Gesunde Ernährung bei Asthma - positiv wirkende Lebensmittel

Asthma ist heutzutage weit verbreitet, Ursachen und Ausprägung der Erkrankung sind sehr unterschiedlich. Eine gesunde Ernährung kann Beschwerden lindern.

Eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege ist das Asthma. Neben der intrinsischen Form ist das extrinsische Asthma die am häufigsten auftretende Form - meist familiär gehäuft und oft in Verbindung mt anderen Allergien auftretend. Die Symptome des Asthmas beziehungsweise ein Asthmaanfall kann beispielsweise ausgelöst werden durch:

  • Infektionen
  • körperliche Anstrengung
  • Angst
  • Hausstaubmilben
  • Tierhaare
  • Blütenpollen oder auch
  • Nahrungsmittelallergien.

Asthma und Ernährung

Asthma kann nahrungsmittelbedingt sein. Es stehen zwar einige Lebensmittel in Verdacht, Asthma auszuösen, generell gibt es jedoch keine potenzielle Liste für asthmaauslösende Nahrungsmittel, da jeder Allergiker auf unterschiedliche Stoffe und auch in unterschiedlichem Ausmaß reagiert. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass Lebensmittel wie

  • Kuhmilch
  • Weizen und andere Getreidearten
  • Hefe
  • schimmelhaltige Lebensmittel
  • Nüsse
  • Fisch
  • Eier

allergische Reaktionen auslösen können, die sich in einem Asthmaanfall äußern. Weiterhin können bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe Asthmaanfälle verursachen. Hierzu zählen beispielsweise die Sulfite. Sie wurden lange Zeit in den USA als Konserverungsmittel für Obst, Gemüse und Salat verwendet, seit 1986 ist ihr Einsatz bei frischem Obst und Gemüse aber verboten. In der EU dürfen Sulfite ebenso nicht frischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen zugesetzt werden. In geringen Mengen kommen sie jedoch in Produkten wie

  • Trockenobst
  • Marmelade
  • kandierten Früchten und
  • Essig sowie
  • Konserven von Schaltieren

vor. Diese Sulfite müssen jedoch in der Zutatenliste aufgeführt werden. Zudem wird auch der Konservierungsstoff Benzoesäure für zahlreiche Asthmaanfälle verantwortlich gemacht. Er wird unter anderem

  • Salatsoßen und Majonäse
  • mariniertem Fisch und Fischfertigprodukten
  • Limonade
  • Gurkenkonserven
  • Backwaren aber auch
  • Senf
  • Fleischsalat
  • Kartoffelsalat sowie
  • eingemachtem Obst

zugesetzt. Einige weitaus seltener verwendete Zusatzstoffe können ebenso allergen wirken:

  • E 310-312
  • E 320
  • E 321

Negative Wirkungen bei Asthmatikern können auch die Farbstoffe

  • E 102
  • E 104
  • E 110

haben. Diese Zusatzstoffe müssen in der EU jedoch auf dem Etikett beziehungsweise in der Zutatenliste aufgeführt werden.

Was kann man mit gesunder Ernährung bei Asthma tun?

Zunächst macht es Sinn, die potenziell Allergie auslösenden Nahrungsmittel zu meiden und vollständig vom Speiseplan zu streichen. Ein Blick auf die Zutatenliste verarbeiteter Lebensmittel kann da sehr hilfreich - ja sogar lebensrettend sein. Nicht immer ist es möglich, die genauen Zutaten herauszufinden, zum Beispiel beim Essen in Restaurants - hier besteht zum Beispiel keine Kennzeichnungspflicht für mit Sulfiten behandelte Nahrungsmittel. Im Zweifelsfall sollten Sie daher lieber verzichten.

Es gibt jedoch auch Lebensmittel, von denen man inzwischen weiß, dass sie bei Asthma eine lindernde Wirkung besitzen. Asthmatiker, die häufig durch Stress Anfälle erleiden, sollten vermehrt grünes Gemüse und Hülsenfrüchte zu sich nehmen. Sie liefern Vitamine des B-Komplexes und verschaffen Linderung. Bei Asthma macht es außerdem Sinn, die Abwehrkräfte der Atemwege zu stärken. Hierbei helfen vor allem die Antioxidantien Vitamin A, C und E, da sie die durch entzündliche Reaktionen auf Allergene entstehenden freien Radikale vernichten:

  • Leber (Vitamin A)
  • Möhren, Spinat, Aprikosen (Provitamin A)
  • Zitrusfrüchte und Gemüse (Vitamin C)
  • Sojabohnen und Olivenöl (VItamin E).

Weiterhin kann der Mineralstoff Magnesium die Verkrampfung der Atemwege bei asthmabezogenen Beschwerden lösen. Magnesium ist hauptsächlich enthalten in:

Da es sich bei Asthma um eine chronisch-entzündliche Erkrankung handelt macht auch eine entzündungshemmende Ernährungsweise Sinn. Als entzündungshemmend gelten vor allem die in Fischen wie Lachs, Hering, Makrele, Kabeljau und Sardine enthaltenen Omega-3-Fettsäuren.

Tipps und Tricks für Asthmatiker

Wer bei einem Asthmaanfall auf Kaffee zurückgreift um die Beschwerden zu lindern, sollte vorsichtig sein: Bei durch Angst ausgelösten Asthmaanfällen wird empfohlen weitgehend auf Koffein zu verzichten. Außerdem ist das in vielen Asthmamedikamenten enthaltene Theophyllin von ähnlicher chemischer Struktur wie Koffein, eine gleichzeitige Aufnahme kann sich negativ auswirken.

Wenn das Asthma nahrungsmittelbedingt ist, sollte ein Ernährungstagebuch geführt werden, um die Auslöser genau zu ermitteln und nicht pauschal auf Lebensmittel verzichten zu müssen.

Schon vor einiger Zeit fand man heraus, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren (zum Beispiel in Margarine) manche Menschen anfälliger für Asthmaanfälle machen können. In diesem Falle wäre die gute alte Butter wieder auf dem Vormarsch und sollte Margarine vorgezogen werden.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel den eines Arztes - nicht ersetzen kann!

Literatur:

Biesalski HK: Nahrung, die schadet, Nahrung, die heilt. Verlag das Beste (Stuttgart 1997)

Koula-Jenik H, Kraft M, Miko M, Schulz RJ (Hrsg.): Leitfaden Ernährungsmedizin.

Cindy Maréchal, privat

Cindy Maréchal - Kurzvita 1998-2002 Studium der Haushalts- und Ernährungswirtschaft (Schwerpunkt Ausbildung und Beratung) an der Fachhochschule ...

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