Gerümpel und Krempel zum richtigen Zeitpunkt ausmisten

Gerümpel und Krempel loslassen - Christine Rödel
Gerümpel und Krempel loslassen - Christine Rödel
Ausmisten heißt Loslassen, wenn es erforderlich ist. Das betrifft Materielles, Gedanken, Gefühle, Worte, vieles mehr und begünstigt den Energiefluss.

Ausmisten ist Loslassen von nicht mehr Erforderlichem und birgt in sich das Vertrauen, dass im Lebensprozess genau das zu dem Zeitpunkt kommt, was gerade benötigt wird. Sich jährlich einen Überblick über den Haus- und Unrat zu verschaffen ist hilfreich und sich allem Überflüssigem unverzüglich zu entledigen erst recht. Damit wird Platz für Neues und gerade Erforderliches geschaffen.

Vom richtigen Zeitpunkt des Ausmistens

Laut Karen Kingston, Herausgeberin des Buches "Feng Shui – gegen das Gerümpel des Alltags", gilt als Faustregel, dass wenn mehr als zwei Mülltonnen voll wären, wenn man am nächsten Tag aus der Wohnung ausziehen müsse, ist es erforderlich, sofort mit dem Ausmisten zu beginnen.

Erfahrungsgemäß sind die besten Zeitpunkte, nach dem Urlaub, nach der Genesung von einer Krankheit, mit dem Antreten eines neuen Jobs, einer neuen Beziehung, eines neuen Lebensabschnittes oder vor einer Saison.

Ausmisten heißt, sich entgültig von Überflüssigem trennen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann man das Gerümpel sich selbst überlassen und warten, bis es verrottet, oder bis sich die Nachfahren ihrer annehmen, oder entsorgen, vernichten, verschenken oder verkaufen.

Ausmisten von Worten, Gedanken und Gefühlen

Auszumisten sind nicht ausschließlich materielle Habseligkeiten, sondern auch Worte, Gedanken und Gefühle, alte Freunde, die für einen reibungslosen Energiefluss nicht mehr von Nutzen sind.

Beispielsweise ist SOLLTE eines der Worte, das am meisten Energie kostet, da mit seinem Gebrauch eine Pflicht hervorgerufen wird, die in jedem Fall zu erfüllen ist. Das macht Druck und ist besser durch KÖNNTE zu ersetzen. Damit ist immerhin eine Wahlmöglichkeit eingeräumt. Auch KANN NICHT schafft jedem mehr Möglichkeiten, wenn die Redewendung durch WILL NICHT ersetzt wird. Zumal die Aktivitäten oftmals noch garnicht ausprobiert wurden, die scheinbar nicht gekonnt werden.

Gefühle sind einfach auszumisten, indem man sich fragt, ob man sich in 10 Jahren auch noch über die betreffende Sache aufregen wird.

Anleitung fürs Ausmisten

Um sich einen Überblick zu verschaffen, wo mit dem großen Ausmisten begonnen werden soll, ist es sinnvoll eine Liste zu erstellen, auf der alle Zimmer aufgeführt sind. In jedem einzelnen Zimmer werden nun die Stellen gekennzeichnet, in denen sich besonders viel Gerümpel sammelt. Mit verschiedenen Kisten, die dem Müll, der Reparatur, der Wiederverwertung, dem Verschenken oder dem Verkaufen zugeordnet sind, sind hilfreich für eine schnelle Endabwicklung.

Im Zweifelsfalle ist es ratsam sich zu fragen, ob das Teil einem wirklich nützlich ist, ob es die eigene Energie steigert, wenn es nur betrachtet wird. Ist die Antwort nicht eindeutig Ja, sollte man sich fragen, welche Daseinsberechtigung es dann hat.

Gerümpel vermeiden

Vor dem Erwerb von Neuem ist es hilfreich sich zu fragen, wofür das Teil gebraucht werden kann. Gibt es keine klare eindeutige Antwort darauf, ist neuer Krempel in Sicht.

Täglich sind Abfalleimer und Papierkörbe entweder morgens oder abends zu leeren. Alle Gegenstände sind direkt auf den für sie bestimmten Ort zu platzieren. Fürs Erste sollte aus dem Sprachgebrauch und den Handlungen gestrichen werden. Sobald etwas Neues zugelegt wird, ist etwas Altes dafür zu entfernen. Auf diese Art und Weise nimmt das Gerümpel zwar nicht ab, aber es verändert sich.

Quelle: Karen Kingston "Feng Shui – gegen das Gerümpel des Alltags", rororo tranformation Herausgegeben von Bernd Jost, 18. Auflage Januar 2003, Deutsche Erstausgabe 2000

Christine Rödel, Christine Rödel

Christine Rödel - Ich bin in Thüringen geboren und aufgewachsen. Mitte der achtziger Jahre genügte der sich immer mehr verengende Radius nicht ...

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