-Rennen in der Domstadt. Im Vorjahr konnte er sich in Düsseldorf einmal auf höchster Ebene als Dritter profilieren.

Zazou und Wiener Walzer führen das deutsche Aufgebot im Köln an

Im heimischen Kontigent macht der Derbyzweite Zazou am ehesten den Eindruck, das Rennen im Lande halten zu können. Der Lomitas-Sohn galt nach seiner Gala im Union-Rennen als Favorit für das "Blaue Band". Dort schien ihm der Weg zu weit zu werden. Falls er die Distanz diesmal durchsteht, ist er der erste Anwärter auf den Sieg.

Stärkster Vertreter der älteren Garde sollte Wiener Walzer sein. Der Derbysieger von 2009 scheint sich in diesem Jahr weiter verbessert zu haben. Er gab in Paris im Prix de Ispahan (Gruppe 1, 1850m) als Dritter hinter der Ausnahmestute Goldikova ein sehr gutes Jahresdebüt. Anschließend wurde er auf zu kurzer Distanz während des Royal Ascot-Meetings Fünfter.

Umso enttäuschender war die Niederlage gegen Campanologist auf passender Distanz in Hamburg. In Bestform sollte er die Form diesmal umkehren können und auch für Zazou ein ernst zunehmender Gegner sein.

Quijano ist ein chancenreicher Außenseiter.

Knapp hinter Wiener Walzer endete in Hamburg der Fährhofer Quijano. Der Schützling von Trainer Peter Schiergen sucht ebenfalls die Revanche. Er ist zwar nach letzten Eindrücken nicht mehr ganz so gut wie in früheren Jahren, aber an einem guten Tag sicher auch als Sieger möglich. In Dubai und in Mailand lief es bei den letzten Auslandsstarts dennoch weniger gut als noch im Vorjahr.

Das restliche heimische Aufgebot besteht aus Titurel und dem dreijährigen Lyssio. Beide wirken auf dieser Ebene überfordert.

Ralph Ammann, Ammann

Ralph Ammann - Ich bin auf Umwegen zum Journalismus gekommen. Als Kind war es mein erster Berufswunsch, aber trotzdem kam erst ein Biologiestudium, bevor ...

rss