Das Wohlbefinden des Menschen hängt nicht selten davon ab, wie er mit seinem Körper umgeht. Die Lebensweise eines jeden hat entscheidenden Einfluss auf seine Gesundheit. Bei ungesunder Ernährung beispielsweise reagiert der Organismus mit: Völlegefühl, Magendrücken, Übelkeit oder im schlimmsten Fall mit Erbrechen oder Durchfall. Über einen längeren Zeitraum kann dies zu ernsthaften Erkrankungen führen. Die Faktoren, die den Körper am meisten belasten, sind zu wenig Bewegung, Stress, zu schnelles Essen, falsche und ungesunde Ernährung sowie unzureichende Flüssigkeitszufuhr.
Insbesondere bei den sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes sind die Chancen, das persönliche Befinden durch einfache Maßnahmen zu verbessern, beträchtlich. Und genau dieses zeichnet den Menschen aus, nämlich die Fähigkeit, sich ändern zu können.
Änderung der Ernährungsgewohnheiten
Gerade im Bereich Ernährung und Bewegung ist es oft aber gar nicht so einfach, eingefahrene Gewohnheiten zu überwinden. Der Griff nach dem Stück Schokolade signalisiert dem Körper Belohnung oder Trost, Verzicht und Sport hingegen klingen erst einmal wenig verlockend. Man muss sich zunächst einmal fragen: „Warum will ich eigentlich etwas ändern?“ Dabei sollte man ehrlich mit sich ins Gericht gehen und sich deutlich vor Augen führen, welche Vor- und Nachteile eine Veränderung mit sich bringt.
Ein Beispiel:
Jemand, der zu viele Pfunde auf die Waage bringt, sollte sich klar machen, dass dieses Übergewicht sein Wohlbefinden, seine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt sowie die seelische Verfassung negativ beeinflusst. Er sollte sich überlegen: „Könnte ich ernsthaft erkranken, wenn ich so weitermache wie bisher?“ Im Falle des Übergewichts sollte man konsequent und mit Überzeugung seine Ernährung umstellen, außerdem für regelmäßige Entspannung und Bewegung sorgen.
Belastung durch Übergewicht
Ein zu hohes Gewicht belastet den Körper auf vielerlei Weise. Die Muskulatur, Lunge, Herz und Kreislauf sind ebenso wie Knochen und Gelenke einer höheren Beanspruchung ausgesetzt. Das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Atembeschwerden, koronare Herzerkrankungen, Arthrose und Gicht, um nur einige zu nennen, ist erhöht. Natürlich sind auch die Organe, die mit der Verwertung der Nahrung befasst sind, überlastet.
Erfolg durch Veränderung des Lebensstils
Besser als eine Diät ist eine Verhaltensänderung beziehungsweise eine Ernährungsumstellung. Neigt man dazu, häufig zwischendurch etwas zu sich zu nehmen, sollte man bei Hungerattacken versuchen, sich gezielt abzulenken. Ein Blick auf die eigenen Ernährungsgewohnheiten lässt oftmals schnell erkennen, wo man seinen Speiseplan verbessern kann.
Das Normalgewicht eines Menschen kann mithilfe des Body-Mass-Index (BMI) berechnet werden. Diese Formel berechnet das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße (Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat). Bei stark übergewichtigen Personen ist der Versuch einer Gewichtsabnahme in jedem Fall anzuraten. Der BMI-Normalwert für Frauen beträgt 19 bis 24,9 und für Männer 20 bis 25. Ein BMI-Wert über 25 wird als Übergewicht definiert. Ab einem BMI von 30,0 beginnt die Adipositas, eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts.
Info Bodymass-Index (BMI):
Körpergewicht (in kg) : Körpergröße x Körpergröße (in Meter)
Am Beispiel für einen 30-jährigen Mann:
Körpergewicht: 80 Kilo
Körpergröße: 1,70 Meter
Berechnung: 80 kg : (1,70 m x 1,70 m ) = 27.7 BMI
Worauf sollte bei der Ernährung geachtet werden?
Die menschliche Ernährung ist so vielfältig wie seine Kultur. Ob Raupen in Südafrika oder Vogelspinnen bei den Yanomami-Indianern im Amazonas, der Mensch versteht es auf vielfältige Art und Weise, seinen Speisezettel zu bereichern. Seine Verdauungsorgane können sowohl tierische wie auch pflanzliche Nahrung verwerten. Die Flexibilität des Homo sapiens in Sachen Ernährung bescherte ihm einen Wettbewerbsvorteil in seiner Entwicklungsgeschichte, so dass er sich über den gesamten Erdball ausbreiten konnte.
Dass Ernährung für die menschliche Gesundheit von Belang ist, steht außer Frage. Schließlich versorgen wir unseren Organismus über die Nahrung mit lebenswichtigen Energielieferanten wie Eiweißen, Fetten, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Aber was eine gesunde Ernährung letztlich ausmacht, ist auch in der Wissenschaft sehr umstritten.
Einige grundsätzliche Ernährungsempfehlungen gibt es dennoch. So ließ die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO die wissenschaftlichen Daten zum Thema Ernährung von einer internationalen Expertenkommission analysieren. In dem Report aus dem Jahre 2003 wird beschrieben, welche Ernährungsweise derzeit als gesichert gesundheitsfördernd gilt: täglicher Verzehr von Obst, Salat und Gemüse (Herz und Kreislauf, Magen und Darm), eine salzarme Ernährung, Bevorzugung von Produkten mit ungesättigten Fettsäuren gegenüber Lebensmitteln, die reich an gesättigten Transfettsäuren sind. Vor allem in Kombination mit regelmäßiger Bewegung kann der Körper von einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung profitieren.
Generelle Ernährungsempfehlungen sollten in jedem Fall als das verstanden werden, was sie sind: eben Empfehlungen und keine bis in die letzte Konsequenz umzusetzende Handlungsrichtlinien. Essen ist vor allem ein Trieb und von komplexen, biologischen Regelkreisen mitbestimmt. Es wäre kontraproduktiv, wenn man die persönliche Ernährung auf Einteilung und Verzicht auslegen würde. Essen ist ein Grundbedürfnis und soll Spaß machen.
Bitte beachten Sie, dass ein Artikel generell nur als allgemeine Informationsquelle zu betrachten ist und die fachliche Beurteilung durch einen Arzt nicht ersetzen kann! Besprechen Sie sich also im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt.
