Gefahrenpotenzial von Alkohol darf nicht unterschätzt werden

Alkohol ist ein globales Problem. Diesbezügliche Zahlen der WHO sind bisweilen erschreckend, in jedem Falle aber alarmierend.

Gut gemeinte Ratschläge und Informationen rund um das Problem Alkohol, Alkoholkonsum und Alkoholabhängikeit bleiben nicht selten ohne Reaktion der Betroffenen oder gefährdeten Adressaten. Dabei ist gerade mit Blick auf die Thematik Alkohol ein Fingerzeig angebracht. Und dies auch in Deutschland nicht nur oder erst, seitdem plakative Begriffe wie „Komasaufen“ oder „Flatrate-Partys“ durch die Medien geistern. Alkohol ist eine Droge. Per se nicht gefährlich – im Übermaß genossen jedoch krank machend - und zwar physisch und psychisch. Zudem sind meist nicht nur die Menschen, die Alkohol missbräuchlich konsumieren betroffen, sondern auch deren Freunde, Verwandte, Familie. Neueste Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO belegen das gesundheitsgefährdende Potenzial von Alkohol eindrucksvoll. Das grundsätzliche Problem der Alkoholsucht ist ihr schleichender Charakter. Dieser bedingt geradezu, die Menschen stetig zu einer gewissen Reflexion anzuregen – bevor es möglicherweise zu spät ist.

Die Gefahr, die von Alkohol ausgeht, ist schleichend und damit doppelt gefährlich

Ab wann der Konsum von Alkohol gesundheitsschädlich einzustufen ist thematisiert in Deutschland unter anderem ein Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Auf deren Projektseite „Alkohol? Kenn dein Limit.“ kann nachgelesen werden, dass geringe Mengen im Normalfall zwar weder bedenklich sind noch abhängig machen. Jedoch kann sich bei stetigem und überhöhtem Konsum schleichend und unbemerkt eine Abhängigkeit von der Droge Alkohol einstellen. Genau hierin liegt die große Gefahr. Denn in vielen Ländern und so auch in Deutschland gehört Alkohol zum gesellschaftlichen Leben dazu. Alkohol ist sozusagen salonfähig. Er ist praktisch überall verfügbar und wird bei vielen Anlässen getrunken, ohne dass man sich über den Konsum Gedanken machen würde. Da kann die Schallgrenze des unbedenklichen Konsums schnell überschritten werden. Geschieht dies zu oft und in zu hohem Maße reagiert der Körper zunehmend:

  • Das Verlangen nach Alkohol steigt
  • Die Gewöhnung an die Droge nimmt zu.
  • Alkohol wird schließlich benötigt, damit man richtig „funktioniert“.
  • Alkohol wird mehr und mehr zu einer Art Lebensmittelpunkt, andere Dinge werden vernachlässigt.
  • Körperliche Schäden setzen ein, zum Beispiel Leberschäden.

Zahlen der Weltgesundheitsorganisation sprechen eine deutliche Sprache

Wie schwerwiegend die physischen Folgen von riskantem Alkoholkonsum weltweit sind, belegen die aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Demnach sterben jährlich rund 2,5 Millionen Menschen weltweit an den physischen Folgen des Alkoholkonsums (Krebs, Leberschädigungen, aber auch alkoholbedingte Unfälle). Die seelischen Krankheiten der direkt Betroffenen (Abhängigen) und indirekt Betroffenen (Freunde, Familie) kommen außerdem hinzu. Um die Zahl noch etwas griffiger zu machen, weist die WHO darauf hin, dass sich Alkohol weltweit für circa vier Prozent aller Todesursachen (mit-) verantwortlich zeigt. Spitzenreiter in Europa ist im übrigen Bosnien-Herzegowina. Hier trinken die Menschen unglaubliche 140 Liter Schnaps pro Kopf und Jahr. Derartige Zahlen dürften die Daseinsberechtigung von „Anti-Alkohol“-Kampagnen weiter untermauern.

Marcus Schneider - Jahrgang 1975, aufgewachsen in Unterfranken, wohnhaft in Hamburg. Studium der Betriebswirtschaftslehre und Touristik in Würzburg, ...

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