Internetversender bieten Medikamente oft zu einem Preis an, der weit unter dem handelsüblichen Verkaufspreis liegt. Mittel zur Potenzsteigerung, zur Gewichtsreduzierung, Schmerzmittel, aber auch Arzneimittel, die auf jeder Doping-Liste stehen, sind problemlos im Internet zu beziehen. Selbst Herzmittel, Blutdrucksenker, Psychopharmaka und sogar Arzneimittel gegen Krebs werden rezeptfrei angeboten. Wie kann so etwas möglich sein? Eine große Anzahl dieser Medikamente kann man in der Apotheke nur mit einem Rezept erhalten.
Viele Arzneimittel aus dem Internet sind gefälscht und gefährlich für die Gesundheit
Der Arzneimittelmarkt in Deutschland boomt. Deshalb ist es für Fälscher besonders interessant, ihre Fälschungen im Internet auf dem deutschen Markt anzubieten. Größte Vorsicht ist jedoch geboten! Die Hälfte aller Arzneimittel, die von dubiosen Internetfirmen stammen, sind gefälscht! Manche Mittel enthalten gar keinen oder einen falschen Wirkstoff, bei anderen stimmt die Wirkstoffmenge nicht oder die Inhaltsstoffe sind verunreinigt oder sogar giftig. Zudem kommt es häufig vor, dass minderwertige Wirkstoffe aus dem Ausland verarbeitet werden, die dann zu gravierenden Nebenwirkungen führen können. Gefälschte Angaben auf den Verpackungen - zum Beispiel falsch deklarierte Umverpackungen, verlängerte Verfallsdaten - führen die Verbraucher in die Irre. Oft wird der Betrug erst entdeckt, wenn es zu gesundheitlichen Störungen bei den Patienten gekommen ist. Laut Angabe der WHO sind 10% aller Arzneimittel gefälscht und die Anzahl der Fälschungen nimmt ständig zu! Gewissenlose Geschäftemacher sind nur am Gewinn interessiert, was mit den Patienten geschieht, ist ihnen völlig gleichgültig.
Wie kann sich der Verbraucher vor Medikamentenfälschungen schützen?
Die größte Sicherheit, dass ein Arzneimittel dem deutschen Arzneimittelstandard entspricht, hat der Patient, wenn er seine Medikamente in einer deutschen Apotheke kauft. Die Apotheken müssen höchste Arzneimittelqualität garantieren, zudem wird der Verbraucher dort persönlich beraten. Ausgebildetes pharmazeutisches Fachpersonal hat direkten Kontakt zum Kunden, Fragen können vor Ort geklärt werden.
Vorsichtig sollte man aber beim Medikamentenkauf bei einem Internethändler sein. Es ist für den Verbraucher kaum feststellbar, ob ein Internetversender wirklich seriös ist und qualitativ hochwertige Waren liefern kann. Wenn ein Mittel von einem Internethändler besonders preisgünstig angeboten wird, ist die Gefahr besonders groß, dass es sich um ein gefälschtes Medikament handelt. Werbemails von ausländischen Firmen, die Arzneimittel weltweit versenden, sollte man am besten gar nicht beachten. Das Risiko, eine Arzneimittelfälschung zu erhalten, liegt hier sicher bei mehr als 50%, denn diese ausländischen Versender sind für die deutschen Behörden noch viel schwieriger greifbar.
Kaufen Sie im Internet nur, wenn es sich um eine zugelassene Versandapotheke handelt! Vergleichen Sie die Preise. Lohnt sich ein Gesundheitsrisiko, wenn Sie nur ein paar Cent sparen können?
Weitere Informationen finden Sie bei der Gesundheitshilfe.
