Eine Katze braucht nicht viel Hilfe, um ihre Jungen auf die Welt zu bringen. Dennoch sollten einige Vorbereitungen getroffen werden, damit die Geburt wirklich reibungslos ablaufen kann und keine unerwarteten Probleme auftreten.

Die Katze sucht nach einem geeigneten Nest

Dass das Ereignis kurz bevor steht, kündigt die Katze meist selber an. Bereits 12 bis 14 Tage vorher beginnt sie, unruhig zu werden und nach einem geeigneten Nest zu suchen. Jetzt ist besondere Aufmerksamkeit geboten, denn das Tier macht auch vor Schränken und Schubladen nicht Halt. Außerdem darf die Katze nicht mehr ins Freie gelassen werden, da die Gefahr besteht, dass sie wegläuft, ihre Jungen in einem Versteck zur Welt bringt und dort auch großzieht.

Der trächtigen Katze eine Wurfkiste anbieten

Um die genannten Probleme zu vermeiden, ist es ratsam, der trächtigen Katze eine Wurfkiste anzubieten. Dafür eignen sich am besten ein stabiler Karton oder ein Korb. Wichtig ist dabei auch die Größe. Die Katze sollte ausgestreckt zusammen mit ihren Kleinen (ca. 4 bis 8 Welpen) Platz darin finden.

Direkten Lichteinfall auf die Wurfkiste vermeiden

Direkter Lichteinfall kann gerade in den ersten Lebenstagen sehr störend auf die Jungtiere wirken. Deshalb sollte, wenn möglich, ein zweiter fester Karton über den ersten gestülpt werden. Der Vorteil ist, dass man diesen leicht abnehmen und somit von oben in die Unterkunft hineingreifen kann. Das kann im Laufe der Geburt durchaus einmal notwendig werden.

Nicht vergessen werden sollte, ein Einschlupfloch in den Karton zu schneiden. Dieses sollte groß genug sein, dass das Muttertier problemlos hindurchkriechen kann, aber die tapsigen Welpen nicht hinausfallen. Ein entsprechend hoher Rand muss daher stehen bleiben.

Den besten Standort der Wurfkiste herausfinden

Damit die Katze die Wurfkiste auch annimmt, sollte das Tier vor der Geburt damit vertraut gemacht werden. Wenn man die Box an den Lieblingsplätzen der Mieze aufstellt, wird man schnell herausfinden, wo sie sich am wohlsten fühlt und kann den besten Standort ermitteln. Sofern ein inniges Verhältnis zwischen Mensch und Tier besteht, sollte dieser idealerweise so ausgewählt werden, dass sich beide oft sehen können. Für den Besitzer bedeutet das eine bessere Kontrolle, und auch die Katze wird sich geborgener fühlen.

Ein warmer und kuscheliger Platz für die Katzenbabys

Da die Wärmeregulierung bei den Katzenbabys noch nicht vollständig funktioniert, sollte der Raum, in dem die Wurfkiste untergebracht ist, eine konstante Temperatur von 21 °C bis 23 °C haben. So bekommen sie ausreichend Wärme.

Damit es für sie und ihre Mutter ebenfalls schön kuschelig wird, sollte die Geburtsstätte weich ausgepolstert werden. Am besten nimmt man dafür alte Bettlaken, Babywickeltücher oder ähnliche Stoffe, in denen die Katzen nicht mit ihren Krallen hängen bleiben können. Außerdem kann man diese Materialien leicht auswechseln, auskochen bzw. wegwerfen, wenn sie ausgedient haben.

Dinge, die vor der Geburt griffbereit sein sollten

In den meisten Fällen läuft die Geburt problemlos ab. Dennoch sollte man einige Dinge griffbereit liegen haben, um schnell eingreifen zu können, falls Komplikationen auftreten. Dazu gehören:

  • Ein Handtuch, um die Babys im Notfall selber trockenreiben zu können
  • Taschentücher, um tropfende Näschen der Kleinen zu putzen
  • Klemmen vom Tierarzt, um ggf. die Nabelschnur abzuklemmen, bzw. eine desinfizierte Verbandsschere, um die Schnur zu durchtrennen
  • Heizkissen oder Wärmflasche, um die Kleinen warm zu halten
  • Die Nummer vom Tierarzt, um schnell Hilfe holen zu können
  • Katzenbabynahrung und entsprechende Fläschchen sowie Trockenmilch, um die Kleinen zu füttern
  • Alte Bettlaken oder Wickeltücher, um die Wurfkiste nach der Geburt frisch zu "beziehen"
Ein Suite101 Artikel ersetzt keinen Besuch beim Tierarzt!