
- Ingwer - wrw
Ingwer, Kardamom und Koriander bereichern unsere Küche um einiges. Doch auch die Gesundheit profitiert von diesen Gewürzpflanzen...
Ingwer (Zingiber officinale)
Ein vor allem im Reich der Mitte altbewährtes Nahrungs- und Heilmittel. Aber nicht nur in China, auch in anderen Gegenden ihrer asiatischen Heimat sind die runzeligen Ingwerwurzeln seit Jahrtausenden hochgeschätzt, nicht zuletzt wegen ihrer verdauungsstärkenden Wirkung. Bei Magenbeschwerden aller Art, sogar bei Magengeschwüren kann eine Behandlung mit Ingwer erfolgreich sein. Neuerdings kommt er in pulverisierter Form gegen die Reisekrankheit zu Ehren. Hier ein einfacher Tipp: Wenn Ihr Mageninhalt dazu neigt, sich auf Autofahrten oder Schiffsreisen ebenfalls auf die Reise zu begeben, nehmen Sie vor der Abfahrt einen halben Teelöffel gemahlenen Ingwer ein oder kauen ein kleines Stück frische Ingwerwurzel.
Ingwersaft ist übrigens auch ein ausgezeichnetes Tonikum, das den Appetit und die Verdauung anregt. Um ihn zu gewinnen, schabt man ein Wurzelstückchen mit einer Reibe und presst den so gewonnenen Brei durch ein Leinentuch.
Wirkungen von Ingwer
- verdünnt auf natürliche Weise das Blut und beugt so Thrombosebildung vor
- senkt erhöhten Cholesterinspiegel und Blutdruck
- fördert die Durchblutung
- appetitanregend und verdauungsfördernd
- entbläht und fördert die Darmperistaltik
- lindert Schmerzen
- stärkt Herz und Immunsystem
- keimtötend (antiseptisch)
- Anwendung bei Durchfallerkrankungen, Erbrechen, Reisekrankheit und Übelkeit bei Schwangeren, Erkältungskrankheiten, rheumatischen Beschwerden, Blähungen, Darmkoliken, nervösen Magenbeschwerden
Kardamom (Elettaria cardamomum)
Die »Königin unter den Gewürzen«, bei uns vor allem aus der Weihnachtsbäckerei bekannt, war über viele Jahrhunderte eines der feinsten und teuersten Gewürze. Aus den Berichten der antiken Heilkundigen Dioskurides und Plinius geht hervor, dass der zu den Ingwergewächsen zählende Kardamom schon den alten Griechen und Römern wohlbekannt war.
Im Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunde gilt Kardamom unter anderem als Gehirntonikum und als Mittel zur Gedächtnisförderung. Zudem werden die aromatischen Kardamomfrüchte dort ebenso wie Ingwer als Aphrodisiakum verwendet. In den arabischen Ländern würzt man den Kaffee mit Kardamom, um ihm einen exzellenten Geschmack zu verleihen.
Wirkungen von Kardamom
- regt die Verdauung an
- stimuliert und kräftigt das Herz
- löst den Schleim in Bronchien und Nasennebenhöhlen
- lindert Blähungen und nervöse Appetitstörungen
- Anwendung bei Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Blähungen, Erkältungskrankheiten der Atemwege, Mundgeruch
Koriander (Coriandrum sativum)
Ein Veteran unter den Gewürzen, denn Koriander wird bereits seit mehreren Jahrtausenden in Indien, Ägypten und China zur häuslichen Nutzung kultiviert: altägyptische Grabfunde, mehrfache Erwähnungen im Alten Testament, Lobpreisungen seiner guten Wirkungen in Koch- und Heilkunst bei den alten Griechen und Römern legen Zeugnis von der langen Geschichte des zarten, rosa blühenden Doldengewächses ab. Seinen Beinamen Wanzenkraut hat der Koriander dem unangenehmen Geruch nach Wanzen zu verdanken, der ausströmt, wenn man seine Blätter zerreibt.
Wirkungen von Koriander
- verdauungsfördernd und appetitanregend
- entbläht und fördert die Darmperistaltik
- entschlackt und entwässert
- lindert Entzündungen im Verdauungssystem und in den Harnwegen
- senkt Fieber
- regt Kreislauf und Durchblutung an
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Die Heilpflanzenkunde ersetzt bei Beschwerden nicht den Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers. Auch übernehmen weder Autor noch Suite101 Verantwortung für die Risiken einer Eigenbehandlung infolge des Artikels.
