Zypern - eine Insel voller Geschichte, wo Götter Urlaub machen

Petra Tou Rominiou - Sandra Liwowski
Petra Tou Rominiou - Sandra Liwowski
Auf Zypern kann der entdeckungsfreudige Urlauber viele Spuren der bewegenden Geschichte dieser Insel erkunden und auf den Spuren der Aphrodite wandeln.

Blaues Meer, strahlende Sonne und antike Steine. Daran kommt kein Urlauber auf der drittgrößten Insel im östlichen Mittelmeer vorbei. Wer nicht nur am Strand liegen möchte, für den bietet die Insel zahlreiche antike Stätten, die es lohnt zu entdecken.

Paphos

Die kleine Hafenstadt Paphos ist Zeugnis der bewegenden Vergangenheit der Insel. Eindrucksvoll ragt das mittelalterliche Kastell, das Wahrzeichen von Paphos aus dem Wasser. Es wirkt beinahe friedlich. Kaum vorstellbar, dass diese Festung einmal Schauplatz von Kämpfen war und Kanonendonner die Stadt erschütterte. Die Ruinen von Paphos gehören seit 1980 zu dem Unesco-Weltkulturerbe. Ebenso sehenswert sind die so genannten Königsgräber aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., als Zypern unter der Herrschaft der Ptolemäer stand sowie die drei römischen Villen aus dem 2./3. Jh. n. Chr in Kato Paphos.

Kato Paphos

Auch wenn von ihnen nur noch ein paar Säulen übrig geblieben sind, lohnt es wirklich, diese zu besichtigen. Das eigentlich interessante befindet sich nämlich auf dem Boden. Herrliche Mosaiken kann der kulturinteressierte Tourist zu seinen Füßen entdecken und bewundern. Die Kunstwerke sind erstaunlich gut erhalten, so lohnt sich wenigstens das Verharren in der heißen Sonne. Die Bodenmosaike wurden zufällig bei Bauarbeiten entdeckt und 1962 freigelegt. Dargestellt werden hauptsächlich Szenen aus der griechischen Mythologie. Die einzelnen Szenen sind aus vielen Kleinteilen mühsam zusammengesetzt und wirken sehr lebendig. Es stimmt also, wenn im Reiseführer steht: Diese römischen Mosaiken gehören zu den schönsten im östlichen Mittelmeer.

Zypern - „die Insel, auf der die Götter Urlaub machen“

Einmal auf den Spuren der griechischen Götter wandeln? Auf Zypern wird selbst dieser Traum wahr. Paphos war mit dem berühmten Tempel der Aphrodite auch ein bedeutendes Zentrum ihrer Verehrung. Aphrodite trug daher auch den Beinamen „Paphia“. Seine Ruinen erinnern an die Sage der Aphrodite. Aphrodite soll die Tochter von Himmel und Erde gewesen sein. Sie soll im Meer geboren und anschließend aus dem Schaum des Meeres empor gestiegen sein. Auf Zypern wurde sie an Land gespült und fand dort ihre Heimat. Aphrodite, die Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit. Der Petra Tou Rominiou, auch Felsen der Aphrodite genannt, ist schon von weitem zu sehen, da er vor der Küste imposant aus dem Meer ragt. Er markiert die Stelle, an der Aphrodite dem Meer entstiegen sein soll. Ein Gerücht besagt: Wer sieben mal um den Felsen schwimmt, erlangt Jugend und Schönheit. Ob das stimmt? Ausprobieren lohnt allemal. In dem Dorf Kouklia sind im Museum der Aphrodite zahlreiche interessante Funde zu entdecken.

Kolossi

Die Johanniterburg von Kolossi ist ein Andenken aus der Zeit der Kreuzritter, in der heldenhafte Ritter in glänzenden Rüstungen auf edlen Rössern durch die Lande zogen. Die Burg wurde auf Land erbaut, das der fränkische König Hugo I im 13. Jhd. dem Orden der Johanniter schenkte. Im 15. Jhd. erfolgte ein Umbau der Burg. Der Eingang befindet sich in der ersten Etage und ist über eine Brücke zu erreichen. Der Wohnturm ist 23 m hoch. In der unteren Etage befanden sich ein Kirchenraum und die Küche, in der zweiten Etage waren zwei große Wohnräume mit Feuerstellen. Hier baten edle Kreuzritter nach einem erfolgreichen Kreuzzug zum Tanze. Für die mutigsten lohnt ein Gang in den Keller. Hier im dunklen Verließ mussten bestimmt die Schurken und Bösewichte mehr oder weniger freiwillig verweilen.

Moschee Hala Sultan Tekesi

Am Ufer des Salzsees bei Larnaca, nahe des Flughafens liegt die Moschee Hala Sultan Tekesi. Die Moschee wurde im Jahre 1816 zum Gedenken an Um Haram erbaut. Um Haram starb 649 und liegt hier begraben. Sie soll eine Verwandte des Propheten Mohammed gewesen sein. Die Hala Sultan Tekesi Moschee ist eine bedeutende islamische Wallfahrtsstätte gleich nach den drei wohl berühmtesten: Mekka, Medina und Jerusalem.