
- Lollipop Monster, Soundtrack, CD-Cover - MerMer Movie
Düster, wie die Geschichte von Ari und Oona, spielt die morbide Lieblingsband Tier eine ausschlaggebende Rolle im Teenie-Movie „Lollipop Monster“, der streckenweise die echten Teenager-Geschichten von Comic-Zeichnerin Ziska Riemann und Lucilectric-Sängerin Luci van Org erzählt (beide schrieben das Drehbuch, das von Riemann verfilmt wurde und bereits auf der 61. Berlinale für das beste Kostümbild ausgezeichnet wurde). Gegensätzlicher und bunter könnte die Musik kaum sein, wenn Okinawa Pony „Bye Bye Barbie“ singen, die aller Voraussicht nach van Orgs Lucilectric-Zeit bereits im Teenie-Film ankündigen.
Einstürzende-Neubauten-Member Alexander Hacke featured Tier
Alexander Hacke, Gitarrist/Bassist der Band Einstürzende Neubauten und Ex-Ehemann von Meret Becker (er arbeitete auch mit seiner Ex-Freundin Chrisiane Felscherinow, besser bekannt als Christiane F., musikalisch und schauspielerisch zusammen), komponierte für Tier dramatische Songs, mit denen „Lollipop Monster“ beginnt und endet. Hacke, der mitunter Filmmusiken für Fatih Akin schrieb, spielt in Riemanns Film seine wilde Gothic-Industrial-Pop-Songs inmitten der Teenage-Angst. Mit „Instinkt“ thematisiert er den Ruf der Freiheit, den er „Von einer Art“, wie man sie nur aus der gespenstischen Musikwelt her kennt, besingt.
Susie van der Meer ist mit zwei sehr kurzen Songs auf „Lollipop Monster“ enthalten
Susie van der Meer kennt man spätestens seit ihrer gesanglichen Mitwirkung beim Soundtrack zum Tom-Tykwer-Filmerfolg „Lola Rennt“, wo sie den Song „Somebody has to pay“ interpretiert. Experimenteller geht es bei ihren „Lollipop Monster“-Beiträgen zu. Beim 47-Sekunden-Song „Ka Uh Kah Boogie“ und beim 1:19-minütigen Song „Akita Mountains“ meint man, eine asiatische Marilyn Monroe haucht ins Mikro.
Illustre Schar von Musikern vereint auf OST „Lollipop Monster“
The Assassinations klingen mit ihren Psychedelia-Sixties-Garage-Seventies-Punk-Songs sehr nach Lou Reed, Velvet Underground, The Clash und T-Rex. Komponist Ingo Frenzel, der beim OSCAR-ausgezeichneten Filmerfolg „Spielzeugland“ mitwirkte, steuert das spielerische „Ghost in the Water“ und etliche andere Instrumentals bei, die dem Film musikalisch untermalte Tiefe geben. Insgesamt ist der Soundtrack zu „Lollipop Monster“ ausgesprochen kreativ zusammengestellt worden, jeder Titel ist ein Unikat.
Trackliste Soundtrack „Lollipop Monster“
- „Instinkt“ - Tier feat. Alexander Hacke
- „Out of the past“ - The Assassinations
- „Candygirl“ - Khan
- „Hsiao Ch'u“ - Toubab
- „Bye Bye Barbie“ - Okinawa Pony
- „Dalamie“ - Ingo Frenzel
- „Ka Uh Kah Boogie“ - Monotiger feat. Susie van der Meer
- „Intoxication“ - The Assassinations
- „Von einer Art“ - Tier feat. Alexander Hacke
- „Ghost in the water“ - Ingo Frenzel
- „Unberechenbar“ - Karakal
- „The Whale“ - Toubab
- „Not my party“ - Ingo Frenzel
- „Cities of the red night“ - The Assassinations
- „Animalibill“ - Electronicat
- „Akita Mountains“ - Monotiger feat. Susie van der Meer
- „Von einer Art“ (Acoustic) – Tier feat. Alexander Hacke
- „Painting“ - Ingo Frenzel
„Lollipop Monster“ OST erschien am 26. August 2011 bei MerMer Movie
