
- Innenstadttunnel A40: sanierungsbedürftig - Frank Koch, Pixelio
Straßen.NRW möchte in diesem Zeitraum unter anderem den maroden Innenstadttunnel, der zwischen den Anschlussstellen Holsterhausen und Zentrum verläuft, sanieren, da er schon häufiger sicherheitstechnisch von verschiedenen Automobilclubs wie etwa dem ADAC kritisiert wurde. Insbesondere der Brandschutz und die Belüftungssysteme im Tunnel sollen verbessert werden, gleichzeitig sollen dann die technischen Möglichkeiten geschaffen werden, um zu verhindern, dass trotz eines bereits bestehenden Brandes im Tunnelinneren weitere Fahrzeuge in den Tunnel einfahren.
Die Sperrung der A40 bezieht sich auf beide Fahrtrichtungen – also sowohl Richtung Bochum/Dortmund als auch Richtung Mülheim/Duisburg/Venlo (Niederlande).
Modernisierung der Helbing-Brücken
Auf den Helbing-Brücken an der Anschlussstelle Essen-Zentrum soll in jedem Fall der marode gewordene Spannbeton abgefräst und saniert werden. Für eine Eisenbahnbrücke, auf der die S6 Richtung Düsseldorf/Köln fährt, sieht Straßen.NRW als einzige Möglichkeit einen kompletten Abriss und Neubau. Die Bahn denkt über eine entsprechende Sperrung der Linie während der Sommerferien 2012 nach, wobei fraglich ist, ob eine Brücke binnen sechs Wochen abgerissen und neu gebaut werden kann.
Sperrung der A40 in Essen nicht nur während der Sommerferien
Im Jahr 2010 liegen die Sommerferien in NRW zwischen dem 9. Juli und dem 21. August. Dennoch sollen die oben genannten Sperrungen nicht nur während der Schulferien andauern, sondern insgesamt drei Monate lang für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgen. Der genaue Verlauf der Umleitungsstrecken steht noch nicht fest – fest steht jedoch, dass insbesondere die Anwohner an jenen Strecken vom Verkehrschaos betroffen sein werden. Die Anwohner, die unmittelbar an der A40 leben, werden sicherlich häufiger Lärmbelästigungen durch die Bauarbeiten ausgesetzt sein.
Laut einem Bericht des WDR zum Thema vom 2. März 2011 sollen die Umleitungsstrecken weitestgehend durch die Innenstadt führen, sodass die oft aufgrund unübersichtlicher Verkehrsführung stauanfällige City noch von weiteren Fahrzeugen frequentiert wird, die die A40 nicht nutzen können. Die Anwohner der Stadtmitte müssen sich auf noch mehr Verkehrslärm einstellen.
Welche Abfahrten der A40 auf Essener Stadtgebiet sollen gesperrt werden?
Laut einem Bericht von Radio Essen am 27. Februar 2011 werden fast alle Anschlussstellen auf Essener Stadtgebiet gesperrt – Frohnhausen, Holsterhausen, Zentrum und Huttrop. Von der Sperrung ausgenommen wären lediglich die Anschlussstellen Autobahndreieck Essen-Ost, Frillendorf und Kray. Ab der Anschlussstelle Essen-Kray besteht in Fahrtrichtung Bochum/Dortmund jedoch ohnehin bereits erhöhte Staugefahr, da die A40 auf Bochumer Stadtgebiet zumindest teilweise dreispurig ausgebaut werden soll und deshalb schon seit 2009 eine Großbaustelle besteht, die für kilometerlange Staus während der Rush Hour sorgt.
Eigentlich trägt die A40 den Beinamen „Ruhrschnellweg“, die Bezeichnung „Ruhrschleichweg“ wäre jedoch wesentlich zutreffender, da die Autobahn zu Hauptstoßzeiten außerhalb der Schulferien und ohne weitere Behinderungen wie Unfälle oder Baustellen bereits so stark frequentiert ist, dass ohnehin nur „Stop and Go“ beziehungsweise Schritttempo bis maximal 20 Stundenkilometer möglich ist.
Was vielfach nicht in den Online-Medien auftaucht: Überlegungen der SPD Essen
Angesichts der ohnehin angespannten Verkehrssituation auf dem Ruhrschnellweg hatte ein Sprecher der SPD Essen im Radio Essen-Interview gesagt, dass es eigentlich sinnvoller wäre, eine der Baumaßnahmen (Sanierung der Helbing-Brücken) auf die Sommerferien 2012 zu legen und die zweite Baumaßnahme (sicherheitstechnische Nachrüstung des Innenstadttunnels) auf die Sommerferien 2013, um die durch Umleitungen bedingte erhöhte Verkehrsbelastung splitten zu können.
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Bildnachweis:
A40-Tunnel: © Frank Koch, Pixelio
Stau auf der A40: © Lachsy, Pixelio
