Gold hält in Graz Einzug

Kleinste Goldbarren - Rike
Kleinste Goldbarren - Rike
Gold als Zahlungsmittel kann man sich nur in Krisenzeiten vorstellen. Doch in Graz hält diese Zahlungsart vermehrt Einzug.

Wurde vor einigen Jahren noch Anlagen in Gold belächelt, kann man gerade in letzter Zeit und vor allem seit der Finanzkrise vermehrt beobachten, dass der Endverbraucher sich immer öfter für eine Veranlagung in Gold entscheidet.

2007 waren es nur 7% der Österreicherinnen und Österreicher die an dieser Form der Anlage interessiert waren, doch nun sind es immerhin schon 20% derjenigen, die neben oder sogar anstatt von klassischen Spar- und Anlagearten zum Goldkauf tendieren.

Hinzu kommt, dass nicht nur österreichweit in bestimmten Akzeptanzstellen mit Gold bezahlt werden kann, sondern dass sich die Stadt Graz noch vor Wien mit diesem Thema beschäftigt hat und Akzeptanzstellen anbietet und weiter ausbaut.

Gold als nachhaltige Alternative – vor tausenden von Jahren und heute

Gold zählt bekannterweise zu den Edelmetallen und wird seit Jahrtausenden für rituelle Gegenstände und Schmuck, aber auch seit dem sechsten Jahrhundert v. Chr. als Zahlungsmittel in Form von Goldmünzen verwendet.

Dieses Metall ist eines der ersten Metalle das von Menschen abgebaut und verarbeitet wurden, wobei sein Glanz, seine Seltenheit und seine leichte Verarbeitung dazu führten, dass es in vielen Kulturen weltweit als das “Metall von den Göttern” bezeichnet wurde.

Archäologische Funde bestätigen die Goldverarbeitung seit dem 4. Jahrtausend v. Chr., so wie z.B. im “goldenen Hut von Schifferstadt”, die “Himmelsscheibe von Nebra” oder bei Funden aus dem alten Ägypten. Die frühste Erzählung über Gold wird bei den Argonauten über das “Goldene Vlies” erwähnt und selbst in der Tora (altes Testament) ist die Rede vom “goldenen Kalb”.

Bisher konnte Gold an rund 19.500 Fundorten weltweit nachgewiesen werden (Stand 2010), wobei ca. 40% des heute aus Bergwerken geförderten Goldes aus Südafrika, USA, Australien und Russland kommt. Rund 2600 Tonnen Gold (hundertmal mehr als im 19. Jh.) beträgt die jährliche Förderung und zur Zeit wird in zwei Jahren mehr Gold abgebaut als in den tausend Jahren des Mittelalters zusammen dokumentiert ist.

Selbst der Vatikan in Rom geht mit der Zeit und kaufte, laut einem Bericht des britischen Wochenmagazin “The Tablet” rund eine Tonne Gold.

In Österreich gibt es historische Bergwerke im Zillertal oder im Raurisertal und in den Hohen Tauern.

Cash ist fesch

“Nur Bares ist wahres” oder “cash ist fesch”, wie man in Österreich sagt, ist ein Spruch der in der modernen Gesellschaft und vorallem seit dem es Geld gibt, nach wie vor Berechtigung hat.

Der Online-STANDARD schreibt, dass Bargeld in Österreich nach wie vor als Zahlungsmittel Nr.1 zählt. 86 % aller privaten Zahlungen werden weiterhin in bar abgewickelt, wobei es vor zehn Jahren noch 95 % waren und das ist europäischer Spitzenplatz.

Dennoch sollte beachtet werden, dass Geld (von indogermanisch ghel = Gold und althochdeutsch gelt = Vergeltung, Vergütung) ein Begriff für ein Wertäquivalent darstellt. Das heißt, dass Geld in Form von Banknoten, Schecks, Münzen oder Bankguthaben als Zwischentauschmittel fungiert und durch die Regeln allgemeiner Anerkennung zu einem weiteren Tausch eingesetzt werden kann.

Der aufgedruckte Wert auf dem Papiergeld war bis 1914 in Gold hinterlegt, wobei das Papiergeld jederzeit in Gold zurück getauscht werden konnte und der Kurs immer gleich blieb. Der historische Goldstandard begann sich von England im 19.Jh. aus weltweit auszubreiten und durch einen staatlich festgelegten Umtauschkurs konnte Gold als ein Garant für internationale Stabilität und stabile Preise über fast ein Jahrhundert hinweg bezeichnet werden.

Heute gibt es diesen Goldstandard, geschweige denn eine teilweise Deckung des staatlichen Geldes durch Gold nicht mehr.

Grazbürger werden zu Goldbürger

Graz hat dieses fehlende Verhältnis zwischen Geld und Gold schon früh erkannt und bietet neben seriösen Vorträgen zu Gold und Goldkauf im Allgemeinen, auch Goldmünzen und Goldbarren zum Kauf an.

Gold in den eigenen Händen zu halten hat einiges für sich, denn

  • Gold ist steuerfrei
  • Gold kennt keine Inflation
  • Gold hat keinen Wertverlust
  • Gold erhält seit über 3000 Jahren seine Kaufkraft
  • Gold ist eine Währung in 194 Ländern weltweit

Desweitern ist Graz darum bemüht, neben den bisher anerkannten Akzeptanzstellen in Graz und Umgebung, noch mehr Betriebe dazu zu animieren, Gold als Zahlungsmittel zu akzeptieren, sodass die BürgerInnen die Möglichkeit haben, ein Investment in ein Edelmetall zu tätigen, das seinesgleichen sucht.

Mit 0,5 Gramm Goldbarren und einer Reinheit von 999,9 ist diese Einheit der kleinste Goldbarren der Welt und für Anleger und für welche die damit bezahlen wollen, die beste Investition in die Zukunft, zumal sie sich auch leicht wieder veräußern lassen.

Die Wertbeständigkeit des Goldes und das Angebot von kleinsten Einheiten dieses Metalls zu erschwinglichen Preisen für jedermann, macht Gold gerade in Zeiten unsicherer Wirtschaftsentwicklungen für Anleger interessant und bedeutend.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite-Artikel fachlichen Rat - beispielsweise durch einen EdelmetallhändlerIn oder FachberaterIn- nicht ersetzten kann.

Quelle:

- Sibylle Sopper, Edelmetallhändlerin, kb-gold

- GfK Austria GmbH Marktforschungsinstitut

Buchempfehlung:

- “Freiheit durch Gold” von Prof. Dr. Hans J. Bocker

- “Der Euro wird abgewertet” von Franz J. Herrmann

Kinofilm:

- “Lets make money” von Erwin Wagenhofer (bester Dokumentarfilm 2008 in Deutschland)

Bildnachweis: © Rike / Pixelio.de

Ira Schneider - Geboren und aufgewachsen bin ich im schönen Saarland/Deutschland. Dort habe ich auch meine Ausbildung zur Hauswirtschafterin ...

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