
- Beliebte Kräutertees - Sigrid Rossmann/pixelio.de
Tee ist weltweit eines der beliebtesten Getränke. Die wohltuenden, gesundheitsfördernden Eigenschaften einiger Sorten sind teilweise schon seit Tausenden von Jahren bekannt. Dabei haben viele Kräuter eine breite, gesundheitliche Wirkung, können also bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden. Unter den Kräutertees gibt es Klassiker, die jeder kennt, aber auch (noch) recht unbekannte Sorten. Eine kleine Auswahl:
Lindenblütentee – Erkältungstee deluxe
Man sagte schon dem Schriftsteller Marcel Proust nach, er habe seine Macarons am liebsten zu einer Tasse Lindenblütentee mit Honig genossen. Tatsächlich ist der Tee aus den Blüten und dem Tragblatt der Sommerlinde nicht nur ein sanftes, wohlschmeckendes Getränk, sondern zugleich einer der wichtigsten Heiltees bei Erkältungskrankheiten. Der Tee wirkt schleimlösend, schweißtreibend und beruhigend.
Weitere beliebte Kräuter für Erkältungstee sind Fenchel, Salbei und Thymian. Als Infektblocker und zur Stärkung der Immunabwehr wird auch Cystustee (oder: Cistustee) empfohlen.
Zitronenverbene – wohlschmeckender Magentee
Die Franzosen trinken den Tee aus den grünen Blättern des Eisenkrautgewächses traditionell nach dem Abendessen, denn er wirkt durch seine krampflösenden Eigenschaften wohltuend bei Verdauungsbeschwerden und hilft gleichzeitig gegen Nervosität und Schlafstörungen. In Deutschland gilt der Tee wegen seines frischen, zitronigen Geschmacks als Sommertee.Weitere Tees bei Magen- und Darmbeschwerden werden aus Basilikum, Fenchel und Dost gewonnen.
Brennnesseltee – harntreibend, entschlackend
Brennnesseln sind nicht nur Grundlage eines gesunden Suds für Gartenpflanzen, sondern erfreuen sich auch als Teepflanze großer Beliebtheit. Brennnesseltee wirkt harntreibend und stoffwechselanregend. Durch diese entschlackende Wirkung hilft er, Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren und Nieren, Blase und Harnwege zu spülen. Wem der Brennnesseltee zu dumpf schmeckt, mischt ihn mit Pfefferminztee.Ähnliche Wirkung haben Tees aus Löwenzahn und Giersch.
Baldriantee – gut gegen Stress
Baldrian ist fast schon zum Synonym für innere Ruhe, Entspannung und guten Schlaf geworden. Für Tees wird die Wurzel der Baldrianpflanze verwendet. Man trinkt ihn wegen des eher bitteren Geschmacks selten rein, sondern mischt ihn mit Kräutern, die eine ähnliche Wirkung haben. Dafür kommen meist Melisse, Hopfen und Lavendel infrage. Auch Tee aus Johanniskraut hat eine beruhigende Wirkung.
Rosmarintee – anregend und kräftig
Eine anregende Note bringt das Gartenkraut Rosmarin in die Teetasse. Dafür werden die kleinen, getrockneten Nadeln der Pflanze verwendet. Die können pur aufgegossen oder neutralen Tees beigemischt werden. Rosmarintee stärkt Herz und Kreislauf, wirkt anregend und verdauungsfördernd. Es ist damit ein Teekraut, das als Alternative infrage kommt, wenn man keinen Kaffee oder schwarzen Tee trinken möchte. Wem das deutliche, charakteristische Aroma zu stark ist, der mischt Rosmarin mit neutral schmeckenden Kräutertees wie Brombeere oder Himbeere.Mild anregend wirkt auch ein Pfefferminztee.
Wo kauft man Kräutertee?
Man kann mit spezieller Anleitung Kräuter durchaus selbst sammeln, trocknen und mischen. Eine Auswahl an Heiltee gibt es auch in Apotheken, Reformhäusern oder in Naturkostläden. Im Fachhandel finden sich häufiger fertige Mischungen mit Namen wie Erkältungstee oder Entschlackungstee. Seltenere Teesorten bekommt man meist nur über den Versandhandel oder bei speziellen Kräutermanufakturen.
Wie man Kräutertee lagert
Getrocknete Kräuter werden trocken, luftig und dunkel gelagert. Es eignen sich Schraubgläser oder Teedosen.
Zubereitung von Kräutertee
Die Kräuter lose in eine Kanne schütten. Man nimmt pro Tasse circa einen Teelöffel. Wasser kurz aufkochen lassen. Heißes, nicht mehr kochendes Wasser darüber gießen und abdecken. Die Ziehdauer liegt zwischen fünf und zehn Minuten, dann abseihen.
Womit süßt man Kräutertee?
Viele Kräutertees schmecken von Natur aus mild und benötigen keine Süße. Wer dennoch süßen möchte, liegt mit Honig nicht verkehrt. Honig passt geschmacklich sehr gut zu vielen Kräutern und unterstützt in vielen Fällen die Heilwirkung des Tees. Tipps zu weiteren gesunden Süßungsmitteln finden Sie im Artikel "Zucker sparen und abnehmen mit gesundem Ersatz aus der Natur".
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