Geschichte der alternativen Antriebe: Elektroauto und Hybridmotor

Elektroauto und Hybridmotor tauchen in den Medien auf, als ob es Neuerfindungen wären. Dabei sind beide Ideen über 100 Jahre alt.

Alternative Antriebe sind in aller Munde. Die fossilen Energieträger werden stetig weniger und der Druck, alternative Energieformen nutzbar zu machen, steigt. Neben Solarzellen und Windparks wird besonders häufig von alternativen Antrieben im Verkehr berichtet. Dabei entsteht der Eindruck, diese Forschung wäre neu. Dabei gab es den Elektromotor noch vor dem Verbrennungsmotor.

Elektromotor von Werner von Siemens

Der erste Elektromotor wurde 1882 von Werner von Siemens in eine Kutsche eingebaut und vorgestellt. Über Oberleitungen wurde die Stromversorgung gesichert. Der Prototyp, den Siemens vorgestellt hat, ging nicht in die Serienproduktion. Das Elektroauto wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Serie hergestellt. Seine Einsatzgebiete waren jedoch nur Nischen: die Milchautoflotten, die täglich Milchflaschen an die Haustüre lieferten. Die Straßenbahn verwendete später das Prinzip weiter. Heute nutzen U-Bahnen und S-Bahnen die Idee der Stromversorgung über die Oberleitungen.

Die Idee des Elektrofahrzeuges wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Verbrennungsmotor verdrängt. Das Elektroauto benötigte schwere Akkus und verwendetet große Motoren. Gleichzeitig blieb die Reichweite der Fahrzeuge relativ gering. Der Verbrennungsmotor zog mit einer größeren Reichweite und leichteren Motoren am Elektromotor vorbei. Daraufhin versank die Idee in der Versenkung und wurde aufgegeben.

Wiederentdeckung des Elektromotors während der Golfkriege

90 Jahre später nahm die Welt die ersten Anzeichen von Treibstoffknappheit wahr. In den Golfkriegen wurden die Ölkrisen ausgelöst, in deren Folge in Deutschland mal nur Autos mit geraden Kennzeichen fahren durften, mal nur Autos mit ungerader Nummer im Kennzeichen. Die Idee des Elektromotors wurde aus den Archiven geholt.

Golf versuchte sich von 1992 bis 1996 an dem Elektroauto mit Namen CitySTROMer, produzierte jedoch nur 120 Fahrzeuge. Die Idee, ein Firmenfahrzeug zu entwickeln, wurde nicht Realität. 1996 versuchte General Motors ebenfalls ein Elektrofahrzeug zu entwickeln. Bis 1999 wurden 1.100 EV1produziert, bevor die Serie eingestellt wurde.

Eine Dekade Pause

Nach dem Versuch von GM herrschte Pause. Die Benzinpreise stiegen. 2008 waren die Steigerungen hoch genug, sodass die Forschung wider begann. Dieses Mal bei kleinen Herstellern, die eigenständige Entwicklungen begannen. Inzwischen finden sich Prototypen auf den Straßen und die ersten Entwicklungen sind in die Serienproduktion gegangen, zum Beispiel der Tesla Roadster.

Hybridfahrzeuge sind einfacher zu entwickeln?

Die Kosten für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen sind hoch. Die Batterien in den fertigen Fahrzeugen sind verhältnismäßig teuer, bei gleichzeitig eingeschränkter Reichweite. Die Problem vom Ende des 19. Jahrhunderts beschäftigen noch heute die Forscher. Um mit dem Verbrennungsmotor konkurrieren zu können, wird häufig eine Hybridlösung gewählt. Bei der Hybridlösung findet sich weiterhin ein Verbrennungsmotor im Auto, der um einen Elektromotor ergänzt wird.

Wie am Elektromotor, wird auch am Hybridmotor seit langem geforscht. Ferdinand Porsche meldete vor über 100 Jahren ein Patent an. Dieses Patent drehte sich um einen elektrische Radnabenmotor. 1994 war der Audi 80 duo ein Hybridfahrzeug das zum ersten Mal in Serie auf den Markt kam. Der bisher erfolgreichste Hybrid ist seit 1997 der Toyota Prius, in den USA Busse von Peterbilt und Busse von Mitsubishi. Solaris Bus & Coach hat den Bus Urbino 18 Hybrid auf den europäischen Markt gebracht.

Barbara Fiedler - Guten Tag, ich bin Informatikerin. Zusätzlich habe ich bereits zu Schulzeiten journalistisches Schreiben bei der ...

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