
- Pelargonie - gut geeignet für halbschattige Orte - Maja Dumat, Pixelio
Je nachdem, ob der Balkon nach Osten oder Südosten ausgerichtet ist, steht die Sonne dort in den Frühjahrs- und Sommermonaten maximal bis 12 Uhr. Pflanzen, die auch die pralle Mittagssonne vertragen würden, sind für Ostbalkone also eher ungeeignet, sodass sich Gewächse empfehlen, die sich eher im Halbschatten wohlfühlen, das heißt, die Pflanzen auf dem Balkon sind nicht starker Sonneneinstrahlung mit entsprechenden Temperaturen ausgesetzt, sondern vertragen Morgensonne und bevorzugen ab Mittag Schatten, wenn die Sonne die größte Hitze abgibt.
Empfehlenswerte Blumen für Ostbalkone
Auf verschiedenen Homepages wie etwa der der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft oder der der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau werden die im Folgenden genannten Blumen für den Halbschatten empfohlen:
- Edellieschen, Fleißige Lieschen
- Begonien (zum Beispiel Ampelbegonien, Eisbegonien, Knollenbegonien)
- Pelargonien
- Fuchsien
- Petunien
- Sauerklee
- Goldmarie
- Zauberglöckchen
Im Frühjahr kommen auch die typischen „Frühlingsklassiker“ wie Stiefmütterchen, Hyazinthen, Tulpen, Osterglocken oder Krokusse in Betracht, wobei alle genannten Blumensorten bis auf das Stiefmütterchen eher als Wildwuchs auf Wiesen, in Beeten und Vorgärten oder in Pflanzschalen zu finden sind als in Balkonkästen. Die Frühjahrsblumen haben zudem den Vorteil, dass sie auch Frost vertragen, der immer noch bis zu den Eisheiligen im Mai vorkommen kann.
Beratung durch den Fachmann ist gegebenenfalls wichtig
Wenn Sie noch nie eine der genannten Blumen auf Ihrem Balkon hatten oder sich unsicher sind, sollten Sie selbstverständlich einen Fachmann wie einen Gärtner oder den Fachberater der Gartenabteilung eines Baumarktes hinzuziehen. Manche der genannten Pflanzen sind anfällig gegen bestimmte Dinge (zum Beispiel Mehltau, Blattläuse), einige bevorzugen leicht saure Erde, andere vertragen überhaupt keinen Frost oder Hitze, sodass in diesen Fällen Standorte gewählt werden sollten, die auch nicht von der Morgensonne erreicht werden und somit ganztägig im Schatten liegen. Manche Blumensorte muss häufig und ausgiebig gegossen werden, andere wiederum benötigen eher weniger Wasser und mögen keine „nassen Füßchen“ (so genannte Staunässe). Bei zu viel Feuchtigkeit in der Erde können im ungünstigsten Fall die Wurzeln anfangen zu faulen.
Gießen nicht bei praller Sonne – auch nicht auf Ostbalkonen
Dieser Hinweis gilt nicht nur für Pflanzen, die im Halbschatten stehen, sondern auch für Blumen und Sträucher, die sich auf Balkonen oder in Gärten befinden, die nach Süden, Südwesten oder Westen ausgerichtet sind. Werden Blumen oder andere Pflanzen in der prallen Sonne gegossen, wirken die Wassertropfen wie ein Brennglas und können das Gewächs unter Umständen „verbrennen“, sodass die einst üppige Blütenpracht schnell verdorrt und ausgelaugt wirkt. Gleichwohl wird gerade abgegebenes Wasser fast sofort wieder durch die Sonne aufgesogen. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, das Gießen der Balkonpflanzen auf Ostbalkonen auf den Nachmittag oder frühen Abend zu verlegen.
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Bildnachweis:
Begonien in pink: © Joujou, Pixelio
Petunien und Geranien: © ewm, Pixelio
Pelargonien: © Maja Dumat, Pixelio
