Galopp – Das Ebor-Meeting 2009

Die Rennen in York gehören zu den Fixpunkten der Saison in England

Drei Rennen der höchsten Kategorie, dazu weitere Gruppe- und hoch dotierte Handicaprennen - das Ebor-Meeting gehört zu den Sommer-Highlights der britischen Saison.

Die zweite August-Hälfte ist eine der interessantesten Zeiten während der britischen Flachrennsaison. Den Höhepunkt bilden die vier Renntage des traditionsreichen und spektakulären Ebor-Meetings im nordenglischen York. Drei Gruppe-1-Rennen sowie das alljährliche Handicap-Rätsel Ebor-Rennen sind die Kulminationspunkte des Meetings, das 2009 von 18. bis 21. August über die Bühne gehen wird.

Juddmonte International Stakes prägen den ersten Tag des Ebor-Meetings

Zentrales Element des ersten Tages, und für viele des gesamten Meetings, sind die Juddmonte International Stakes (Gruppe 1, 2.000 Meter). Das Rennen, das zu den zehn renommiertesten auf dieser Distanz weltweit zählt, ist Jahr für Jahr Anlaufstelle für die Elite. In diesem Jahr könnte auch der englische Derbysieger Sea The Stars und damit das am höchsten eingeschätzte Rennpferd der Welt an den Start kommen. Der Auftritt des Ausnahmepferdes von Trainer John Oxx, das auch die Eclipse Stakes und die 2000 Guineas gewann, ist aber noch nicht sicher, da er von gutem Geläuf abhängig ist.

Mastercraftsman fordert Sea The Stars heraus

Starke Konkurrenz dürften auf jeden Fall der Aidan O'Brien trainierte Mastercraftsman und der vierjährige Tartan Bearer darstellen. Ersterer gewann zuletzt die St. James Palace Stakes (Gruppe 1, 1600 Meter) während Royal Ascot. Tartan Bearer, ein Schützling von Sir Michael Stoute, war dagegen zuletzt Zweiter in den King George VI Queen Elizabeth Stakes (Gruppe 1, 2.400 Meter). Weitere Gruppe-Rennen des Eröffnungstages sind die Acomb Stakes (Gruppe 3, 1.400 Meter) für zweijährige Pferde und die Great Voltigeur Stakes (Gruppe 2, 2.400 Meter) für Dreijährige, die für das St. Leger proben wollen.

Der 2. Meetingstag: Das Ebor-Rennen von York

Der zweite Renntag hat mit dem Lonsdale Cup (Gruppe 2, 3.200 Meter) für die Steher und den Gimcrack Stakes (Gruppe 2, 1.200 Meter) für zweijährige Pferde auch zwei Gruppe-Rennen im Angebot. Aber das Augenmerk der Wetter liegt ganz klar auf dem Ebor-Rennen. Das mit 210.000 britischen Pfund dotierte Handicap-Rätsel über 2.800 Meter sorgt dank rund 30 Startern alljährlich für hohe Wettquoten. Viele der Gewinner entwickelten sich später auch zu Gruppesiegern.

Der 3. Meetingstag: Yorkshire Oaks und Ladies Day

Der Donnerstag ist in York traditionell der Tag der Damen. Neben den "Ladies Day", der die weiblichen Gäste der Rennbahn im Fokus hat, stehen vor allem die Pferdedamen in Blickpunkt. Absoluter Höhepunkt sind die Yorkshire Oaks (Gruppe 1, 2. 400 Meter) für dreijährige und ältere Stuten. Dabei soll auch die doppelte klassische Siegerin Sariska, die sowohl die englischen als auch die irischen Oaks siegreich gestaltete, an den Start kommen. Die Lowther Stakes auf Gruppe-2-Ebene über 1200 Meter für junge Stuten stellen das zweite, wichtige Rennen des Tages dar.

Der Schlusstag: die Nunthorpe Stakes für die schnelle Garde

Der Abschluss des Meetings gehört der schnellen Garde. In den Nunthorpe Stakes treffen sich alljährlich viele der besten Sprinter Europas auf der 1.000 Meter Distanz der geraden Bahn. Favorit ist der von Sir Michael Stoute trainierte Kingsgate Native, der das Rennen vor zwei Jahren bereits gewann. Zweites Gruppe-Rennen sind die Strensall Stakes (Gruppe 3, 1.800 Meter), die sich an dreijährige und ältere Pferde richten.

Ralph Ammann, Ammann

Ralph Ammann - Ich bin auf Umwegen zum Journalismus gekommen. Als Kind war es mein erster Berufswunsch, aber trotzdem kam erst ein Biologiestudium, bevor ...

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