Gestatten: Emma Stone, Komödiantisches Multitalent

Emma Stone hat ihr Leben mit einer Power Point Präsentation komplett auf den Kopf gestellt und zählt seither zu den bekanntesten weiblichen Komödiantinnen.

Sie macht Eierkuchen mit Schokoladen-Speck-Überzug, wobei sie sich schon mal schlimme Verbrennungen zuzieht, schlich sich als 13-jährige nachts aus dem Haus, aber nicht, ohne ihrer Mom vorher Bescheid zu sagen und hat Ryan Gosling während der Dreharbeiten zum gemeinsamen Film „Crazy Stupid Love“ während der „Dirty Dancing“-Szene beinahe erwürgt. Auch, wenn Emma Stones Leben chaotisch klingt, so ist ihre Filmwahl exzellent und ihre lustigen Geschichten sind immer gut für eine Anekdote, wenn sie bei den zahlreichen Talkshows ihren neuesten Streifen vorstellt.

Emma als notorische Wahrheitssagerin

In einem Interview mit Talklegende Jay Leno verriet sie, dass ihre Eltern einen ganz besonderen Erziehungstrick bei ihren Kindern angewendet haben. Emma bekam keinen Ärger für eine begangene Missetat, solange sie die Wahrheit erzählte. So zog sie zum Beispiel im Alter von 13 Jahren nachts mit ihren Freunden zum örtlichen Supermarkt los, um Süßigkeiten zu kaufen, doch bevor Emma sich aus dem Haus geschlichen hat, hat sie ihre Mom kurz geweckt und gesagt, was sie vorhat. Ihre Mutter wiederum hat völlig gelassen reagiert und nur gesagt, dass sie doch bitte ihr Handy mitnehmen soll, falls der Ausflug länger als eine Stunde dauern sollte. „Meine Eltern waren immer sehr verständnisvoll und cool.“ So kam es auch dazu, dass sich die ganze Familie tätowieren ließ. Alles begann bei den Dreharbeiten zum Film „Zombieland“. Emmas Co-Star Woody Harrelson ging zusammen mit dem Cast zu Paul McCartneys Haus, denn die beiden sind gute Freunde. Emma hat Paul gebeten für sie Amselfüße zu malen, da „Blackbird“ der Lieblingssong ihrer Mom ist und die ganze Familie auf Grund der Genesung ihrer Mutter vom Krebs ein gemeinsames Tattoo haben wollte.

Mit einer Power Point Präsentation nach Hollywood

"Seit ich mich erinnern kann, habe ich mich bei der Schauspielerei immer frei gefühlt. Es macht mich zwar sehr emotional, aber auch unglaublich glücklich. Zwischen den Worten Action und Cut fühle ich mich komplett wie ich selbst. Daher beziehe ich meine gesamte Energie". Emma stand schon als Kind auf der Theaterbühne und als sie 15 Jahre alt war, stellte sie für ihre Eltern eine Power Point Präsentation zusammen, um nach Hollywood ziehen zu dürfen. „Ich habe den Song „Hollywood“ von Madonna mit eingebaut, Popcorn gemacht und Fotos von berühmten Leuten und den Hollywood Hills gezeigt“. Ihre Eltern gaben sich schließlich geschlagen und Emma zog zusammen mit ihrer Mutter nach LA, ihr Bruder Spencer und ihr Vater blieben zu Hause in Arizona. "Ich verlasse mich auf meinen Instinkt und meine Intuition" und auch, wenn die Entscheidung nach Los Angeles zu gehen nicht immer leicht war, so war es doch die richtige. "Es ist ein großer Schock von heute auf morgen als 15-jährige von der High School zur Arbeit zu gehen. Jede Sicherheitsdecke ist weg. Man kann sich nicht darauf vorbereiten. Es ist ein langer Lernprozess". Doch dank der Hilfe ihrer Familie hat Emma es geschafft, ihre Schauspielkarriere professionell anzugehen.

„Mein Traum ist es Saturday Night Live“ zu moderieren“

Im Jahr 2007 ging esdann für Emma richtig los, sie übernahm einen Part in „Superbad“, der ihre Karriere enorm vorantreiben sollte. Produzent Judd Apatow schlug nämlich vor, dass sie sich die Haare rot färbt und damit hat er ihr Markenzeichen kreiert. 2008 war Emma gleich mit zwei Filmen am Start, in „The House Bunny“ und „The Rocker“. 2009 spielte sie einen Geist im Film „Der Womanizer“. 2010 drehte sie „Einfach zu haben“, „Paper Man“ und „Zombieland“. Zudem wurde ihr größter Traum war, sie wurde gebeten "Saturday Night Live" zu moderieren. "Ich bin verrückt nach SNL. Es ist meine absolute Lieblingsshow. Einige Schauspieler sagen, dass, sollten sie jemals einen Oscar gewinnen, dann... Genauso wäre es für mich, wenn ich SNL moderieren könnte. Danach wüsste ich gar nicht, wie es weitergehen soll, ich wäre völlig verloren und müsste einen neuen Traum finden". Emma hatte 2011 mit „The Help“, „Crazy Stupid Love“ und einem Kurzauftritt in „Friends with Benefits“ ein tolles Jahr und auch 2012 sieht es mit der Neuverfilmung von „The Amazing Spider Man“ sehr vielversprechend für sie aus.

Doch Emmas Ziel ist es, auch zu Produzieren. In einem Interview verriet sie, dass sie die Art von Filmen machen möchte, die auch sie inspiriert haben und bei denen man Stolz sein kann, ein Teil davon zu sein. Und damit vielleicht auch mehr komödiantische Rollen für Frauen zu schaffen, denn wie sie selbst einst sagte: "Es gibt nur wenige Hauptrollen für Frauen in Komödien. Heutzutage scheint es wichtig zu sein, seine eigenen Charaktere zu entwickeln und sich mit einem guten Autor zusammenzutun.“

Quellen:

Emmas Biografie

Zitate von Emma

Details aus Emmas Leben