
- Bilderbuch: Ein Brummi erzählt - Pestalozzi Verlag
Woran es liegt, dass Jungs fast magisch angezogen auf Baustellenfahrzeuge schauen und sich auch sonst sehr bald für alles mit vier Rädern interessieren, ist unbekannt. Die meisten Mütter eines Sohnes können diese Erfahrung bestätigen. Das erste Spielauto zaubert sofort ein „Brrrrrmmmmmm“-Geräusch über die Lippen des Juniors und ein Buch über Autos ist das höchste Glück! Und so kann auch das Buch „Ein Brummi erzählt“ schnell zum Lieblings-Bilderbuch für kleine „Rennfahrer“ werden.
Brummi ist ein roter Kipplaster und er erzählt von seinem Tag
Brummi heißt das Fahrzeug, das uns von seinem Tag erzählt. „Hallo! Ich bin Brummi, der rote Kipplaster. Siehst du mich?“ Neben Brummi gibt es auch noch den Fahrer des Kipplasters und der heißt Hansi. Gisela Fischer, die sich für den Text verantwortlich zeigt, baut durch die Personalisierung gleich eine besondere Beziehung zu dem Fahrzeug und dem Fahrer auf. Gerne folgt man den beiden durch den Tag und erlebt mit ihnen die kleinen Alltäglichkeiten, die aber durch die Vielzahl der Schauplätze spannend sind.
Von der Baustelle auf die Straße und auf den Bauernhof
Brummi der Kipplaster wird beladen. Zu Beginn mit Erde auf einer Baustelle. Hier lernt das Kind (und manchmal auch Mutter und Vater, die vielleicht nicht immer so Fahrzeug bewandert sind) was ein Radlader und ein Löffelbagger ist. Aber auch ein Bauwagen darf natürlich nicht fehlen. Mit der Erde fährt Brummi weiter und trifft an einer Straßenkreuzung auf einen Tankwagen, einen Truck und einen Personenwagen, der gerade abgeschleppt wird. Die Erde fährt Hansi auf einen Bauernhof, wo Brummi gleicht mit einem Mähdrescher kommuniziert. „Hallo, wer bist du?“ „Ich bin ein Mähdrescher.“, brummt er. „Ich schneide das Getreide und schlage die Körner aus den Ähren. Die bewahre ich in meinem Tank auf und puste sie später in einen Anhänger." Vom Bauernhof geht es zu einem Kranwagen, der Rohre auf Brummi lädt, die er wieder auf die Baustelle bringt. Dort begegnen dem Kipplaster noch ein Beton-Transporter, eine Straßenwalze, eine Planierraupe, ein Kran und eine Teermaschine. Zum Ende wird der rote Kipplaster von Hansi abgespritzt, damit er am nächsten Morgen wieder blitzblank ist.
Realistisch gemalte Bilder auf zehn bunten Kartonseiten
Eine Fülle an Fahrzeugen begegnen dem Leser in dem Buch und auch wenn eine Gesamtgeschichte erzählt wird, kann man auf den einzelnen Doppelseiten ebenfalls Geschichten sehen. Auf allen zehn stabilen Pappseiten gibt es viele Menschen, die etwas tun. Miteinander und mit den Fahrzeugen. Ob ein Architekt den Bauplan studiert, Hansi sein Vesperbrot isst und Zeitung liest oder ein Arbeiter in ein Funkgerät spricht. Hier kann man viel entdecken und die Bilder von Dieter Büsch sind ruhig und detailgenau gezeichnet, mit realistischer Darstellung der Fahrzeuge. Immer wieder kann man die Doppelseiten betrachten und sich überlegen, was alles gerade passiert, was zum Beispiel die Bauarbeiter im Bauwagen besprechen und vieles mehr. Und natürlich lassen sich die Begegnungen der verschiedenen Fahrzeuge auch mit Matchboxautos nachspielen.
Ein Buch mit vielen Fahrzeugen, das Jungs lieben
"Ein Brummi erzählt" wird in jedem Fall mehr als einmal in die Hand genommen und auch Eltern macht es Spaß, die kurzen Texte mit den kleinen Gesprächen darin vorzulesen. Leider ist das Buch nur noch bei Online-Buchhandlungen und im Antiquariat zu erhalten. Dafür gibt es dieses teilweise schon zu sehr günstigen Preisen. Und kleine Gebrauchsspuren stören fahrzeugbegeisterte Kinder sicherlich wenig.
Ein Brummi erzählt, Gisela Fischer, Text, Dieter Büsch, Bilder. Pestalozzi Verlag. Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, Erstauflage 1999, 10 Seiten.
