
- Google Werbung mit AdWords & AdSense - Google Inc.
Im Juni 2003 überraschte Google – damals in erster Linie nur bekannt als Suchmaschine – die Internetnutzer mit einer neuen Geschäftsidee: Mit den Google-AdWords hatte man ein eigenes Anzeigenformat entwickelt, mit dem das Unternehmen den damals noch eher jungen Werbemarkt im Netz kräftig aufmischen würde. Kleine Textanzeigen, die am Rand einer Seite stehen, verlocken bis heute den Leser zum Anklicken und öffnen dann eine neue Seite, auf der das angepriesene Produkt oder die entsprechende Dienstleistung angeboten werden. Jeder, der eine auf Inhalt bezogene Internetseite betreibt, kann Partner von Google werden und als Publisher die Kleinanzeigen beispielsweise im Blog oder Onlinemagazin platzieren. Weltweit sind dies bisher etwa zwei Millionen, bei denen monatlich hunderte von Milliarden AdWords-Anzeigen geschaltet werden.
Geld verdienen mit Werbung im Internet: Google AdSense ist das Programm für Publisher
Wer eine Inhalts- oder Contentseite im Netz betreibt, beispielsweise einen Blog schreibt, kann sich bei Google AdSense, dem Programm für die Schaltung der Kleinanzeigen anmelden. Zunächst erfolgt dann eine schnelle Prüfung der Webseite durch das Unternehmen, bei der zum Beispiel ausgeschlossen wird, dass es sich um sittenwidrige Inhalte handelt. Dann ist der Publisher am Zug, der das Design und Format der Anzeigen festlegt. Je nach dem Grad der Professionalisierung unterstützt einen dabei natürlich das AdSense-System bei Fragen der Platzierung, Farbgestaltung und vielen anderen Möglichkeiten, die Anzeigen mit dem Gesamtdesign der Webseite in Einklang zu bringen und zugleich möglichst viele Leser zum potentiellen Klick zu bewegen. Der Profi braucht dazu nur wenige Minuten, ein "Anfänger" mitunter schon mehrere Stunden. "Letztlich ist der Prozess der Anzeigen-Optimierung jedoch nie abgeschlossen, weil sich natürlich die technischen Möglichkeiten, Designs und Inhalte ständig verändern", betont Klaas Flechsig, der Pressesprecher bei Google Deutschland für Werbung.
Luxushotels, teure Mode, medizinische Produkte oder Bankenwerbung bringen mehr als anderes
Im April 2010 gab Google erstmals bekannt, dass das Unternehmen bei den AdSense Text- und Banneranzeigen 68 Prozent des Werbeumsatzes an die jeweiligen Publisher weitergibt, bei AdSenseSearch (die implantierte Google-Suchfunktion) sind es immerhin noch 51 Prozent. Durchschnittswerte pro geklickter Anzeige lassen sich jedoch sehr schwer errechnen, da die einzelnen Werbepreise von zu vielen Faktoren wie Platzierung (oben oder unten), Produkt (ein Luxushotel zahlt beispielsweise mehr als ein Hostel, ein teures Modehaus mehr als ein kleiner Buchverlag), Umfang der Anzeigen und Erscheinungsdatum abhängen. Man wird grundsätzlich nach Klicks auf die Anzeigen bezahlt und erhält von dem jeweiligen Preis eben genau die oben genannten 68 Prozent. Insgesamt betrug der Werbeumsatz im letzten Quartal 2010 stolze 30 Prozent, also 2,53 Milliarden US-Dollar. Welche Werbung auf der Webseite erscheint, hängt von den Inhalten der Texte ab. Die einzige Möglichkeit der Steuerung ist hier ein Ausschlussverfahren, bei dem man beispielsweise als Fotograf angibt, keine Anzeigen von anderen Fotografen auf der eigenen Seite haben zu wollen.
AdWords: Worauf man als Anzeigenkunde achten sollte
Tatsächlich kann man bei Google Werbung für einen Cent pro Klick kaufen, je nach Bereich und Platzierung wird das jedoch auch schnell teurer. Der große Vorteil der Online-Werbung sei, so Klaas Flechsig von Google, dass man deren Effizienz eben exakt absehen könne. Bestimmte Tools zeigen den Anzeigenkunden auf, wer durch die Werbung auf ihre Seite kommt und was er dort kauft. Dann lässt sich rasch ausrechnen, was die Werbung am Ende des Tages kostet und was sie einbringt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Programmen, wie beispielsweise spezielle Keyword-Tools, die einen schon bei der Gestaltung der Anzeige beraten. Aus Sicht des Anzeigenkunden gibt es drei Möglichkeiten, seine Werbung zu platzieren: Entweder lässt man das System automatisch Seiten finden, die anhand der Schlüsselwörter den entsprechenden Inhalt anbieten, der zum angebotenen Produkt oder der offerierten Dienstleistung passt. Oder man wählt selbst aus bestimmten Kategorien wie Luxusreisen, Mode, Literatur, Geld & Wirtschaft oder Gesundheit die naheliegenden aus. Drittens kann man sich auf spezielle Seiten festlegen, auf denen man explizit seine Werbung sehen möchte.
Klickbetrug wird schnell aufgedeckt und mit Rauswurf sanktioniert
Natürlich ist es verführerisch, die Anzeigen auf seiner Seite als Publisher selbst anzuklicken oder Freunde und Bekannte darum zu bitten, um die eigenen Werbeeinnahmen dadurch zu steigern. Manch einer hat schon regelrechte Programme dazu entwickelt. Google achtet jedoch sehr genau auf Klickbetrug und sortiert diese "schwarzen Schafe" auch schnell für längere Zeit erbarmungslos aus. Hier gilt es, den Kunden zu schützen, der ja für jeden Klick zu bezahlen hat. Auch Hinweise im Text, die zum Klick aufrufen, sind streng untersagt. Kurzum: Klickbetrug lohnt sich nicht.
Lesen Sie gern auch einen Artikel zu der Frage, wie Schülerzeitungen Ihre Anzeigenkunden bequem im Internet finden
