
- Tagesgeld oder Festgeld? - Harald Reiss/PIXELIO
Auch wenn die Zinsen niedrig sind: Sparen ist sinnvoll. Wer zum Beispiel bei einer Neuanschaffung auf einen Kredit angewiesen ist, fährt schlechter, als wenn er das Geld zuvor angespart hat. Wer es sich leisten kann, sollte also auf jeden Fall etwas Geld auf die "hohe Kante" legen. Als sichere Anlageformen eignen sich dafür Tagesgeld und Festgeld.
Sichere Anlage, die Zinsen bringt
Gemeinsam ist Tagesgeld und Festgeld, dass sie auf jeden Fall Zinsen bringen und sichere Anlagen sind. Es drohen keine Verluste wie bei spekulativen Anlageformen, das sind zum Beispiel Aktien oder Investmentfonds. Außerdem gelten für beide Anlageformen eine gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung. Das schützt die Anlagen des Kunden auch bei einer Pleite der Bank.
Das Grundprinzip ist bei beiden Anlageformen gleich. Der Kunde leiht der Bank seiner Wahl Geld, die es auf einem Konto verwahrt. Der Kunde erhält dafür von der betreffenden Bank Zinsen.
Festgeld – so geht's
Beim Festgeld richtet der Kunde ein kostenloses Termingeldkonto ein, um sein Geld für einen gewissen Zeitraum "fest anzulegen". Die Banken bieten verschiedene Laufzeiten von 30 Tagen bis zu vier Jahren an. Übliche Laufzeiten sind sechs Monate, ein Jahr oder zwei Jahre.
Für die jeweilige Laufzeit wird ein fester Zinssatz angeboten. Dabei gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher die Zinsen. Auch die Höhe der Einlage spielt oft eine Rolle. Die Banken verlangen zudem in der Regel eine Mindesteinlage.
Wer auf Tagesgeld setzt, braucht ein Tagesgeldkonto
Wer lieber auf Tagesgeld setzt, richtet bei der Bank seines Vertrauens ein Tagesgeldkonto ein. Das ist ebenfalls kostenlos. Dafür braucht man aber ein Referenzkonto, über das die Aufträge abgewickelt werden. Dazu benutzt man üblicherweise das eigene Girokonto.
Die Einlagehöhe ist beliebig. Auch die Dauer der Einlage ist nicht festgelegt. Das angelegte Geld ist jederzeit verfügbar.
Vor- und Nachteile von Tagesgeld und Festgeld
Der Vorteil des Tagesgelds gegenüber dem Festgeld ist also die höhere Flexibilität. Während der Kunde beim Festgeld an einen festen Termin gebunden ist, kann er über das Tagesgeld täglich verfügen. Es wird üblicherweise als kurzfristige Anlageform genutzt.
Der Nachteil ist, dass die Zinshöhe variabel ist. Die Banken passen die Zinsen den Marktumständen an. Das heißt, dass die beim Abschluss des Tagesgeldkontos geltenden Zinsen nicht dauerhaft festgeschrieben sind und sich somit schnell ändern können. Das gilt aber in beide Richtungen, also nach oben oder unten.
Das Festgeld bietet demgegenüber eine höhere Sicherheit, der Zinssatz bleibt während der ganzen Laufzeit gleich. Allerdings kann der Kunde während der vereinbarten Laufzeit nicht an sein Geld. Es sei denn, er kündigt den Vertrag vorzeitig, was aber nie ratsam ist, weil dann Vorzugszinsen fällig werden. Deshalb sollte sich der Anleger auf jeden Fall sicher sein, dass er sein Geld während der vereinbarten Laufzeit nicht benötigt.
Vergleich Tagesgeld im Internet
Im Internet kann man vergleichen, welche Banken die besten Konditionen fürs Tagesgeld bieten. Aber Achtung: Die Bedingungen können sich täglich ändern. Auch macht es einen Unterschied, ob die Banken monatlich, vierteljährlich oder einmal im Jahr Zinsen zahlen. Für den Kunden lohnen sich monatliche Zinszahlungen, weil er so von den Zinseszinsen profitiert.
Aber Vorsicht: Auch auf das Kleingedruckte achten. Manche Banken locken mit hohen Zinssätzen. Oft sind es aber Lockangebote, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Oder sie gelten nur für einen bestimmten Zeitraum oder für eine bestimmte Mindesteinlage. Ein Tagesgeldvergleich lohnt sich also in jedem Fall.
Der Text gibt weder Anlagetipps, noch ersetzt er die Beratung durch einen Finanzexperten, sondern informiert lediglich über die Anlageformen Tagesgeld und Festgeld.
