
- Einnahmen durch Adsense - Thomas Siepmann - pixelio.de
War Google ursprünglich eine reine Suchmaschine, so entwickelte es im Laufe der Zeit immer mehr zusätzliche Features. Für User, die eine Homepage, Webseite oder einen Internet-Blog besitzen und damit gerne Geld verdienen würden, ist Google Adsense am interessantesten.
Schnell und einfach mit Werbung Geld verdienen
Google Adsense ist ein Tool von Google, mit dem jedermann kinderleicht Online-Werbung auf seiner Internetseite oder seinem Blog schalten kann. Man muss sich nur einmal online anmelden, dem Vertrag zustimmen und mit einem Klick bestimmen, wo genau die Werbung stehen soll. Alles Weitere erledigt Google, nachdem auf dem Postweg die Echtheit der zuvor angegebenen Adresse geprüft wurde. Die Crawler von Google durchforsten die Site, erkennen bestimmte Keywords (Schlüsselworte) und schalten anhand derer seitenoptimierte Werbung. Besitzt der User zum Beispiel eine Homepage über Bungalows in Sizilien, wird Werbung zu Bungalows und zu Sizilien erscheinen. So ist gewährleistet, dass der Leser sich für dieses Thema interessiert – schließlich hat er selbst danach gesucht und wollte sich daher offenkundig darüber informieren. Pro Klick auf ein Werbebanner bekommt der Seiteninhaber ein paar Cent bis zu einem Euro – je nach Anzeige. Das klingt wenig, ist auf Dauer aber durchaus lukrativ.
Der Inhaber der Homepage braucht sich im Grunde nur noch zurückzulehnen und auf den Scheck von Google zu warten. Denn sobald 100 Euro durch Werbeklicks erreicht werden, verschickt Google auf postalischem Weg einen Scheck über den erwirtschafteten Betrag an den Blogger. Bei Interesse kann er sich auch mit Hilfe der Adsense-Foren und kostenlosen Online-Schulungen in der Google-Adsense-Optimierung seiner Website weiterbilden.So können mit Hilfe von Google Adwords Keyword-Tool zum Beispiel Keywords optimiert werden, mit Google Insights for Search das Suchverhalten der User studiert. Oder man informiert sich über spezielle Artikel.
Rigorose Ahndung durch lebenslange Sperre bei Verdacht auf Klickbetrug
Die meisten Adsense-User beobachten anfangs fasziniert das centweise Ansteigen ihres kleinen Vermögens. Hier 2 Cent, dort 20 – noch ein Klick, dann ist ein Euro erreicht. Goldgräberstimmung kommt auf. Das verführt dazu, selbst zu klicken. Doch dies ist strengstens untersagt. Im Vertrag muss der User extra manuell bestätigen, dass er keinesfalls selbst auf die eigene Werbung klickt oder andere dazu anstiftet. Tut er es dennoch, merkt das Google umgehend. Gerade bei neuen Homepages und Blogs besteht zu Anfang ein nur sehr geringer Traffic. Klicken dabei immer dieselben Besucher oder gar der Inhaber der IP-Adresse mehrfach auf die Werbung, führt das zu einer lebenslangen Sperre ohne Pardon. Und dabei geht es nicht nur um Eigenklicks, sondern auch um Klicks von Leuten aus dem eigenen "Verantwortungsbereich" und "aus welchen Gründen auch immer". Klickt jemand von einer anderen IP häufig bei insgesamt wenig Klicks, ist die Klickrate bei jemandem also ungewöhnlich hoch, wird vermutet, dass es sich um jemanden handelt, der angestiftet wurde. Dies führt auch zu Missbrauch ganz anderer Art: Will jemand einem anderen Böses, braucht er nur häufig auf dessen Adsense-Banner klicken, und jener wird gesperrt.Oft wird im Forum von Leuten berichtet, die keine Ahnung haben, warum sie gesperrt wurden. Und auch, dass die Sperre meist ganz kurz vor dem Auszahlungsbetrag von 100 Euro - der dann verfällt- eintritt.
Antrag auf Wiederaufnahme
Zwar wird darauf hingewiesen, dass es die Möglichkeit eines einmaligen Antrags auf Reaktivierung des Adsense-Kontos gibt, doch muss man hierzu nachweisen, dass man wirklich nicht geklickt hat und niemanden angestiftet hat. Das ist kaum möglich, wenn Google die Zugriffe gelistet hat. Das Adsense-Hilfe-Forum ist voll von dramatischen Geschichten. Da wird von Kindern berichtet, die spaßeshalber auf die bunten Banner geklickt hätten und von Greisen, die der Enkelin durch hohe Werbeeinnahmen auf deren Blog eine Freude machen wollten und nun für deren Sperrung verantwortlich sind. Und natürlich, dass der Missetäter umgehend an weiterem Tun dieser Art gehindert wird. Doch stets wird von Ablehnung des Antrags berichtet. Beantwortet werden die Anträge nur mit Standardmails, eine Begründung, warum genau gesperrt wurde, bekommt man nicht. Direkte Korrespondenz ist nicht möglich. Weder kann man anrufen, noch individuell schreiben. Es gibt keine Kundenbetreuung - dazu wird auf das Google-Forum verwiesen. Auch die Eröffnung eines neuen Kontos bringt nichts - Google erkennt innerhalb weniger Tage den Zusammenhang mit einem gesperrten Konto, es sei denn, man klickt seine alte Homepage oder seinen alten Blog nie wieder an.
Ergo: Google Adsense ist eine wunderbare Art, einfach und seriös nebenbei im Internet Geld zu verdienen. Doch die Gefahr einer Sperre aus heiterem Himmel ist groß. Es wird empfohlen, Adsense erst ab einem Traffic von 1000 Besuchern/Tag zu schalten, um einer unverschuldete Sperre vorzubeugen.
