Gisela von Schwaben - Gattin von Kaiser Konrad II.

Gisela von Schwaben war seit 1016 mit dem späteren Kaiser Konrad II. vermählt und Mutter von Heinrich III.

Gisela von Schwaben, auch Gisela von Limburg genannt, war in dritter Ehe mit Konrad II. verheiratet. Sie wurde 1024 römisch-deutsche Königin und 1027 zur Kaiserin gekrönt.

Herkunft und erste Ehen

Gisela von Schwaben kam vermutlich im November 999 zur Welt. Es gibt aber auch Angaben 989 und 990. Ihr Vater war der schwäbische Herzog Hermann II. von Schwaben. Ihre Mutter war Gerberga von Burgund, Tochter des burgundischen Königs Konrad III. des Friedfertigen.

Ihre erste Ehe mit einem Grafen Brun wurde um 1002 arrangiert. Aus dieser Verbindung soll ihr Sohn Liudolf stammen.

Eine zweite Ehe schloss die verwitwete Gisela um 1014 mit dem Babenberger Ernst I., der 1012 mit dem Herzogtum Schwaben belehnt wurde. Herzog Ernst kam im Frühjahr 1015 bei einem Jagdunfall ums Leben. Dieser Ehe entstammten die Söhne Ernst II. von Schwaben (1014-1030) und Hermann IV. von Schwaben (1015-1038).

Das Erbe Schwaben zog Kaiser Heinrich an sich

Nach dem Tod von Herzog Ernst I. übertrug Kaiser Heinrich II. dem älteren Sohn Ernst II. das Herzogtum Schwaben. Gisela war bis zur Eheschließung mit Konrad mit der Regentschaft betraut. Ihr künftiger Gemahl Konrad hoffte wohl, dass er die Verwaltung des Herzogtums für seinen minderjährigen Stiefsohn führen würde. Das wäre ein Machtzuwachs und seinen Anspruch auf ein frei werdendes Herzogtum begründen. Doch Kaiser Heinrich II. machte diesen Überlegungen wohl ein Ende. Nach ihrer Heirat mit Konrad übertrug Kaiser Heinrich II. die Regentschaft für das Herzogtum Schwaben und die Vormundschaft über ihren Sohn Ernst II. an Poppo, dem Bruder des verstorbenen Herzogs, der 1016 Erzbischof von Trier wurde. Konrad gehörte seither jedenfalls zu den Gegnern von Heinrich II.

Ehe von Gisela mit Konrad

Um den Jahreswechsel 1016/17 schloss die zweimal verwitwete Gisela ihre dritte Ehe mit dem späteren Kaiser Konrad II. Diese Verbindung galt kirchlich als nicht legitim, da Gisela die Nichte ihres Gatten war.

Gisela brachte reichen Eigenbesitz mit in die Ehe. Dazu war sie über ihre Mutter auch die Erbin ihres Onkels Rudolf III. und dessen Königreich Burgund. Den Übergang des Königreiches Burgund an Konrad II. schildert der Beitrag „Konrad II. – Der Erwerb des Königreiches Burgund“.

Aus der Ehe mit Konrad II. stammen drei Kinder:

  • Der spätere Kaiser Heinrich III. kam am 28. Oktober 1017 zur Welt. Er wurde 1039 König und starb am 5.Oktober 1056. Er wurde im Dom zu Speyer beigesetzt.
  • Beatrix starb am 26. September 1036.
  • Mathilde, sollte mit König Heinrich I. von Frankreich vermählt werden, starb 1034 und wurde im Dom zu Worms beigesetzt.

Gisela starb vier Jahre nach ihrem Gatten Konrad II. im Februar 1043. Sie wurde im Dom zu Speyer beigesetzt.

König Konrad II. und Ernst II. von Schwaben

Zu den hartnäckigsten Gegnern des 1024 zum König erhobenen Konrad II. gehörte Giselas Sohn Ernst II. von Schwaben. Dieser Konflikt wird in dem Beitrag „König Konrad II. und Herzog Ernst II. von Schwaben“ geschildert.

Literatur

  • Ludger Körntgen: Gisela. In: Amalie Fößel (Hrsg.): Die Kaiserinnen des Mittelalters. Pustet Verlag Regensburg 2011, ISBN 978-3-7917-2360-0
  • Herwig Wolfram: Konrad II. 990–1039. Kaiser dreier Reiche. C. H. Beck München 2000, ISBN 3-406-46054-2
  • Wolfgang Huschner: Kaiserin Gisela. Klügste Beraterin Konrads II. In: Erika Uitz (Hrsg.): Herrscherinnen und Nonnen. Frauengestalten von der Ottonenzeit bis zu den Staufern. Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin 1990, ISBN 3-326-00565-2