
- Lojo´s Kollektion - Jonas Braun
Unternehmen, besonders im ländlichen Raum, haben es nicht immer einfach, sich am Markt zu behaupten. Damit sich das ändert, entwickelte der CBS-Studenten und Unternehmensgründers Jonas Braun, das Projekt "Label my Coffee". Dieses hat sich darauf spezialisiert, hochwertigen Kaffee im individuellen Verpackungsdesign anzubieten. Nach eigenen Angaben gehören schon jetzt regionale Großbäckereien, aber auch Vereine, zum Kundenkreis. Ihren Vorteil sehen diese darin, so Jonas Braun, mit der eigenen Kaffeemarke ein individuelles Marketinginstrument, auch für ihre Produkte, in der Hand zu haben.
Wer ist der Jungunternehmer Jonas Braun
Für den späteren Berufswunsch spielt bei Kindern oft das Vorbild der Eltern eine große Rolle. Bei Jonas Braun war es die Leidenschaft für Kaffee, den diese ihm buchstäblich in die Wiege legten. Sein Vater, Rainer Braun, führt seit 25 Jahren, in Mainaschaff, die Kaffeerösterei Braun.
Jonas studierte an der Cologne Business School (CBS) International Business, mit Schwerpunkt International Trade. Eine logische Weiterentwicklung war, dass er sich 2011 mit einem eigenen Kaffee-Konzept, unter dem Namen "Label my Coffee", selbständig machte. Sein Bestreben ist es, den hochwertigen Kaffee, aus der Rösterei seines Vaters, in individuellen Verpackungsdesigns anzubieten. Da er bisher der einzige Spezialist für "private-labeling" Kaffee am Markt ist, wächst die Nachfrage an seiner Dienstleistung stetig.
Jonas Braun beklagt, dass aufgrund des sich rasant durchsetzenden Franchisings in der deutschen Café- und Backwarenbranche nicht nur Individualität, Varietät und Klasse der Kaffees verloren geht, sondern auch ein Teil der regionalen Kultur und Tradition. Er prangert an, dass die deutsche Kaffeekultur momentan von kurzzeitgerösteten und deshalb schwer verträglichen Industriekaffees geprägt sei. Dieser werde in überwiegend eintönig gestalteten Verpackungen verkauft. Das will der Jungunternehmer mit seinem Konzept ändern.
Ein Jungunternehmer mit sozialem Engagement
Jonas Braun legt bei seinem Unternehmen und der Vermarktung der Produkte, einen großen Wert darauf, dass sein Kaffee fair gehandelt werden. Das bedeutet, vereinfacht gesagt, dass die Produzenten gerecht am Gewinn beteiligt werden. Er achtet zusätzlich darauf, dass sein Geschäft mit sozialen Projekten verbunden ist. Beispielsweise spendete er einen Teil seines Jahresgewinns 2011 an den Verein Ojala. Dieser engagiert sich für eine verbesserte Schulausbildung in Ecuador. Jonas Braun arbeitet eng mit Fairtrade Organisationen zusammen. Dieses Qualitätssiegel, wirkte sich bisher nachhaltig und positiv auf die Lebensqualität von Kaffeebauern rund um die Welt aus.
Jonas Braun erwähnt, dass er, dank seines Vaters, bereits einige Kaffeeanbauländer dieser Welt, von Indien über Guatemala, Laos, Brasilien und Kuba, bereist habe. Ein Schlüsselerlebnis sei für ihn eine Reise nach Guatemala gewesen. Dort habe er zwei Wochen mit einheimischen Kaffeebauern, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Kaffee gepflückt und dabei erfahren, was es heißt, in tropischer Hitze Kaffeepflücker zu sein und einen Hungerlohn zu erhalten.
Warum einen eigenen Kaffe anbieten?
Jonas Braun sieht, dass sich Kaffee immer mehr und mehr zu einem Life-Style-Produkt entwickelt. Die negative Folge sei, dass der Markt von wenigen großen Kaffeeproduzenten dominiert und Individualität durch Franchise-Unternehmen größtenteils unterdrückt werde. Er bittet Unternehmer, die ihren Kunden, zusätzlich zu ihren Produkten, einen individuellen Kaffee anbieten wollen, ein Zeichen für hochwertigen Kaffee zu setzen und die deutsche Kaffeekultur nicht den großen Kaffeeröstereien und Vertriebsketten zu überlassen. Seine Argumentation wird durch das einzigartige Aroma seines säurearmen Kaffees, der nur durch Langzeitröstung entstehen kann, unterstützt. In einem zusätzlichen Artikel wird auf die Vermarktung von individuell gemischten Kaffee eingegangen.
Für Kunden ist der Kaffee, der unter "Label my Coffee" vertrieben wird, nur exklusiv zu erwerben. Er macht zusätzlich, bis zur Neigung, auch Werbung für weitere Produkte. Diese sind, genau wie der Kaffee, bei jedem Frühstück, jeder Pause, zu Weihnachten, Ostern oder der Kindertaufe, ein gern gesehener Gast, auf dem Tisch der Verbraucher. Zusätzlich zu Geschmack, Duft, Eleganz, Exklusivität, so Jonas Braun, steht der eigener Kaffee auch für Fairen Handel und Transparenz beim Anbau. Ein weiterführender Artikel verweist auf die Geschichte des Kaffes in Europa.
Warum das Konzept "Label my Coffee" von Jonas Braun erfolgreich sein könnte
Jonas Braun beschreibt, dass der Kaffeehandel momentan einen faszinierenden Kaffee-Boom erlebt. Erinnert sich, dass, die Rösterei seines Vaters noch Anfang der 90er Jahre fast ausschließlich Mahlkaffee produzierte und verkaufte. Das Blatt habe sich gewendet als die ersten Kaffee-Vollautomaten auf den Markt kamen. Plötzlich hatten die Großkonzerne enorme Probleme Ihre minderen Qualitäten als ganze Bohnen anzubieten. Durch die "Starbucks-Welle" wurde Kaffee schließlich zum Lifestyle-Produkt, dass in den Augen der Verbraucher ruhig etwas teurer sein darf. Momentan sei der Trend zur Individualität, nicht nur beim Kaffee, eindeutig zu spüren.
Wie hat die Ausbildung beim Beruftsstart geholfen?
Die CBS ist eine staatlich anerkannte und international ausgerichtete Wirtschaftshochschule. Sie bietet betriebswirtschaftliche Bachelor- und Masterprogramme mit zahlreichen Spezialisierungsmöglichkeiten, vorwiegend in englischer Sprache, an. Für Jonas Braun war es von Vorteil, dass die Kurse in englischer Sprache abgehalten wurden und dass er zusätzlich die spanische Sprache, die für den Handel mit Kaffee unerlässlich ist, erlernen konnte. Er lobte seine Ausbildung bei der CBS auch für die vielfältige Unterstützung, besonders für kreative Köpfe. Wertvoll und eine gute Vorbereitung auf seine Selbstständigkeit, waren für ihn auch die praxisorientierte Ausbildung und seine aktive Mitarbeit in studentischen Initiativen und Vereinen.
Quelle: Unternehmensgründer Jonas Braun
