Gartenbeete vorbereiten

Gartenbeete wollen sorgfältig vorbereitet werden   - Ingrid Oertel
Gartenbeete wollen sorgfältig vorbereitet werden - Ingrid Oertel
Wenn im Frühjahr die Gartenerde soweit abgetrocknet ist und man die Beete betreten kann, dann wird es Zeit für die Vorbereitung zur Aussaat.

Die Länge der Gartenbeete richtet sich nach der Größe des Gartens. Die Breite der Gartenbeete beträgt idealerweise 120 Zentimeter.

Werden Gartenbeete im Frühjahr umgegraben?

Wer es im Herbst versäumt hat sein Gartenbeet umzugraben, kann dies im Frühjahr noch nachholen. Dabei werden alle Unkräuter gejätet. Das erspart viel Arbeit während der Vegetationszeit. Optimal ist es, den Garten im Herbst umzugraben und im Frühjahr nur noch zu lockern.

Manche Böden benötigen etwas Starthilfe

Problematische Böden, die sehr tonhaltig oder stark lehmig sind, benötigen mitunter eine Portion Sand zu ihrer Lockerung. Zunächst sollten diese Böden mit der Grabegabel oder mit dem Grubber gut gelockert werden, bevor etwas Sand unter gemischt wird. Auch hierbei gilt, jedes Unkräutlein muss sorgfältig entfernt werden. Nach dem Lockern kann auf die Gartenbeete eine dünne Schicht Kompost verteilt werden. Der Kompost wird nur leicht mit der obersten Erdschicht vermischt. Wer keinen Kompost besitzt, versorgt stattdessen die Jungpflanzen, wenn sie etwa 15 Zentimeter hoch sind, mit einem Langzeit- oder Flüssigdünger für Gemüse.

Sandige Böden sind hungrige Böden

Wer einen Sandboden im Garten hat, wird die Erfahrung machen, dass Düngen und Gießen öfter als auf Lehm- oder Tonböden nötig sein wird. Denn die Nährstoffe rinnen durch die sandige durchlässige Struktur dieses Bodens zügiger hindurch. Sandböden brauchen daher auch mehr Feuchtigkeit. Diese Gartenbeete werden ebenfalls wenn möglich mit etwas Kompost angereichert, bevor mit der Bewirtschaftung begonnen wird.

Ein Beet für Kräuter

Mediterrane Kräuter gedeihen am besten in durchlässiger. leicht sandiger Erde.

Sie lieben es sonnig und benötigen nur wenig Dünger. Dazu zählen Rosmarin, Thymian, Salbei, Lavendel. Anders bei Petersilie, Schnittlauch und Basilikum: Sie brauchen etwas mehr Kompost und eine etwas gehaltvollere Erde.

Vor dem Aussäen werden die Beete feinkrümelig gemacht

Das Gartenbeet wird mit dem Rechen feinkrümelig vorbereitet. Evtl. vorhandene Steine sollten ausgelesen werden. Der Reihenabstand beträgt idealerweise 40 Zentimeter oder mehr.

Ganz genau arbeitende Hobbygärtner ziehen nun eine Schnur, um eine gerade Aussaatrille zu erzielen. Dies ist besonders dann empfehlenswert, wenn die Gartenbeete lang sind. Ansonsten genügt meist auch das Augenmaß, um eine einigermaßen gerade Rille zu ziehen.

Vom richtigen Zeitpunkt des Säens

Der genaue Aussaat-Zeitpunkt für jedes einzelne Gemüse steht auf der Tüte des Saatgutes und sollte beachtet werden.

Die größeren Samen wie etwa von dicken Bohnen, Radieschen, Pastinaken, rote Beete, Erbsen oder Rettiche werden etwa im Abstand von 10 Zentimeter in die Saatrille gelegt. Dabei ist wichtig, die Samenkörnchen nicht zu tief zu legen. Gerade mal so tief wie sie stark sind, lautet eine Faustregel.

Möhren können dünn in Reihen ausgesät werden. Da sie sehr langsam keimen empfiehlt es sich, einige Radieschensamen als Markiersaat mit zu säen. Werden Möhren zu dicht ausgesät, müssen sie später vereinzelt werden.

Die Saatrillen werden dann geschlossen, gut angedrückt und angegossen.

Sogenannte Lichtkeimer wie Schnittlauchsamen kommen auf das gut angefeuchtete Gartenbeet, werden angedrückt und mit einer Folie abgedeckt.

Saatbänder sind eine feine Sache. Sie ersparen später das Verziehen. So gelingt diese Aussaat: Zuerst eine Aussaatrille ziehen und die Erde gut anfeuchten. Dann erst das Saatband einlegen, kräftig gießen, die Rille schließen, Erde gut andrücken und nochmals kräftig angießen. Nur so ist gewährleistet, dass das Vlies mit Feuchtigkeit durchtränkt wird und die eingearbeiteten Samen dann auch zur Keimung gelangen.

Salate säen oder als Setzlinge einpflanzen

Schnittsalate werden ebenfalls direkt ins Gartenbeet gesät, während Kopfsalate gerne einzeln vorkultiviert und erst ab einer Größe von etwa 15 Zentimetern ins Beet gesetzt werden. Wichtig hierbei ist es, die Salatsetzlinge hoch einzupflanzen, auch wenn sie dadurch anfangs wackelig wirken. Der Kopfsalat braucht etwas Distanz zur Erde, damit er nicht von unten her zu faulen beginnt.

Lauch wird zunächst in Schalen ausgesät und später einzeln in den Garten ausgepflanzt. Kohl, Tomaten, Paprika werden meistens als Setzlinge gekauft oder selbst vorgezogen.

Welche Setzlinge können wann aufs Gartenbeet?

Während Setzlinge oder vorgezogene Gemüsepflanzen wie Kohlsorten, Lauch, Kopfsalate und junge Petersilienpflanzen und Liebstöckel bereits am März/April ins Freiland gepflanzt werden können, müssen andere noch warten. Tomaten, Paprika, Gurken und Bohnen dürfen erst nach Mitte Mai in die Gartenbeete umziehen. Auch mediterrane Kräuter wie Thymian, Salbei, Rosmarin und Basilikum haben ihren Termin fürs Freiland nach Mitte Mai.

Ingrid Oertel, Matthias Oertel

Ingrid Oertel - Texterin und Journalistin Ich schreibe am liebsten über Natur- und Gartenthemen Mit der Kamera halte ich gerne spannende ...

rss