Gold-Preis-Update

Gold oder Geld? - Erich Werner  / pixelio.de
Gold oder Geld? - Erich Werner / pixelio.de
Der sinkende Goldpreis löste Angst bei einigen Anlegern aus. Hat der Schrecken nun ein Ende?

Die ersten Stimmen meldeten sich mit schlechten Nachrichten zum Goldpreis. Das Ende des Goldbooms kam plötzlich und früher als erwartet. Der Goldpreis hat seinen rasanten Steilflug abgebrochen. Der Absturz auf bis zu 1.600 US Dollar schreckte Anleger auf. Mit aktuell 1.742 US Dollar ist Gold noch immer billig, doch bleibt die Frage, ob der Anlegertraum vorbei ist. Ist Gold nun doch kein Geld mehr in Krisenzeiten? Oder steht der Goldkurs erneut vor einer Preisrally und lässt die Preiskorrektur wieder hinter sich?

Unbegründete Panik

Schaut man sich beim Goldkurs zum Beispiel die 200 Tage- Durchschnittslinie an, so sieht man, dass wir noch weit darüber liegen. Dies ist ein guter Indikator dafür, dass die Finanzmärkte in Ihrer Reaktion hier wieder einmal übertrieben haben. Es wurde vorschnell und unbegründet Panik gemacht. Dies weiß auch John Hathaway, Goldfondsmanager, in einem Interview zu sagen: "Keines der Probleme die zur Goldrallye führten, ist auch nur ansatzweise gelöst." Und jeder der Nachrichten sieht weiß, dass er mit dieser Aussage richtig liegt. Da ändert auch die kurzzeitige Verschnaufpause an den Aktienmärkten wenig, bei denen die Banktitel nach dem Euro Krisengipfel zu den Gewinnern gehören.

Fundamentale Probleme

Noch immer stehen Forderungen wie eine Finanzmarkttransaktionssteuer oder ein neuer „Glass Eagle Act“ (Trennung zwischen Geschäfts- und Investitionsbank) aus. Somit bleiben Fundamentale Pfeiler der Spekulationsorgien, die das gesamte System ins Wanken bringen aktiv bestehen. Auch schlecht gehende Euro- Einheiten wie Griechenland oder Italien verschaffen dem gesamten Krisenmanagement schlaflose Nächte. Zwar entspannt der Schuldenschnitt für Griechenland die Situation ein wenig, doch ist es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Krisengipfel einberufen wird. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Krise noch nicht vorbei ist, erkennt man gut an der Präsenz des Themas in den Medien. Die kurzfristigen Erholungen mögen der Grund dafür sein, warum Gold noch immer im ersten Drittel der Distributionsphase steckt.

Goldkurs-Aussicht

Seit dem Beginn der Finanzkrise hat Gold zwar 120 Prozent zugelegt, doch noch immer ist die breite Masse der Anleger nicht darin investiert. Eines ist klar, solange Gold noch kein Investment für die Masse der Anleger ist, kann beim beliebtesten Edelmetall zum Beispiel nicht von einer Blase zu sprechen zu sein. Dies war bei den vorherigen Preisanstiegen unberechtigt oft der Fall. Gegenüber gestellt beflügelte die Eurokrise den US Dollar und veranlasste einige Großinvestoren dazu, Edelmetalle hinter sich zu lassen und in den wieder stärker werdenden US Dollar zu gehen. Das es sich hierbei nur um einen kurzfristigen Trend handeln dürfte, scheint klar. Keines der fundamentalen Probleme im Finanzsystem ist gelöst. Bisher sind alle Maßnahmen zur Stabilisierung nur überbrückende Lösungen auf Zeit. Und noch einige Zeit wird ins Land gehen, bis die Politik und Wirtschaft sich zu einer Einheitlichen globalen Lösung durchgerungen hat. Bis dahin bleiben die grundlegenden Probleme in einem mehr oder wenigen Akutzustand, was den Goldpreis weiterhin Auftrieb verleihen wird. Bei den Realisten des Goldmarktes, wie die Analysten von GFMS, sind nach wie vor über 2.000 US Dollar erzielbar. Es handelte sich bei Preiseinbruch um eine kurzfristige Preiskorrektur, die den Goldanleger mit Überblick die günstige Chance zum nachkaufen gab. Die Krise ist noch immer aktiv, und man kann weiterhin sagen: „Gold ist Geld“.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und Kaufempfehlung dar. Die Lektüre des Artikels kann einer eingehenden Beschäftigung mit den Risiken einer Anlage und eine Beratung durch unabhängige Anlageberater nicht ersetzen.

Profilbild, J. Dieckmann

Jerome Dieckmann - Geboren und Wohnhaft in Berlin Journalist, Autor, freier Unternehmer in der Projektentwicklung Als “Assistent der ...

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