Kinder lieben Geschichten, die sie verzaubern und ihnen helfen, den Alltag zu verarbeiten. Genaues Zuhören und Erzählen von Geschichten fördert die Fantasie, das Sprechen lernen und erfassen von sachlichen Inhalten.
Wünsche, Träume und Ziele
Träume, Wünsche und Ziele hat jeder. Es ist immer von Vorteil, an diese zu glauben, um weiter zu wachsen und den Gipfel des Zieles vor sich zu sehen und ihn anzusteuern. Es gibt viele Dinge, die symbolisch für Wünsche stehen. Nehmen wir die Wimpern. Leute erzählen sich seit Ewigkeiten, dass eine Wimper für einen Wunsch steht. Man legt die abgefallene Wimper auf den Zeigefinger, schließt seine Augen und wünscht sich im Stillen etwas. Niemandem darf man diesen Wunsch sagen, damit er in Erfüllung geht. Wichtig ist, dass man sich dadurch mit sich selbst beschäftigt, sich selbst etwas näher kommt. Sich und seinen Wünschen, seinen Träumen und seinen Zielen.
Geschichten für Kinder und Erwachsene
Wenn wir wollen, können wir aus allem, was uns bewegt und interessiert, eine Geschichte machen. Geschichten halten Erlebnisse, Erfahrungen und Fantasien fest. Kinder erzählen gern und viel. Sie werden gerne ins Geschichtenerzählen mit eingebunden. Lebendig wird eine Geschichte für sie ebenso, wenn sie selbst oder Familienmitglieder beziehungsweise Freunde in der Geschichte mit dabei sind. Geschichten entstehen aus einfachen Ideen, aber sie haben verschiedene Ziele und Formen. Sie dienen zur Verarbeitung des Alltags oder des inneren Wachstums. Geschichten, die uns helfen, Ziele und Träume nie zu verlieren.
Anregungen für Geschichten, die Erwachsene oder Kinder erzählen und vertiefen können
- Die Schachtel mit den Wünschen
Anton lebt mit seiner Mama ein ruhiges, einfaches Leben. Seine Mama entdeckt eines Tages eine Wimper bei ihm im Gesicht und erzählt ihm, wie er sich etwas wünschen kann. Anton hat daraufhin die Idee, seiner Mutti zum Geburtstag eine Schachtel mit einer ihrer Wimpern zu schenken, damit sie ihre Wimpern darin sammeln und sich etwas wünschen kann. Doch wie kommt er an eine Wimper heran? Abschneiden? Das geht leider schief und Mama schimpft. Also muss er sich eine schnappen, wenn er ihr über die Wangen streichelt.
- Sternschnuppen - Party
Amelie, Anna und Otto freuen sich auf die Geburtstagsfeier von Leo. Doch Leo ist traurig, weil er die elektrische Eisenbahn nicht bekommen hat, die er sich schon so lange wünscht. Die Freunde überlegen, wie sie ihn trösten können. Dann haben sie die Idee, mit ihm am Abend unter dem Sternenhimmel eine Sternschnuppen-Party zu feiern. Leo bekommt von allen, die eine Sternschnuppe sehen, einen Wunsch geschenkt.
- Grün wie ein Kleeblatt
Bauarbeiter Hans und seine Arbeiter spielen auf einer grünen Frühlingswiese. Sie malen mit Fingerfarbe. Hugo, der Tollpatsch, stolpert über die grüne Farbe. Er sieht so lustig aus, dass ihn alle auslachen. Nur Hugo findet es nicht komisch. Mit Mühe drückt er seine Tränen weg. Bauarbeiter Hans vergleicht ihn mit einem Kleeblatt. Nun muss auch Hugo lachen, denn Kleeblätter bringen Glück und er könnte welches gebrauchen. Alle beginnen für Hugo, ein Kleeblatt zu suchen.
- Wünsche werden nicht immer wahr
Marie wünscht sich schon seit langem das Buch über die Mädchengruppe, die im Internat nur Blödsinn macht. Sie möchte auch gerne einmal mit ihnen lachen und Spaß haben. Doch Marie bekommt das Buch nicht, weil ihre Eltern sagen, so was gehört sich nicht. Maries Bauch tut schon weh, weil sie es sich so sehr wünscht. Ihre beste Freundin Anna schenkt ihr dann ein Buch, in das sie ihre Geschichten mit der Mädchengruppe aufschreiben kann. Marie freut sich sehr und kann von nun an selbst entscheiden, was die Mädchen in ihrem Buch alles erleben.
- Anders sein ist nicht schlimm
Louis mag keine Bausteine, keine Autos und erst recht keinen Fußball. Viel lieber spielt er mit Puppen und Mamas Kleidern. Und heimlich, wenn er abends im Bett liegt, denkt er daran, wie es wäre, ein Mädchen zu sein. Dann könnte er vielleicht auch der Freund von Max werden, denn Max lacht immer so lieb, wenn er mit Mädchen spielt. Doch keiner der Jungen will mit ihm etwas zusammen machen. Eines Tages singt Louis dann vor der Klasse. Alle staunen. Sogar Max. Singen können nur wenige richtig gut, sagt Frau Schulz, die Musiklehrerin.
Geschichten erfinden und ausarbeiten
Wenn erst einmal die Idee für eine Geschichte da ist, können wir diese Idee lebendig in einer Geschichte verpacken. Unserer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Eine neu erfundene Geschichte sollte man sich gut merken oder aufschreiben, damit sie wiederholt erzählt werden kann. Wiederholungen sind wichtig, damit Kinder die Geschichte nacherzählen oder erweitern können. Außerdem bietet immer Wiederkehrendes Sicherheit und Verlässlichkeit. Wir könnten von Anton und seiner Mutter weitere Abenteuer erfinden und Inhalte der Geschichte den Interessen der Kinder anpassen. So wird es nie langweilig. Mädchen mögen beispielsweise Lauras Stern und Jungen Bob, der Baumeister.
