
- Thermolipolyse-Bestrahlung am Bauch - Brigitte van Hattem
Als Tanja M. (heute 25) sich vor fünf Jahren um einen Ausbildungsplatz bewarb, hatte sie schlechte Karten: „Ich hatte zwar gute Zeugnisse, aber ich wog schon damals 111 Kilo – zu viel, selbst bei 1,71 Metern!“ gesteht sie. Die wenigsten Arbeitgeber geben Übergewichtigen eine Chance, doch der Vertriebsleiter eines Autohauses in Frankfurt stellte Tanja ein. „Er meinte, es wäre ihm nicht wichtig, wie ich aussehe, wenn ich nur gute Arbeit bringe!“ Und das brachte Tanja! Sie war sogar so gut, dass sie gleich nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Fachkraft für Lagerwirtschaft eine leitende Stelle in diesem Autohaus übernehmen durfte. Nur dick war Tanja immer noch.
„Ich aß viel Süßes, ich aß Chips und manchmal aß ich auch beides gleichzeitig, bis jede Packung leer war!“ Tanja wurde träge, fühlte sich unattraktiv und zog sich zurück. Dann wieder raffte sie sich auf und begann eine Diät: „Ich war bei den Weight Watchern, ich hab' FdH gemacht, jeden erdenklichen Diätplan eingehalten, nur 5-Minuten-Terrinen gegessen und manchmal auch den ganzen Tag nur Kaffee getrunken und geraucht!“ Wenn sie dann wieder ausgehungert war, schlug der Körper zurück. „Ich hab dann wieder jojomäßig zugenommen!“
Als Tanja bei 116 Kilo angekommen war, ließ sie sich helfen
Über eine Empfehlung kam Tanja am 27. März 2006 zu Dr. René Pietz, der in Offenbach eine Praxis für Diät- und Ernährungsberatung leitet. Er führte erst einmal eine Messung ihrer Körperzusammensetzung durch. „Wir bestimmen damit den Muskel-, den Fett und den Wasseranteil im Gewebe unserer Patienten“, erklärt Dr. Pietz, „Das sind dann unsere Ausgangsdaten, mit denen wir den Gewichtsverlust gut überwachen können.“ 116,4 Kilo wog Tanja an diesem Tag bei einem Fettanteil von 56,2 Kilo. „Dieses Fett mussten wir dringend abbauen“, erinnert sich Dr. Pietz. Der Ernährungsmediziner empfahl täglich eine Mahlzeit, die aus 60 bis 70 Prozent Kohlenhydrate, 20 bis 30 Prozent Eiweiß und möglichst weniger als 20 Gramm Fett bestand. „Für die anderen zwei Mahlzeiten täglich riet ich zu einem ausgewogenen Mahlzeitenersatz wie Shakes, Riegel und Suppen. Sie enthalten aber nur wenige Kalorien und locken kaum Insulin.“
Nach einer ausführlichen Beratung willigte Tanja ein, es einmal auf diesem Weg zu versuchen. „Ich habe von da an das Frühstück durch einen Shake und mein Abendessen durch einen Diät-Schokoriegel ersetzt." Nach ersten Anlaufschwierigkeiten fand sie es nicht so schwer war, die Vorgaben des Ernährungsberaters einzuhalten. „Ein handtellergroßes Stück Fleisch, vier Kartoffeln und Gemüse, Salat mit Mozzarella und zwei dicken Scheiben Brot, eine fettarme Pizza – manchmal habe ich die Mengen, die ich bei dieser Mahlzeit essen durfte, kaum geschafft!“
Die letzten Kilos schaffte Tanja mit Hilfe der Thermolipolyse
Wenn Tanja zwischen den Mahlzeiten schwach zu werden drohte, brühte sie sich einfach eine Diätsuppe auf. Auf diese Weise hat Tanja es geschafft, in nur 13 Monaten einen ganzen Zentner Gewicht zu verlieren! Die letzten 6 Kilo schaffte sie mit der Thermolipolyse.
Darunter versteht man eine wissenschaftlich erprobte Wärmebehandlung, mit der gezielt Fettgewebe abgebaut werden kann. Mit zwei Hydrosun-Lampen, die wassergefilterte Infrarot-A-Lichtwellen ausstrahlen, werden die Problemzonen zwei Mal die Woche für etwa eine halbe Stunde bestrahlt. Das steigert die Stoffwechselaktivität, die Durchblutung und damit auch die Sauerstoffversorgung dieser Zonen um ein Drittel. Die vom Organismus benötigte Energie kann jetzt leicht aus den bestrahlten Fettdepots mobilisiert werden. Deshalb nimmt der Mensch gezielt an diesen Stellen ab. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass eine kohlenhydratreduzierte Diät eingehalten wird.
Auch bei Tanja wollten die letzten Pfunde partout nicht weichen, daher hat ihr Arzt auf schonende Weise den Stoffwechsel in ihrer Problemzonen angeregt. „Bei mir war das der Bauch“, meint Tanja, „da hatte ich ja sehr viel abgenommen und fand das Gewebe doch sehr weich!“ Dr. Pietz bestrahlte ihren Bauch zwei Mal die Woche. Überraschenderweise genügten bei Tanja nur vier Bestrahlungen. „Ich verlor 10 Zentimeter Bauchumfang und finde ihn jetzt straffer!“ strahlt sie.
Dieses Ergebnis ist umso erstaunlicher, als dass sie bei der Bestrahlung einfach nur da lag. Bei der ähnlichen Biosuction-Methode werden die gleichen Lampen angewendet. Der Proband betreibt jedoch zusätzlich Sport, um die Problemzonen optimal in Aktion zu bringen. In beiden Fällen können sich die Ergebnisse sehen lassen: Die Gewichtsabnahme findet nachgewiesenermaßen gezielt statt. Allerdings: Ist der Stoffwechsel in den Problemzonen erst einmal angeregt, bleibt das auch eine ganze Weile so. Wird jetzt hoffnungslos geschlemmt, wird genau hier wieder Fett eingelagert.
Endlich Idealgewicht!
Tanja hielt aber durch! Sie wiegt nur noch 66 Kilo und hat den Fettanteil ihres Körpers auf normale 15 Kilo reduzieren können. Sie darf auch längst wieder drei richtige Mahlzeiten am Tag essen, solange sie sich an die richtige Kombination von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett hält. Doch das Essen ist bei Tanja längst in den Hintergrund getreten. Die junge Frau, die früher sehr zurückgezogen und nur für ihren Job gelebt hat, entdeckt die Welt ganz neu: „Endlich kann ich in die Disco gehen, flirten und Party machen, ohne dass ich anderen peinlich bin oder sie mich nicht dabei haben möchten!“ erzählt Tanja, die erst als schlanke Frau gemerkt hat, wie sehr man sie als Dicke ausgegrenzt hatte. „Jetzt habe ich einen Riesennachholbedarf und einen unbändigen Hunger auf dieses Leben!“
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
