Goldmine in Arizona auf geheimnisvolle Weise verschwunden

Gold und Nuggets - Evgeny Bashta aus Russland
Gold und Nuggets - Evgeny Bashta aus Russland
Wer liebt sie nicht, die vielen Geschichten aus dem Wilden Westen, und doch hält sich eine Legende hartnäckig bis heute.

In der amerikanischen Geschichte reißen die Legenden, Sagen und abenteuerlichen Geschichten niemals ab. Erst recht nicht, wenn es um sagenhafte Vorkommen an Edelmetallen und Bodenschätzen geht. Viele wagemutige und entschlossene Menschen fanden bei der Suche nach der verschollenen Goldmine eines vermeintlichen Holländers seit 1890 den Tod. Die Zahl der ums Leben gekommenen Personen wird bei über 20 Männern vermutet.

Goldschätze im unwirtlichen Gebirge

Eine Legende, die geschichtlich untermauert ist und dennoch verwundert, ist die von der Goldmine im Superstition-Gebirge in Arizona. Wie der Name des Gebirges vermuten lässt – übersetzt heißt es so viel wie Gebirge des Aberglaubens – erscheint die Geschichte unwahr. Dennoch gibt es Belege und bis zu dem heutigen Tag immer wieder Gruppen oder einzelne Abenteurer, die dort hin pilgern und auf das Wunder hoffen, reich von dort zurückzukehren.

Kämpfe und Rivalitäten um das Gold

Einige Indianer vom Stamm der Apachen waren die ersten Menschen, die diese Goldgrube fanden. Zu Zeiten bevor sie selber gejagt und ihnen das Land weggenommen wurden, waren sie sicher in ihrer Heimat. Ihnen gehörte der Schatz, der sich auf ihrem Grund und Boden fand. In ihrer Freundlichkeit und Gastoffenheit zeigten sie die trichterförmige, mit Gold gefüllte Mulde spanischen Mönchen aus Mexiko. Seit dieser Zeit gehörte das Gold nicht mehr ihnen alleine. Auch unter dem Siegel der Verschwiegenheit, das die Indianer den Mönchen abnahmen, sickerte dennoch etwas von dem Wissen um den sagenhaften Schatz durch. Fortan begann der Run auf den Schatz. Es sprach sich nun in Windeseile herum, dass man die Goldnuggets nur noch aufzusammeln brauchte. Erfolgreiche Menschen, die mit einem Reichtum heimkehrten, lockten immer weitere Menschen an.

Die Mine gehörte in der Zwischenzeit einem Spanier und seiner Familie, Don Miguel Peralta erwarb sie. Er ließ den Trichter, an dessen Wänden sich innen das Gold befand, von unten in einen Stollen umbauen, so dass man leichter an das Gold herankam. 1871 erzählte der Enkel von Don Miguel Peralta, der ebenso hieß, in Phönix zwei Deutschen von der Goldmine. Die Deutschen hießen Jacob Waltz und Jacob Weiser. Auf Grund der etwas undeutlichen Aussprache wurden sie für Holländer gehalten. Er berichtete ihnen, dass seine Familie seit Generationen sagenhafte Gold-Vorräte aus der Mine holte, die immer von genug weißen Männern bewacht war, dass die Indianer nicht wagten, sie anzugreifen. Dennoch fand im Jahr 1864 ein Kampf zwischen den Apachen und den Goldgräbern der Familie Don Peralta statt. Infolgedessen mussten die weißen Minenbesetzer starke Verluste hinnehmen. Auch der Vater des Erzählers starb dabei. Nur wenige Weiße konnten fliehen. Unter ihnen führte auch jemand die Karte mit, die den Standort der Mine verriet.

