Australische Musiker sind in Deutschland momentan schwer angesagt. Nachdem Empire of the sun mit „We are the people“ Platz # 1 in den deutschen Single-Charts erklommen, sind nun auch Gypsy & the cat, bestehend aus den australischen DJs Xavier Bacash und Lionel Towers, hierzulande erfolgreich, da dem Musikstil von Empire of the sun sehr ähnlich und mit Kylie Minogue auf Tournee gewesen. So wie das bewusstseinserweiternde Albumcover der Weiblichkeit huldigt, tut es die Musik von Gypsy & the cat auch. Die erste Single-Auskopplung „Jona Vark“, entstanden durch eine Bass-Line, erreichte Platz # 22 der deutschen Single-Charts und ist auf VIVA als Jingle in Dauerrotation zu sehen.

Bandname der australischen Electronic Softrock Poeten entstand durch Kinderbuch

Bereits beim Opener „Time to wander“ erinnert der Vintage Pop der beiden mopsfidelen australischen DJs im Refrain an die Bee Gees, Scissor Sisters, MGMT, Alan Parsons Project und natürlich großherzig von höchster Intensität an Empire of the sun, Toto und OMD. Sie schöpften damit eine neue Musik-Schublade „Electronic Softrock“. Der Bandname über den Zigeuner und die Katze entstand durch ein Kinderbuch, das Xavier mal auf einem Flohmarkt fand. „Watching me, watching you“ und „The perfect 2“ sind wunderschöne Balladen, wie sie auch die Smashing Pumpkins und Howard Jones nicht melancholischer sangen. Xavier Bacash und Lionel Towers lieben französische Dance-Musik, sind aber musikalisch umfangreicher als beispielsweise Air, denn Gypsy & the cats musikalische Wurzeln finden sich in den 70er Jahren bis Heute wieder, Hauptmerkmal: Gefühl.

„Gilgamesh“-Albumtitel birgt geschichtlichen Wunsch nach Unsterblichkeit

Wer sich mit Geschichte auskennt, weiß, Gilgamesh ist ein zu zwei Dritteln göttlicher und zu einem Drittel menschlicher, babylonischer Heldenepos; König der sumerischen Stadt Uruk, auf der Suche nach Unterblichkeit. Gypsy and the cat machen sich mit ihrer Musik auch unsterblich, denn die erste Singleauskopplung „Jona Vark“ ist bereits ein im Ohr hängen bleibender Hit, wie man ihn im heutigen Guetta-Chart-Sumpf selten noch findet. „Gilgamesh“ enthält keinen weiteren Chart-Hit, aber die restlichen Songs bringen dem verlorenen Sommer 2011 im Herbst wenigstens noch sommerliche Musik, die sich auch gut als Soundtrack für einen entspannten Urlaub eignen. Es ist ein leichtes Album geworden, an dem man sich schwer überhört.

Trackliste „Gilgamesh“ von Gypsy & the cat

  1. Time To Wander
  2. The Piper’s Song
  3. Jona Vark
  4. Gilgamesh
  5. Sight Of A Tear
  6. Human Desire
  7. Parallel Universe
  8. Breakaway
  9. Watching Me, Watching You
  10. Runnning Romeo
  11. A Perfect 2
„Gilgamesh“ von Gypsy & the cat erschien am 26. August 2011 bei Rca Int. (Sony Music)