Golden Retriever richtig erziehen und Grundkommandos beibringen

Ein gut erzogener Golden Retriever bereitet der Familie viel Freude. Bevor er jedoch die Grundkommandos lernt, muss er wissen, wer der Chef im Haus ist.

Ein Golden Retriever sollte gut erzogen sein und die Grundkommandos beherrschen. So kann er ideal ins Familienleben integriert werden und für viel Freude sorgen.

Der Mensch ist Rudelführer

Zu Beginn der Ausbildung sollte dem Hund beigebracht werden, dass er nicht der "Rudelführer" ist, sondern in der Rangfolge unter den Menschen steht. In der Regel wird der Welpe anfangs "aufmucken" und testen, wie weit er gehen kann. Trotzdem darf er nicht die Rangfolge untergraben und das Kommando übernehmen. Der Mensch muss darauf achten, dass er stets als Führer fungiert und dem Tier deutlich machen, dass er nichts anderes akzeptiert.

Geduld und Konsequenz bei der Erziehung des Golden Retrievers

Mit ein wenig Geduld und Konsequenz ist es jedoch nicht schwer, den Hund zu erziehen. Denn Golden Retriever ordnen sich gern unter und wollen von ihren Menschen geliebt werden. In den meisten Fällen genügt schon ein energisches Ausschimpfen. Schlagen sollte man den Hund dagegen nicht, um es nicht zu einem Vertrauensbruch kommen zu lassen. Bei grobem Ungehorsam ist jedoch ein leichter Klaps auf die Nase erlaubt.

Die Begriffe "Guter Junge" und "Böser Junge" bzw. "Gutes Mädchen" und "Böses Mädchen" prägt sich der Golden Retriever relativ schnell ein. Am Klang der Stimme und der folgenden Bestrafung oder Belobigung findet er ebenfalls bald heraus, was von beiden ihm besser gefällt.

Kommando, um den Golden Retriever zu sich zu rufen

Sobald dem Hund klar ist, welchen Rang er einnimmt, kann damit begonnen werden, ihm die Grundkommandos zu lehren. Dazu gehört zum Beispiel "Komm!", um ihn zu sich zu rufen. Futter ist hierbei ein guter Lehrmeister. Man nimmt den Napf in die Hand und entfernt sich ein Stück. Mit Sichtkontakt zum Tier ruft man schließlich "Komm!" sowie seinen Namen. (Alternativ ist auch ein "Hier!" und der Hundename möglich.) Unterstützt wird diese Übung noch durch eine heranwinkende Handbewegung.

Hat der Hund das Kommando verstanden und hört auf den Zuruf, ist es wichtig, ihn ausgiebig zu loben. Golden Retriever verzehren sich geradezu nach dieser Anerkennung. Sie sind somit umso begieriger, noch mehr zu lernen, um ihren Menschen zu gefallen.

Grundkommandos, die dem Hund das Leben retten könnten

Kommandos wie "Bleib!" oder "Zurück!" können unter Umständen sogar das Leben des Hundes retten, indem sie ihn beispielsweise daran hindern, auf eine viel befahrene Straße zu rennen. Diese Befehle dürfen deshalb bei der Grundausbildung nicht vergessen werden. Außerdem sollten sie stets mit ernster fester Stimme erfolgen, damit dem Hund unmissverständlich klar wird, dass von ihm unbedingt Gehorsam erwartet wird. Verdeutlicht werden können diese Kommandos mit einem sichtbaren Zeichen, indem die Hand hochgehalten wird.

Weitere Grundkommandos, die der Golden Retriever kennen muss

"Nein!" und "Aus!" gehören ebenfalls zu den Grundkommandos, die ein Golden Retriever kennen sollte. Auch hierbei kann eine auf den Hund gerichtete Hand Nachdruck verleihen.

Bei allen Kommandos ist es wichtig, die Stimme nicht unsicher wirken zu lassen. Der Hund muss begreifen, dass es sich um Befehle handelt und man nicht nur hofft, dass er gehorcht. Des weiteren sollte man die einmal gezeigten Handbewegungen nicht ändern, sonst würde man das Tier zu sehr verwirren und keine guten Ergebnisse erzielen.

Mit Beherrschen der Grundkommandos ist die Vorraussetzung geschaffen für die weitere Erziehung des Hundes inner- und außerhalb des Hauses.

Literaturhinweis:

Marigold Timson: Golden Retriever, KYNOS Verlag, Mürlenbach 1990

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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