Da der junge Don Miguel Peralta selbst nicht mehr genügend Kapital hatte, um eine wirksame Schutztruppe um sich zu versammeln, kam er mit Waltz und Weiser überein, zusammen zu der Mine zurückzukehren. Sie gingen auf den Handel ein, jedoch unter der Bedingung, dass sie von dem Schatz, den sie dort erbeuten würden, die Hälfte bekamen. Nachdem sie erfolgreich und mit viel Gold zurückkehrten, schaffte es der junge Peralta, den Deutschen ihren Anteil abzuhandeln. Nun versuchten Waltz und Weiser erneut und allein, ihr Glück noch einmal herauszufordern. Bevor sie jedoch abermals aufbrechen konnten, wurde der goldene Fundort schon jemand anderem verraten.

Es war ein Arzt, der den Apachen kostenlos bei ihren Krankheiten und Verwundungen zur Seite stand. Die Indianer wollten sich auf diese Weise bei ihm erkenntlich zeigen. Er wurde mit verbundenen Augen von ihnen dorthin gebracht und konnte sich seine Taschen und all seine Gepäckstücke mit dem Gold füllen. Da er aber die Absicht hatte, später allein dorthin zurückzukommen, versuchte er sich markante Punkte aus der Landschaft einzuprägen. Als er ein Jahr später versuchte, dorthin zu gelangen, wurde er von den Apachen in die Flucht geschlagen.

Währenddessen machten sich auch die beiden Deutschen erneut auf den Weg zur Mine. Sie hatten die Karte des jungen Peralta dabei und konnten den Ort so leicht ausfindig machen. Eine traurige Schuld luden die beiden Goldsucher bei ihrer Jagd nach dem Edelmetall auf sich. Sie töteten zwei mexikanische Arbeiter, die ihnen in die Quere kamen. Irgendwann während dieser Zeit der Ausgrabungen ließ Waltz seinen Partner eine Zeit lang allein. Als er zurück kam, fand er nur noch inmitten von Apachenpfeilen blutbesudelte Kleidungsstücke vor. Waltz suchte so schnell es ging das Weite, jedoch nicht ohne vorher seine Taschen ordentlich zu füllen. Er lebte bis zu seinem Tode 1891 in Phönix. Weiser war jedoch nicht gestorben. Er rettete sich zu einem Haus, in dem ein Arzt lebte. Aus Dankbarkeit gab Weiser die Karte dem Arzt, dieser verwendete sie jedoch nie. Seither war die Karte verschollen.

Vor dem Tod von Waltz und Weiser, die sich übrigens nie wieder sahen, erfuhren immer wieder neue Leute von der Mine und die Apachen verteidigten sie abermals immer wieder aufs Neue und auf das Härteste. Die Menschen, die ihr Glück in dem Gold sahen, was sie holen wollten, blieben am Ende nur noch tot auf der Strecke.

Das Gold gehört für immer der Erde auf dem Land der Indianer

Die Apachen versuchten dann, die Mine zu verstecken. Sie beauftragten ihre Squaws, die Mine mit Steinen aufzufüllen und sie so dem Erdboden gleich zu machen. Der Eingang zum Stollen wurde verdeckt und zahlreiche Erdbeben danach veränderten die Landschaft so, dass auch keine markanten Zeichen mehr zurückblieben. 1931 und auch 1947 versuchten es noch einzelne Expeditionen unter der Leitung siegessicherer Goldjäger, die Mine zu finden. Man fand sie jedoch später alle mit tödlichen Verwundungen in dem unwirtlichem Gebirge vor.

Immer wieder begegnete man aber auch Hinweisen von den im Boden lagernden Schätzen, so stieß man auf einzelne kleine Goldstückchen, mexikanische Sandalen und Furchen, die darauf Aufschluss gaben, dass hier jemand verzweifelt gegraben hatte. Nie sollte jemand die Mine oder ihren Standort wieder entdecken, auch wenn es heute noch hin und wieder Hobbygräber oder abenteuerliche Exkursionen dorthin gibt. Die Indianer vom Stamme der Apachen haben dafür gesorgt, dass das Gold in der Mutter Erde belassen wird.

Quellen:

Sara Ebersbach, M. S.

Sara Ebersbach - "Autoren sollten stehend an einem Pult schreiben. Dann würden ihnen ganz von selbst kurze Sätze einfallen. " Ernest ...

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