Glauben wir noch an Gott?

Theismus kontra Atheismus, wohin geht es?

Eine Reise durch die Geschichte der Glaubensrichtungen, vom Gottesglauben bis zum Agnostizismus

Der Glaube an sich sagt ja noch nichts aus, auch Atheisten glauben. Sie Glauben eben, dass es keinen Gott gibt. Die Bedeutung des Wortes Glaube ist nicht das Gegenteil von Wissen sondern Vertrauen. Es sagt nichts über jenes unbestimmte etwas nicht zu wissen aus, sondern gerade das Gegenteil nämlich sich auf etwas zu verlassen. Speziell der religiöse Glaube ist mit Vernunftgründen nicht zu erfassen. Dies trifft auf alle Formen von Religionen zu. Obwohl immer wieder versucht wurde die Existenz Gottes zu beweisen, ist es bis jetzt nicht gelungen und ob es je gelingt ist fraglich. Für den Gottgläubigen hat diese Frage aber keine Bedeutung.

Religionen und ihre Geschichte

Durch das Auffinden von künstlerischen Arbeiten in Grabstätten die zurückreichen bis 40.000 Jahre vor Chr. kam man zur Auffassung, dass es sich dabei auch um religiöse Gegenstände handelt, wobei man über die Art der Verwendung so gut wie nichts weiß. Interessant ist, dass über die ganze Erde seit Urzeit in allen Kulturen etwas angebetet wird. Sei es der Mond die Sonne oder ein anderes Kultobjekt. Selbst der Mensch in den heute noch weitgehend unberührten Gebieten unseres Planeten stellt sich die Frage. Woher komme ich und wohin gehe ich? Das Judentum und Christentum so wie der Islam versuchen darauf eine Antwort zu geben. Dadurch dass aber fast alle Religionen für sich die alleinige Wahrheit beanspruchen entstanden viele Kriege so dass sie ihr Ziel, „Friede auf Erden“ verfehlten.

Religion Heute

Durch die Fortschritte in den Naturwissenschaften besonders in der Biologie kam die Religion immer mehr unter Druck. Charles Darwin hat mit seiner Evolutionstheorie nicht unwesentlich zur Verunsicherung der Gläubigen beigetragen. Die fast in allen Ländern vollzogene Trennung von Kirche und Staat hat die Macht der Kirche weiter beschnitten. Obwohl in Europa immer mehr Kirchenaustritte zu verzeichnen sind zählt die katholische Kirche noch immer mehr als 50 bis 80 Prozent der Einwohner zu ihren Mitgliedern. Im Gegensatz zu Europa gewinnen die Religionen in der übrigen Welt aber immer mehr an Bedeutung. In den USA sind mehrere Varianten des Christentum man kann schon sagen Sekten verbreitet. In vielen Teilen der Welt ist der Islam im Vormarsch.

Atheismus

Atheismus ist die Meinung, dass es keinen Gott gibt. Ein Leben ohne Glauben an einen Gott. Es gibt mehrere Formen des Atheismus. Agnostizismus ist die Ansicht, dass sich die Existenz eines Gottes nicht klären lässt. Der Anhänger dieser Glaubensrichtung steht aber nicht in der Mitte zwischen glauben oder nicht glauben an Gott. Er sagt, „ich weiß es nicht“ und wahrscheinlich gibt es keinen Gott. Aber man kann auch sagen „alles was wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch“. So gesehen steht er mehr auf der Seite des Atheisten. Ein berühmter Landsmann der Österreicher Bruno Kreisky war Agnostiker.

Einer der glühendsten Verfechter des Atheismus ist der Biologe Richard Dawkins. Er sagt: „Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen“. Schon von Friedrich Nietzsche soll der Ausspruch stammen, „Gott ist tot!“ und „Gott bleibt tot!“

Man kann es sehen wie man will, aber eines ist unbestritten: Es gibt keine fanatischen Atheisten.

Gott sei Dank!