
- B.-Verwaltungsgericht/Grabscheit/Pixelio - Michael Grabscheit / Pixelio
Staatliches handeln muss überprüfbar sein. Dabei soll über alle Streitigkeiten ein völlig neutraler Dritter entscheiden – „nulla poena sine lege" (Keine Strafe ohne Gesetz). Es heißt nicht umsonst, auf hoher See und vor Gericht ist man in Gotteshand. Also benötigt man auf dem Wasser einen guten Kapitän und an Land einen bewährten Rechtsanwalt, besser einen erfahrenen Fachanwalt.
Wie erreicht man einen Anwalt ?
Es ist heute kein Problem einen Rechtsanwalt zu finden. Über die Industrie- und Handelskammer, über fast alle Medien und das Internet sind Rechtsanwälte für jedes Fachgebiet zu finden
Ein Rechtsanwalt ist nicht dem Erfolg verpflichtet. Es reicht, wenn der Anwalt die entsprechenden Schriftsätze einreicht und die vorgeschriebenen Termine einhält. Ob ein Rechtsanwalt gut oder weniger gut ist, merkt man während oder spätestens nach der Verhandlung. Es ist immer von Vorteil, sich vorher an eine Beratungsstelle zu wenden und sich beraten zu lassen.
Die fünf Gerichtsbarkeiten
Es gibt fünf große Gerichtsbarkeiten und die Verfassungsgerichtsbarkeit. Danach richtet sich die Anzahl der Rechtsanwälte und Fachanwälte. Jeder Anwalt sucht sich ein bestimmtes Fachgebiet, was ihm besonders gut liegt, und bildet sich weiter.
Die ordentliche Gerichtsbarkeit
Dies sind Zivil- und Strafgerichte. Hier geht es um Familien-, Grundbuch- und Registersachen sowie Strafsachen und Ordnungswidrigkeiten. Dort werden alle Dinge, die mit dem Familienrecht zusammen hängen behandelt. Beim Familienrecht werden solche Dinge, wie Ehesachen, Scheidungen, Unterhalt der Kinder, Versorgungsausgleich, Sorge- und Umgangsrecht und anderes geklärt. Hier herrscht Anwaltszwang.
Solche Verhandlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. So mancher vorher geachtete Bürger hat durch eine Scheidung seine Wohnung und seine Arbeit verloren und ist auf der Straße gelandet.
Beim Mietrecht geht es oft um Überfahrten, Lärm oder Kosten für die Mietsache.
Bei vielen rechtlichen Dingen muss unbedingt ein Notar herangezogen werden. So sind Grundstücksverkäufe ohne Notar nicht möglich. Erbangelegenheiten behandelt das Erbrecht.
Das Gesellschaftsrecht regelt das Innen- und Außenverhalten von Gesellschaften. Dabei erstrecken sich beim Gesellschaftsrecht die allgemeinen Bestimmungen des BGB §§705ff auch auf andere Gesellschaftsformen.
Die Arbeitsgerichtsbarkeit kommt auf die Tagesordnung bei Arbeitsrechtlichen Streitigkeiten, Kündigungen und innerbetrieblichen Auseinandersetzungen. Schwerpunkt ist hier das Arbeitsrecht.
Ein Unternehmer sollte seine Kündigungsgründe genausten überprüfen. Mit einem guten Rechtsanwalt sind viele Kündigungen unwirksam.
Dann gibt es noch die Sozialgerichtsbarkeit. Hier handelt es sich in der Regel um Streitigkeiten mit Behörden die sich aus Regelungen des sozialen Netzes bilden, wie Arbeitslosengeld, Renten, Krankheiten, Arbeitsunfähigkeit und ähnliches. Für die Einschätzung des Gesundheitszustandes der Kläger gibt es bestimmte, vom Gericht zugelassene Gutachter.
Ein guter Rechtsanwalt ist immer empfehlenswert
In der Finanzgerichtsbarkeit geht es vor allem um steuerliche Streitigkeiten mit dem Finanzamt. Hier sollte einem schon ein Fachanwalt, der sich ausgezeichnet mit allen Finanz- und Steuerangelegenheiten auskennt, zur Seite stehen.
Beim Verwaltungsgericht werden Streitigkeiten zwischen Bürgern und staatlichen Institutionen behandelt. Oft geht es auch um Grundstücke- und Grenzen. Ohne Anwalt geht hier gar nichts.
Das Verfassungsgericht schließlich wird bei Verfassungsbeschwerden oder wenn Bürger sich in ihren Grundrechten verletzt fühlen, angerufen.
Ein guter Rechtsanwalt, noch mehr ein spezialisierter Fachanwalt, weiß was er wert ist. Und das kann teuer werden. Um auch ärmeren Bürgern die Möglichkeit zu geben, einen guten Anwalt zu nutzen, kann Prozesskostenhilfe beantragt werden. Diese bezahlt erst einmal der Staat. Die Kosten für einen Rechtsanwalt richten sich nach dem vom Richter festgelegten Streitwert.
Ein guter Rechtsanwalt ist in der Lage, bereits vorher einzuschätzen, ob die Klage Aussicht auf Erfolg hat. Er kennt die dafür gültigen Gesetze. Ein fairer Rechtsanwalt teilt seinem Mandaten seine Bedenken ehrlich und vor allem vorher mit. Dabei rät er, entweder die Klage aufrecht zu halten oder diese zurück zu ziehen.
Recht haben und Recht bekommen
Kostengünstig ist ein Vergleich zwischen beiden Parteien. Da haben beide Recht. Zu einer vorherigen Beratung, bestellt ein Rechtsanwalt seine Mandanten in der Regel in seine Kanzlei. Dabei kann der aufmerksame Mandant schon vorher gewisse Schlussfolgerungen aus diesem Besuch ziehen.
Mit dem Strafrecht möchte kaum jemand etwas zu tun haben. Dabei gehören Beleidigung, falsche Verdächtigung und üble Nachrede bereits zu den Strafbeständen. Diese Delikte können mit Geldstrafe oder Gefängnis geahndet werden.
Mit dem Verkehrsrecht ist fast jeder Bürger schon einmal konfrontiert worden. Geht es doch hier meist um zu schnelles fahren, falsche Messgeräte und ähnliches.
Ohne einen guten Anwalt oder Rechtsanwalt geht heute fast nichts mehr. Die Entscheidung über Schuld oder Unschuld und auch die Höhe einer Strafe muss gleichzeitig frei von politischer Beeinflussung sein. Dies können Gerichte nur gewährleisten, wenn sie bei Ihren Entscheidungen keinerlei Weisungen von oben bekommen. Der Vollständigkeit halber sollte noch das Vormundschaftsgericht, das Nachlassgericht und das Registergericht erwähnt werden.
Alle Bürger haben ein Recht auf Sicherheit und Klärung von Schuld und Unschuld. Da die wenigsten Bürger sich mit allen Rechtsfragen auskennen, hilft Ihnen ein Anwalt. Für die jeweilige Sache ein Fachanwalt, ein Spezialist.
