Ganesha: der beliebte elefantenköpfige Hindu-Gott

Der elefantenköpfige Ganesha, auch Ganapati genannt, ist einer der beliebtesten Götter im Hinduismus.

Ganesha ist gefragt, wenn es um die Beseitigung von Hindernissen und Erfolge in allen möglichen Situationen geht. Damit es überhaupt zu Problemlösungen und Herausforderungen kommen kann, ist es gleichermaßen seine Aufgabe, Schwierigkeiten zu erschaffen wie auch zu beseitigen. Die Gottheit wird oft an Hochzeiten angerufen, um eine glückliche Ehe zu garantieren. Einmal im Jahr, im Spätsommer, wird ein großes Fest zu Ehren Ganeshas gefeiert. Es handelt sich hierbei um eine fröhliche Feier mit viel Tanz und Gesang. Meterhohe Ganesha-Figuren aus Lehm werden mit Kokosnüssen, Bananen und Süßigkeiten geschmückt. Nachdem die essbaren Teile verspeist wurden, werden die Statuen feierlich im Meer versenkt.

Ganeshas Familie

Ganeshas Vater ist Shiva, der zusammen mit Brahma und Vishnu zu den drei Hauptgöttern des Hinduismus zählt. Shiva werden sowohl Zerstörung als auch die Erschaffung neuen Lebens zugesprochen. Als Gott der Transformation steht er für die Überwindung aller negativen Charaktereigenschaften. Die Mutter Ganeshas, Parvati, gilt als Mutter des Universums und Göttin der Nahrung. Der Gott mit dem Elefantenkopf hat einen Bruder, Subrahmanya. Dieser symbolisiert Mut und Engagement für das Gute. So ist er auch Herrscher über die Devas, die mit Engeln vergleichbar sind. Ganesha hat zudem zwei Frauen: Riddhi und Siddhi, die Erfolg beziehungsweise Wohlstand verkörpern.

Ganeshas Elefantenkopf

Als Shiva sich einmal für längere Zeit in die Meditation zurückzog, begann Parvati, sich einsam zu fühlen. Sie beschloss, sich aus ihrem eigenen Schorf, Salben, Ölen und Gangeswasser einen Sohn zu erschaffen. Dann bat sie diesen, vor der Tür Wache zu halten, während sie badete. Ganesha wollte auch dem zurückkehrenden Shiva den Eintritt verwehren. Daraufhin wurde dieser sehr wütend und schlug dem unbekannten Sohn den Kopf ab. Als Shiva Parvatis Trauer sah, versprach er, den abgeschlagenen Kopf durch den Kopf des ersten Tieres zu ersetzen, das vorbei liefe. Da es sich hierbei um einen Elefanten handelte, trägt Ganesha seitdem einen Elefantenkopf. Dieser besitzt drei Augen. Das dritte sitzt in der Mitte der Stirn und ermöglicht es Ganapati, die göttliche Seite in der Seele eines jeden Menschen zu erkennen. Der Gott wird stets mit einem abgebrochenen Stoßzahn dargestellt. Dieser kann sowohl als Waffe als auch als Schreibgerät dienen. Mit ihm schrieb Ganesha das Mahabharata-Epos auf.

Ganeshas Unterkörper

Da Ganesha gerne Süßes nascht, wird er immer mit einem dicken Bauch dargestellt. Seine vier Arme symbolisieren Geist, Intellekt, Ego und Bewusstsein. In einer Hand hält er eine Axt, die für die Zerstörung aller Wünsche und Begierden steht. Mit dem Fangseil in der anderen Hand kann er Menschen aus misslichen Lagen befreien und sie mit ewiger Glückseligkeit verbinden. Als Belohnung für spirituelle Erfolge hält Ganesha in der dritten Hand eine Süßigkeit. Schließlich wird er er außerdem oft mit einer Lotusblüte gezeigt, dem Symbol der Erleuchtung. Um seinen Bauch trägt er eine Schlange als heiligen Faden.

Ganeshas Reittier: die Maus

Die Maus symbolisiert Selbstsucht und materielle Wünsche, die als Ursache für das Leiden der Menschen gelten. Ganesha hat dieses Leiden vollständig überwunden, sodass er sein Reittier völlig beherrscht. Körper, Fühlen und Denken des Menschen sind begrenzt und können die ultimative Wahrheit nicht erfassen. Sie wird erst mit der Erleuchtung erlangt. Die Grenzen des Menschen werden durch die kleine Maus symbolisiert. Das Bild des auf der Maus reitenden Ganesha steht für einen erleuchteten Menschen, der Körper, Fühlen und Denken dafür einsetzen kann, die Wahrheit zu vermitteln. So steht der Gott auch für die Erkenntnis, die zu innerem Frieden führt.

Quellen:

Das bin ich :), Paula Kobelt

Paula Kobelt - Am 15.11.1990 wurde ich in Ludwigsburg geboren. Allerdings zog meine Familie früh in das schöne Remagen am ebenso schönen ...

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