
- Golden Retriever - Sylvia Schöbe
Golden Retriever wurden ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet. Sie sind nicht nur intelligent, sie haben sogar ein feines Gespür dafür, in welcher Stimmung sich der Mensch befindet und was er von ihnen erwartet. Deswegen werden sie heutzutage vor allem als Spürhunde, fürsorgliche Begleiter für Blinde oder andere behinderte Menschen sowie zur Unterstützung von Therapien in verschiedenen sozialen Einrichtungen eingesetzt. Am beliebtesten sind sie jedoch als Familienhunde, und das zu Recht. Denn sie sind ideal für diese Rolle.
Golden Retriever wollen überall dabei sein
Sie können nicht nur zu den besten Freunden von Kindern werden, sondern sich auch völlig ins Familienleben eingliedern, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Denn die Rasse ist sehr spielfreudig und für jeden Spaß zu haben. Die Hunde haben ein angenehmes Wesen und können auch ihre sanfte Seite zeigen. Zum Toben sind sie ebenso geeignet wie als Seelentröster und guter Zuhörer. Und sie wollen auch überall dabei sein: Von der gemütlichen Fernsehrunde bis hin zum gemeinsamen Fahrradausflug oder zur geselligen Gartenparty. Sie verzehren sich geradezu nach Liebe und Aufmerksamkeit. Wenn sie im Mittelpunkt stehen, ist ihre Welt in Ordnung.
Golden Retriever sorgen für Unterhaltung und gute Laune
Wasserscheu sind Golden Retriever ebenfalls nicht. Im Gegenteil: Sie lieben es zu schwimmen. Und zwar so sehr, dass sie auch schon mal in einer schmutzigen Pfütze baden, gibt es nicht genügend Ausflüge an den See.
Außerdem sind Golden Retriever in der Lage, verschiedene Töne zu produzieren. Ihr Repertoire reicht von tiefen Kehllauten bis hin zur hohen Sopranstimme. Man kann praktisch ein "Gespräch" mit ihnen führen, auch wenn sie den Menschen in den meisten Fällen übertönen. Für Unterhaltung und gute Laune sorgen die Hunde allemal.
Golden Retriever lieben es zu apportieren
Eine Eigenschaft, die jedoch zuweilen etwas nerven kann, ist ihre angeborene Leidenschaft fürs Apportieren. Von der Zeitung bis hin zum Handtuch oder den Schuhen, bringt einem das Tier alle möglichen Gegenstände, ob man sie nun gerade haben will oder nicht.
Auch Lebensmittel und Abfälle sollten so aufbewahrt werden, dass der Hund nicht an sie gelangen kann, sonst kann es passieren, dass das Essen verschwindet oder man Speisereste ganz woanders wiederfindet, wenn er die Küche "aufgeräumt" hat.
Ein Golden Retriever sollte gut erzogen sein
Wer sich einen Golden Retriever in die Familie holt, sollte sich ebenso seiner Verantwortung bewusst sein. Das Tier sollte sich nicht nur wohlfühlen, ausreichend Bewegung bekommen und vielseitig beschäftigt werden, sondern auch gut erzogen sein, damit es nicht zum Oberhaupt wird und sich sämtliche Familienmitglieder nach ihm richten müssen.
Auch in der Öffentlichkeit muss sich der Hund zu benehmen wissen, um andere Menschen nicht zu gefährden. Selbst, wenn er es nicht böse meint und nur spielen will, kann er aufgrund seiner Größe zum Beispiel kleine Kinder erschrecken und sie beim Anspringen verletzen. Dabei ist es gar nicht so schwer, ihm etwas beizubringen. Denn er ordnet sich gern unter. Zwar testen Welpen genauso wie Kinder erst einmal ihre Grenzen aus, aber sie gehorchen im Gegensatz zu manch anderen Hunderassen relativ schnell. Es liegt in ihrem Wesen, ihren Menschen zu gefallen und dafür Lob und Zuneigung zurückzubekommen. Ein wohlerzogener Golden Retriever wird eine Bereicherung für das Familienleben sein sowie großen und kleinen Leuten viel Freude bringen.
Literaturhinweis:
Marigold Timson: Golden Retriever, KYNOS Verlag, Mürlenbach 1990
