
- Kunst aus dem Baumaterial Ytong erschaffen - Englisch Verlag
Kätze Schulze war von Anfang an begeistert von dem Material Ytong. 1995 kam die Autodidaktin zum ersten Mal in Kontakt mit dem leicht zu bearbeitenden Baumaterial, das gerade erst auch für die Bildhauerer entdeckt worden war. Inzwischen ist sie als Kursleiterin für das Gestalten mit Ytong sehr aktiv. Ihre Erfahrungen und Anregungen gibt sie in einem Buch an Interessierte weiter, die keine Gelegenheit haben, einen ihrer Kurse zu besuchen. Der Titel: "Gestalten mit Ytong - Ideen für den Garten".
Persönliche Erfahrungen - Autodidaktin stellt Ytong als Material für filigrane Bildhauerarbeiten vor
Die Autorin stellt Werkzeuge und Hilfsmittel vor. In einer Einführung spricht sie über ihre persönlichen Erfahrungen mit Ytong, die sie gelehrt haben, dass auch filigrane Figuren sich mit Porenbeton realisieren lassen. Sie vermittelt Grundlegendes über das Gestalten mit Ytong-Steinen einschließlich der Möglichkeit der Nachbehandlung, um sie wetterfest und winterfest zu machen. Für die farbliche Gestaltung verwendet sie Holzschutzfarbe auf Acrylbasis und erzielt damit nach dem Trocknen einen schönen matten Glanz. Mit einigen weiteren "hilfreichen Tipps", etwa über den Umgang mit dem unvermeidlichen Staub, schließt das Kapitel ab.
Porenbeton als ideales Material für Anfänger - Stilisierte Tierfiguren aus Ytong gestalten
Der vielseitige Porenbeton ist - auch für Anfänger - gut geeignet zur Gestaltung von stilisierten Tierfiguren. Am Beispiel eines Ameisenbärs zeigt Schulze Schritt für Schritt, wie aus einem Ytong-Stein zunächst ein auf die passende Größe zugesägter Rohling wird, auf dem die grobe Form vorgezeichnet wird. Nach sieben Arbeitsschritten ist das witzige Tier fertig - einschließlich der schützenden Behandlung mit Tiefgrund. Hier zeigt sich Ytong als gute Alternative zur Gestaltung von dekorativen Tierfiguren für den Garten aus Ton.
Ytong-Skulpturen für den Garten - Blüten, Flammen, Tauben, Buddha, Pflanztrog, Gartenwindlicht
Dann wird's spannend. Die Autorin zeigt, was man alles aus so einem Stein herausholen kann und stellt eine ganze Reihe dekorativer Ytong-Skulpturen vor. Da werden aus rechteckigen Steinen Gartenkugeln, die - mit Einkerbungen verziert - wie Blüten wirken. Die Skulptur mit dem Titel "Emporschlagende Flammen" wird als Dekoelement von einem grünen Glasstein gekrönt. Es zeigt sich, dass sich mit etwas Fantasie beinahe jede Form realisieren lässt: eine geöffnete Lilienblüte oder eine Sonnenscheibe, ein Buddha-Kopf oder Yin und Yang. Schulze zeigt, wie unterschiedlich die Wirkung zwischen einer "Pickenden Taube" und einer "Träumenden Taube" ist. Sie hat verschiedene irische Knoten in Ytong verewigt, im Kreis oder in Herzform. Ein Paar zeigt sich in inniger Umarmung, eingefügt in die Form einer Acht. Und schließlich wird es nicht nur dekorativ, sondern auch praktisch. Die Ytong-Künstlerin präsentiert einen Pflanztrog aus dem porösen weißen Stein und ein großes Gartenwindlicht, das fast wie ein Vogelhäuschen aussieht. - Alles in allem tritt die Autorin den Beweis an, dass Ytong ebenso vielseitig und attraktiv gestaltet werden kann wie der bei vielen Künstlern beliebte Speckstein.
Skizzen und Vorlagenzeichnungen für Objekte aus Ytong, wie die Skulptur mit dem Edelstein
Im Anhang finden sich Skizzen als Vorlagenzeichnungen für alle Objekte, teilweise mit Vorder-, Rück- und Seitenansicht. So lassen sich auch etwas kompliziertere Formen, wie die der "Skulptur mit Edelstein", gut nachempfinden. Hier werden fünf verschieden große "Blätter" aus Ytong so aus dem Stein heraus gearbeitet, dass sie geordnet wie ein Schild hintereinander stehen und den in einer kleinen Höhle vor ihnen liegenden Edelstein "bewachen".
Käthe Schulze, Gestalten mit Ytong - Ideen für den Garten, Englisch Verlag 2008, 14,80 Euro.
