Gievenbeck - ein Stadtteil im Westen Münsters

Gievenbeck wuchs von einem Dorf zu einem der größeren Münsteraner Stadtteile heran, wozu in erster Linie der Bau von Studentenwohnheimen beitrug.

Zu den Münsteraner Stadtteilen im Westen der Stadt gehört Gievenbeck. Der Ort wird besonders häufig von Studenten bewohnt, in die Neubaugebiete sind zudem viele junge Familien eingezogen. Zur besseren Schulversorgung ist das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium von der Innenstadt nach Gievenbeck verlegt worden.

Die Entwicklung des Stadtteils

Als die im Jahr 889 erstmals erwähnte Ortschaft Gievenbeck im Jahr 1903 nach Münster eingemeindet wurde, handelte es sich um ein kleines Dorf mit überwiegend landwirtschaftlichen Strukturen. Auch 1920 war die Einwohnerschaft auf nicht mehr als 520 Personen angewachsen. Einen ersten Aufschwung erlebte der Ortsteil durch Zuzüge nach dem Zweiten Weltkrieg. Den größten Zuwachs erlebte Gievenbeck während der 1970er Jahre durch den Bau von Studentenwohnheimen am Enschedeweg sowie am Rüschhausweg und später am Horstmarer Landweg. Zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts wurde das Gievenbecker Auenviertel gebaut, welches überwiegend aus Ein- und Zweifamilienhäusern besteht.

Einkaufen in Gievenbeck

Das alte Zentrum Gievenbecks befindet sich rund um die Kirche Sankt Michael. Die dort befindlichen Läden sind überwiegend kleine Geschäfte zur Deckung des täglichen Bedarfs der Einwohner. Bereits vor den ersten Wohngebäuden war das Einkaufszentrum im Auenviertel teilweise fertiggestellt, welches dank seiner Lage an der Roxeler Straße auch Kunden aus dem benachbarten Stadtteil anzog. Rund um den als erstes Geschäft des neuen Einkaufszentrums eröffneten Verbrauchermarkt haben sich weitere Läden wie ein Drogeriemarkt, mehrere Bäckereien, ein Schuhgeschäft, eine Bank und eine Apotheke angesiedelt. In Gievenbeck befindet sich eine Zweigstelle der Stadtbücherei Münster, welche mit der Bibliothek der Kirchengemeinde kooperiert.

Anbindung Gievenbecks an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs

In das Gievenbecker Zentrum verkehren die Buslinien 11, 12 (nur montags bis freitags) und 22 (montags bis samstags), während die Studentenwohnheime am Horstmarer Landweg durch die Linie 13 (montags bis freitags) sowie nach Richtung alternierend durch die Linie 3 beziehungsweise 4 angefahren werden. Ergänzend streift die Linie 1 ebenso wie Regionalbusse den Ortsteil an der Roxeler Straße im Auenviertel. Alle Buslinien fahren die Universitätsgebäude am Coesfelder Kreuz sowie bei der Universitätsstraße an und sind in der Vorlesungszeit deutlich stärker als während der Semesterferien ausgelastet. Im Abendverkehr sowie in den Nachtstunden fährt die Linie N80 über Gievenbeck nach Roxel, große Teile des Stadtteils werden ebenfalls von der Nachtbuslinie N85 nach Nienberge bedient

Der 1. FC Gievenbeck

Der wichtigste Sportverein des Stadtteils ist der seit der Saison 2010/2011 in der Westfalenliga spielende 1. FC Gievenbeck. Der Club stieg in dem Jahr aus der Landesliga auf, in welchem der TuS Hiltrup für ein Jahr aus der Westfalenliga abstieg, so dass er für eine Saison nach Preußen Münster die alleinige Nummer zwei im Münsteraner Fußball war. In der Saison 2011/2012 spielen wieder beide Vereine in der Westfalenliga, wobei der 1. FC Gievenbeck zu den Spitzenteams gehört, während der TuS Hiltrup erneut gegen den Abstieg kämpft.

Quellen:

Webseite der Stadt Münster zum Stadtteil

Webseite des 1.FC Gievenbeck

Helmut Agnesson, Helmut Agnesson

Helmut Agnesson - Geboren am 06.04.1960 (09. Nissan 5720). Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel, später Studium der ...

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